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Elektronisches oder gedrucktes Buch – Was sagt das Klima?

Manche „Vielleserinnen“ und „Vielleser“ kennen sicher das Problem: Die Bücherregale sind voll und gelesene Bücher werden aussortiert, verschenkt, gespendet oder ziehen um in den Keller.

Eine platzsparende Alternative ist das digitale Buch mit Hilfe eines „E-Book-Readers“, der das elektronische Lesen ermöglicht. Doch ist der E-Book-Reader auch umweltfreundlich? Wurden bei seiner Produktion nicht Mengen an Energie und wertvollen Rohstoffen verbraucht? Aber wie steht es bei der Konkurrenz aus Papier? Gefährdet sie nicht Wälder, ist energie- und wasserintensiv?

Wer von beiden hat nun die Nase vorn in Sachen Klimaschutz? - Die Antwort ist abhängig vom Leseverhalten.

 (© D. Braun / PIXELIO)
(© D. Braun / PIXELIO)

Die Herstellung und der Vertrieb von 2000 Seiten DIN-A5 aus nicht-recyceltem Papier verursachen etwa elf Kilogramm CO2, zudem werden etwa 20.000 Liter Wasser verbraucht.

Bei einem E-Book-Reader fallen bei Herstellung und Nutzung rund acht Kilogramm CO2 an. Seine Herstellung verbraucht damit genauso viel Primärenergie wie die von rund 10 Taschenbüchern. Im Betrieb ist das elektronische Buch sparsam, da sein Display ohne Hintergrundbeleuchtung auskommt.

Betrachtet man die Bilanzen beider Bucharten kann man festhalten: Wer mit dem E-Book-Reader zehn oder mehr Bücher liest, spart Papier, Energie und Treibhausgase.

Allerdings: Der Akku sollte möglichst viele Ladezyklen halten und auswechselbar sein. Hilfestellung beim Kauf gibt das Siegel „Blauer Engel“, welches viele Umweltaspekte bewertet. Zudem müssen die Akkus ohne Zuhilfenahme von Spezialwerkzeug gewechselt werden können.

Elektronischen Lesestoff gibt’s auch bei der Stadtbibliothek Braunschweig!