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Super Geschmack trotz längerer Anreise

Mit den Außentemperaturen steigt auch die Anzahl der Tage, an denen Grillduft in der Luft liegt - häufig auch das unverwechselbare Aroma von Holzkohle.
Auch umweltbewusste Menschen können dabei ein gutes Gewissen haben. Schließlich ist Holzkohle ein nachwachsender Rohstoff, bei dessen Verbrauch nur die Menge an Kohlenstoff freigesetzt wird, die auch vorher im Holz gebunden war.

Oder etwa nicht?

Holzkohle© © Dirk Maus / PIXELIO

Gänzlich unbekannt ist, dass es sich bei einem Großteil der hierzulande verwendeten Holzkohle um Importware handelt. Auf drei Kilogramm importierte Kohle je Einwohner/-in kommen nur 25 Gramm selbst erzeugte Kohle, Transportwege und andere Umweltbelastungen sind die unvermeidliche Folge. So verursacht die Kohle eines ganz normalen Grillabends in etwa den gleichen CO2-Ausstoß wie eine 35 Kilometer lange Autofahrt.
Große Mengen der Holzkohle stammen aus Südamerika oder Afrika - dort vor Allem aus Tropenholz. Wer ein Produkt aus nachaltiger Forstwirtschaft möchte, sollte nach Grillkohle aus heimischer Buche oder PEFC-zertifizierten Produkten schauen: Rund 70 Prozent der deutschen Wälder sind entsprechend zertifiziert. So steigt zumindest die Wahrscheinlichkeit, dass die Kohle einer Produktion unter hohen Bewirtschaftungsstandards entstammt. Kohle aus heimischem Laubholz ist zudem besonders fest, brennt lang und erzeugt viel Wärme.