Menü und Suche

Holzpelletheizung

Eine Holzpelletheizung ist vollautomatisch und benötigt in etwa die gleiche Aufstellungs-, und Lagerfläche wie eine Ölheizung. Auch in Bezug auf den Bedienungskomfort ist eine Holzpelletheizung mit einer herkömmlichen Ölheizung vergleichbar, nur die anfallende Asche muss drei bis vier-mal im Jahr entfernt werden. Benötigt wird ein Pellet-Lagerraum einer Größe von etwa 4,5 Quadratmetern. In der Regel werden die Pellets dann nur einmal jährlich über einen Schlauch in den Tank eingeblasen. Sofern kein geeigneter Raum zur Verfügung steht, kann alternativ auch ein Lagerbehälter im Erdreich vor dem Haus vergraben werden.
Aufgrund ihrer ähnlichen Größe und Bedienung, bieten sich Pelletkessel im Rahmen einer Heizungssanierung ideal als Ersatz für eine alte Ölheizung an.

Funktionsweise einer Holzpelletheizung (© Agentur für Erneuerbare Energien)
Funktionsweise einer Holzpelletheizung
(© Agentur für Erneuerbare Energien)

Entscheidende Kenngröße: Der Brennstoffpreis

Holzpellets werden zu 90 Prozent aus industriellen Holzabfällen (Sägeresthölzer) unter hohem Druck und unter Zugabe von Bindemitteln gepresst. Da die Ausgangsmaterialien ansonsten als Abfall deklariert würden, besitzen Holzpellets eine sehr gute Ökobilanz. Diese wird zudem dadurch befördert, dass die angebotenen Holzpellets in weiten Teilen aus heimischer Produktion stammen. Das spart weltweite Handelswege, wie etwa bei importierter Steinkohle, und erzeugt zudem positive volkswirtschaftliche Effekte.

Verglichen mit den fossilen Energieträgern Heizöl und Erdgas, haben sich Holzpellets in den letzten zehn Jahren als der günstigere Brennstoff herausgestellt. Von 2004 bis 2013 stieg der Preis für Heizöl um fast 150 Prozent, der für Holzpellets hingegen nur um etwa 33 Prozent. Zudem werden Pelletheizungen bei der Neuanschaffung im Rahmen des Marktanreizprogramms (MAP) des BAfA gefördert.

Preisentwicklung verschiedener Energieträger seit dem Jahr 2004 (© C.A.R.M.E.N. e.V.)
Preisentwicklung verschiedener Energieträger seit dem Jahr 2004
(© C.A.R.M.E.N. e.V.)

Weitere Heizungen auf Holzbasis

Pelletheizungen sind nicht die einzige Möglichkeit, beim Heizen auf nachwachsende Rohstoffe zu setzen. Die Hackschnitzelheizung ist entwicklungstechnisch der Vorläufer der Pelletheizung. Durch die Verwendung der Hackschnitzel als Brennstoff entfallen weitere Verarbeitungsschritte bis zum Holzpellet, wodurch sich die Umweltbilanz und der Preis noch attraktiver darstellen. Die Lagerräume müssen allerdings größer sein als bei Holzpelletöfen (und gehen über das gewöhnliche Maß im Bereich der Einfamilienhäuser hinaus). Unter anderem deshalb werden Holzhackfeuerungen vor allem bei größeren Heizleistungen mit direkten Bezugsmöglichkeiten des Brennstoffes eingesetzt.