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Solarthermie

Obgleich die Sonne andernorts vielleicht noch häufiger scheint, lässt sie sich in Braunschweig sehr gut für den eigenen Warmwasserbedarf nutzen. Das Beste ist: Die Sonne schickt keine Rechnung.

 (© Klaus-Uwe Gerhardt / PIXELIO)
(© Klaus-Uwe Gerhardt / PIXELIO)

Thermische Solarkollektoren absorbieren die Sonnenwärme. Ein im Solarkreislauf zirkulierendes Wasser-Frostschutz-Gemisch erhitzt sich bis zu 95 Grad und gibt seine Wärme über einen Wärmetauscher in einen Pufferspeicher ab. Dort erhitzt es das Brauchwasser und wird abgekühlt wieder zum Kollektor gepumpt, wo sich der Vorgang wiederholt. Der Pufferspeicher kann die Sonnenwärme über mehrere Tage speichern und das Haus mit warmen Duschwasser und Heizungswärme versorgen. Da dunkle Oberflächen wenig Licht reflektieren und sich stark im Sonnenlicht erwärmen, sind die Kollektoren meist schwarz.

Sinnvoll zu ergänzen - Brennwerttechnik

Scheint im tiefsten Winter nur wenig Sonne oder sind die Kollektoren von Eis und Schnee bedeckt, muss der Warmwasserbedarf eines Haushalts erst recht gedeckt sein. Solarthermische Anlagen lassen sich daher ideal mit einer Brennwertheizung kombinieren, die mit Gas betrieben wird. Liefert der Kollektor einmal nicht genug Warmwasser, springt der Brennwertkessel an und heizt die nötige Menge zu. Verglichen mit der Investition in einen einfachen Gas-Kessel, rechnet sich die Kombination einer solarthermischen Anlage mit einem Gas-Brennwertkessel schon nach elf Jahren.
Brennwerttechnik ist besonders effizient – das schont neben dem Klima auch den Geldbeutel. Am besten für das Klima ist die Nutzung von Biogas als Brennstoff.

Die untenstehende Abbildung zeigt Kosten und Ersparnis beim Kauf sowie die Anlagentechnische Integration der Brennwerttechnik.

Amortisation eines Brennwertkessels (© co2online)
Amortisation eines Brennwertkessels
(© co2online)
Aufbau einer thermischen Solarkollektoranlage (© Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V.)
Aufbau einer thermischen Solarkollektoranlage
(© Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V.)

Welches Dach eignet sich besonders für Solarenergie? SUN-AREA liefert Antworten

Um neue Wege zu beschreiten hat Braunschweig zusammen mit der Fachhochschule Osnabrück das Projekt „SUN-AREA“ gestartet. Mit einigen wenigen Mausklicks können Braunschweiger Bürgerinnen und Bürger erfahren, ob und in welchem Umfang das eigene Gebäude für eine umweltfreundliche Erzeugung von Strom oder Warmwasser mit Hilfe der Sonne geeignet ist. Auch werden erste Anleitungen für eine mögliche Umsetzung angeboten.

Sonnenfreundliche Bauleitplanung in Braunschweig - Baugebiet Buchenberg

In vielen Baugebieten ist die Errichtung von Solaranlagen auf den Dächern problemlos möglich. Bei alten Baugebieten müssen ggf. Ausnahmen von den Bestimmungen der Bebauungspläne beantragt werden.
Als erstes Neubaugebiet wurde in der Stadt Braunschweig die Siedlung „Am Buchenberg“ ausgewählt, in dem konsequent die Planung auf die Nutzung solarer Energie ausgerichtet wurde. Durch die städtebauliche Planung sowie die planungsrechtlichen Festsetzungen gelingt es somit, beste Startbedingungen für die Entwicklung eines ‚Solar-Gebietes’ zu bieten.
Grundsätzlich besteht im gesamten Gebiet aufgrund der geplanten Straßenführung, der Freigabe der Firstrichtung in Teilbereichen sowie der teilweisen Festsetzung von Flachdächern die Möglichkeit, die Solaranlagen ideal auszurichten. Durch die Wahl der Grundstückszuschnitte, der Baugrenzen und Höhenfestsetzungen sowie die Lage der Straßenbäume wird eine Verschattung der Dachflächen vermieden. Die Festsetzung der Neigungswinkel der Dächer im westlichen Teilbereich verbindet zudem stadtgestalterische Ansprüche mit technischen Notwendigkeiten zur Nutzung von Solarenergie. Optimal sind die gewählten Dachneigungen von 30° (insbesondere Photovoltaik) bis 60° (insbesondere Solarthermie).
Die Voraussetzungen für eine optimale Nutzung der Solarenergie sind dadurch gegeben.

Tipps: