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Plastiktüten

Die Einkaufshelferin mit der Schattenseite

In jeder Minute werden an den Kassen Deutschlands 10.000 Plastiktüten verkauft, 5,3 Milliarden Tüten im Jahr. Ein nicht unerheblicher Teil davon findet sich vermutlich unmittelbar nach dem Auspacken im heimischen Mülleimer wieder.
Im Ergebnis entsteht für die jährlich in Deponien oder Verbrennungsanlagen zu entsorgenden Plastiktüten ein riesiger Rohstoff- und Energiebedarf, der europaweit der Stromproduktion von 1,6 Atomkraftwerken entspricht.


 (© DUH)
(© DUH)

Viele Alternativen, wenige Verbesserungen

Die klassische Plastiktüte auf Erdölbasis ist längst nicht mehr alternativlos. Biologisch abbaubare Einweg-Plastiktüten oder Einweg-Papiertüten stehen den Kundinnen und Kunden ebenfalls zur Auswahl.
Hinter Ersteren, da hauptsächlich aus brasilianischem Zuckerrohr hergestellt, steht eine intensive Landwirtschaft und hoher Aufwand bei Transport und Herstellung. Zweitere, häufig aus reißfesten (aber chemisch behandelten) Zellstofffasern, sind schwerer und somit transportkostenintensiver.
Selbst die umweltfreundlich scheinenden Recyclingtüten sind erst nach drei bis viermaliger Wiederverwertung ökologisch sinnvoll. In Europa, wo nicht einmal jede zehnte Tüte recycelt wird, gehen die Rohstoffe bei neun von zehn Plastiktüten verloren.

Die beste Tüte…

… ist also die, die gar nicht erst gekauft wird. Durch die Verwendung von Mehrwegtragetaschen, am besten aus recyceltem Kunststoff, wird der Bedarf an neuen Tüten erheblich reduziert, die Umwelt entlastet und Ressourcen gespart.