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Entwicklung einer Leitlinie zur klimafreundlichen Bauleitplanung

Klimaschutzorientierte Bauleitplanung ist ein wichtiger Teil des kommunalen Klimaschutzes. Sie kann dazu beitragen, bereits durch die Art der Planung und Ausgestaltung neuer Baugebiete den künftigen CO2-Ausstoß zu verringern.
Liegt ein Baugebiet weiter von Stadtzentrum und Einkaufsmöglichkeiten entfernt und ist es nur mit dem Auto zu erreichen, dann ist ein höherer Energieverbrauch die Folge.

Bauleitplanung bezieht sich primär auf neue Wohn- und Gewerbegebiete. Durch verschiedene Festsetzungen kann zu einer klimagerechten Entwicklung beigetragen werden. Mögliche Handlungsschwerpunkte:

  • Reduzierung der Flächeninanspruchnahme durch ein kommunales Flächenressourcenmanagement und die Reaktivierung innerörtlicher Brachflächen (Innenentwicklung vor Außenentwicklung)
  • Kopplung der Siedlungsentwicklung an günstige ÖPNV-Anbindungen und Förderung des Radverkehrs
  • Sicherung und Schaffung wohnortnaher öffentlicher und privater Dienstleistungen
  • Durchgrünung von Siedlungen
  • Gebäude- und energieeinsparungsbezogene Maßnahmen durch die Nutzung regenerativer Energien, effektive Ausrichtung und Lage der Gebäude sowie der Einsatz CO2-sparender Kraft-Wärme-Kopplung (Festsetzungsmöglichkeiten nach BauGB)
 (© Q. pictures / PIXELIO)
(© Q. pictures / PIXELIO)

Beispiele aus der Braunschweiger Stadtplanung

Durch kluge und umsichtige Planung kann vorher entschieden werden, welche Art von Häusern entstehen, wie die Energieversorgung aussehen soll und wie Gebäude gebaut werden sollen. Festgelegt wird dies in den Stadtentwicklungs-, Flächennutzungs- oder Bebauungsplänen in Abstimmung mit den Versorgungsträgern.

Sankt Leonhards Garten (© Stadt Braunschweig)
Sankt Leonhards Garten
(© Stadt Braunschweig)

Stichwortartig finden Sie hier eine Auflistung, wo und wie in Braunschweig schon in den letzten Jahren klimabewusst geplant wurde:

  • Konsequente Umsetzung ‚Zentrenkonzept Einzelhandel‘: Verringerung der Verkehrsströme für Einkaufsfahrten und Sicherstellung einer wohnortnahen Versorgung der Bevölkerung.
  • Städtebauliche Nachverdichtung und Innenentwicklung seit 1990: Konsequente städtebauliche Entwicklung von ehemals militärisch genutzten Flächen, Gewerbebrachen und Baulücken, z. B. Husarenkaserne, Leutnant-Müller-Kaserne, Mars-La-Tour-Kaserne (Baugebiet Giersberg), Vendome-Kaserne, Tannenbergkaserne, Baugebiete Holzmoor, Juliusstraße, Echternstraße, Friedrichstraße u. a.
  • Entwicklung weiterer hochwertiger innerstädtischer Wohn- und Arbeitsquartiere auf Gewerbebrachen, z. B. St. Leonhards Garten/Georg-Westermann-Allee, FAGUS-Gelände/Frankfurter Straße, Burgmühlengraben/Wendenstraße
  • Stadtbahnausbau (Stöckheim), Projekt RegioStadtBahn (RSB)