Viele elektrisch betriebene Geräte im Haushalt stehen unbemerkt dauernd unter Strom, weil sie sich nicht mehr richtig ausschalten lassen. Ladestationen von Handys, Rasierern, elektrischen Zahnbürsten und anderen Kleingeräten gehören ebenso dazu wie Fernseher, DVD-Player, Hi-Fi-Geräte, Satelliten-Empfänger, Festplattenrekorder oder Computer, Drucker und Co. Hinzu kommen Geräte, die zwar einen Ausschalter haben, deren Trafo aber auch bei abgeschaltetem Gerät weiterarbeitet. Zusammen belasten die Bereitschaftsschaltung (engl. stand-by) und das „Schein-Aus“ die Haushaltskassen schnell mit mehr als 100 Euro im Jahr.
Abhilfe schafft das Motto „Stecker raus“. Am einfachsten ist dies mit einer abschaltbaren Steckerleiste, die gleich mehrere Geräte richtig vom Netz trennt. Beim Neukauf eines Gerätes sollten Sie darauf achten, dass es sich vollständig abschalten lässt und bei Bereitschaft nicht mehr als 1 Watt benötigt. Stiftung Warentest hat beispielsweise beim Vergleich von SAT-Empfängern herausgefunden, dass es erhebliche Verbrauchsunterschiede gibt. Bezogen auf die Lebenszeit der Geräte von durchschnittlich zehn Jahren ergab sich eine Differenz von über 125 Euro.
Tipps:
- Verwenden Sie schaltbare Steckerleisten, um mehrere Geräte (und Steckernetzteile) gleichzeitig vom Netz zu trennen. Das gilt zum Beispiel für Hi-Fi-Anlagen, Computer mit ihren verschiedenen Komponenten wie Rechner, Monitor, Scanner, Modem u. a.
- Verringern Sie den Stand-by-Betrieb und schalten Sie nachts und bei längeren Nutzungspausen ganz ab.
- Achten Sie beim Neukauf elektrischer Geräte auf die Angaben zum Leerlaufverbrauch. Eine Hilfe ist die Webseite http://www.ecotopten.de.
- Wenn Sie den Stromverbrauch Ihrer Haushaltsgeräte prüfen möchten: Strommessgeräte können bei BS|ENERGY (Service Strommessgerät) ausgeliehen werden.
- Noch mehr Informationen zum Thema bieten die Broschüre des Umweltbundesamtes Energiesparen im Haushalt (PDF) sowie die Broschüre Energiespartipps des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt und Klimaschutz.

