Braunschweig will den Ausstoß von Treibhausgasen erheblich senken. Hierzu hat der Rat der Stadt Braunschweig ein erstes Maßnahmenpaket einstimmig beschlossen. Das Klimaschutzkonzept war hierfür die Entscheidungsgrundlage und wird auch weiterhin als Planungshilfe dienen. Der Abschlussbericht des integrierten Klimaschutzkonzepts für die Stadt Braunschweig liegt als Langfassung (196 Seiten) und komprimierte Kurzfassung (31 Seiten) vor.
Die Basis des Klimaschutzkonzepts bildet eine für das Jahr 2008 erstellte Energie- und CO2-Bilanz. Sie zeigt die Energieverbräuche und Treibhausgasemissionen aufgefächert für einzelne Bereiche wie private Haushalte, Gewerbe, Stadtverwaltung inklusive städtischer Gesellschaften und Verkehr. Darauf aufbauend entstand eine Potenzialanalyse, die Energieeffizienz und Einsparmöglichkeiten für einzelne Bereiche untersucht und beschreibt. Bis zum Jahr 2020 soll der Ausstoß von Treibhausgasen gegenüber 1990 um 40% gesenkt werden.
Unter Beteiligung der Öffentlichkeit, der Verwaltung und der städtischen Gesellschaften wurde ein Katalog mit über 100 Maßnahmen zum Klimaschutz in Braunschweig erarbeitet. Dazu zählen unter anderem:
- Modernisierung von Schulgebäuden und Kindertagesstätten
- Beleuchtung, Sanierung öffentlicher Gebäude durch effiziente Leuchtsysteme
- Umweltorientiertes Verkehrsmanagement und Förderung klimafreundlicher Mobilität, z. B. Radverkehr
- Ausbau des Fernwärmenetzes und Erhöhung der Anschlusszahlen
- Einrichtung einer zentralen Energie- und Bauherrnberatungsstelle durch Stadt, Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer, BS|ENERGY und weitere Träger
Entscheidend für den Erfolg ist das Engagement aller Akteure. Zur Unterstützung der Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes ist Herr Matthias Hots seit dem 01.01.2012 als Klimaschutzmanager tätig.
Das Vorhaben „Erstellen eines integrierten Klimaschutzkonzeptes für die Stadt Braunschweig“ wurde in der Zeit vom 01.07.2009 bis 30.11.2010 zusammen mit dem Projektpartner GEO-NET Umweltconsulting GmbH erarbeitet und zu 80% durch das Bundesministerium für Umwelt-, Naturschutz und Reaktorsicherheit unter dem Förderkennzeichen 03KS0464 gefördert. Projektträger ist das Forschungszentrum Jülich.
Gefördert durch:
Fördermittelgeber:
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
www.bmu-klimaschutzinitiative.de
Projektträger
Forschungszentrum Jülich GmbH
Projektträger Jülich (PtJ)
Außenstelle Berlin
www.ptj.de/klimaschutzinitiative
Projektpartner
GEO-NET Umweltconsulting GmbH
www.geo-net.de/


