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Wärmedämmung

Zusammen mit einer modernen Heizungsanlage ist eine wirksame Wärmedämmung der wichtigste Schritt beim Energiesparen. Etwa 60 % des privaten Energieverbrauchs wird fürs Heizen und die Warmwasserbereitung benötigt - hier besteht erhebliches Einsparpotenzial. Dementsprechend macht die Energieeinsparverordnung 2009 (EnEV) Auflagen für die Wärmedämmung bei Neubauten und Altbaumodernisierungen.

Damit die Wärme nirgends schnell entweichen kann, sollte möglichst rund um die Wohnräume gedämmt werden, also die Wände, das Dach bzw. die oberste Geschossdecke und die Kellerdecke. Gängig ist beispielsweise die Außendämmung mit einem Wärmedämmverbundsystem oder eine "Kerndämmung", bei der die Hohlschicht der Außenwand mit Dämmmaterial gefüllt wird. Die vielfältigen Dämmstoffe aus unterschiedlichsten Materialien werden als Schüttungen, Bahnen oder Platten hergestellt oder als lockeres Material eingeblasen. Wichtig ist die Wärmeleitfähigkeit des einzelnen Dämmstoffs. Zum Vergleich werden Dämmmaterialien in Wärmeleitgruppen (WLG) eingeteilt. Es gilt: je niedriger die WLG, desto besser die Dämmung, desto dünner kann die Dämmschicht sein.

Neben Einspareffekten und der Wirtschaftlichkeit ist auch von Bedeutung, ob ein Dämmstoff gesundheitlich unbedenklich und umweltfreundlich ist. Künstliche Dämmstoffe besitzen besonders gute Wärmedämmwerte. Im Vergleich zu natürlichen Materialien können sie jedoch gesundheitlich und ökologisch nachteilig sein. Deshalb erkundigen Sie sich: Ist das Produkt aus Erdöl, werden Schadstoffe bei der Herstellung frei, können die Materialien später problemlos entsorgt werden?

Natürliche oder naturnahe Dämmstoffe können da eine Alternative sein, sofern sie von den Materialeigenschaften für den jeweiligen Zweck geeignet sind und fachlich richtig eingebaut werden. Sie werden aus natürlichen Rohstoffen mit meist geringem Energieaufwand hergestellt und gesundheitsschonend verarbeitet. Dazu zählen unter anderem nachwachsende Rohstoffe wie Flachs, Hanf, Holzfasern, Kokosfasern, Kork, Schafwolle und Stroh. Diese Dämmstoffe zeichnen sich durch günstige baubiologische Eigenschaften aus, d. h. wirken feuchtigkeits- und schallregulierend und tragen so zur Verbesserung des Raumklimas bei.


 Tipps:

  • Wärmedämmung muss bauphysikalisch richtig in das Gesamtgefüge eines Gebäudes eingeplant werden. Ziehen Sie deshalb immer Fachleute zurate.
  • Denken Sie auch daran, die Fenster und Türen auf einen entsprechend guten Standard zu bringen.
  • Weitere Tipps finden Sie auf unseres Klimaseiten zum Thema Heisse Tipps für wohlige Wärme.
  • Achten Sie im neu gedämmten Haus darauf, regelmäßig und richtig zu lüften.
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