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Lärmaktionsplan des Eisenbahn-Bundesamtes

Durch den Eisenbahnverkehr kommt es insbesondere im südlicheren Bereich der Stadt Braunschweig zu stärkeren Lärmbelastungen. Um Lärmauswirkungen durch den Eisenbahnverkehr entgegenzuwirken, erstellt das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) unter Beteiligung der Öffentlichkeit alle fünf Jahre einen sogenannten Lärmaktionsplan für die Haupteisenbahnstrecken des Bundes. Weitere Informationen: www.laermaktionsplanung-schiene.de

Seit Juli 2018 liegt nun die vollständige, gemeinsam mit der Öffentlichkeit erstellte Bestandsaufnahme zur Lärmbelastung an Haupteisenbahnstrecken vor. Der Plan informiert, welche Ziele bei der Lärmreduzierung bereits erreicht wurden, wo es noch laut ist und was dagegen getan wird.

Bürgerinnen und Bürger konnten in einer ersten Phase angeben, wo sie sich durch Bahnlärm gestört fühlen. Etwa 38.000 Bürgerinnen und Bürger nahmen die Möglichkeit wahr. Das sind mehr als doppelt so viele Beteiligungen wie noch beim Pilot-Lärmaktionsplan 2015. In der zweiten Beteiligungsphase konnten Interessierte das Verfahren des EBA bei der Lärmaktionsplanung bewerten. Bei der Bewertung des Verfahrens gaben knapp 40% der über 5.000 Antwortenden an, dass sie dem Lärmaktionsplan Informationen über die Lärmsituation an ihrem Wohnort entnehmen konnten. Zusammen ergeben die beiden Teile den vollständigen Lärmaktionsplan 2017/2018. Er kann unter www.eba.bund.de/lap heruntergeladen werden. Auf Wunsch verschickt das EBA auch eine gedruckte Version.

Hintergründe zur Lärmaktionsplanung:

Lärm kann unterschiedliche Ursachen und Quellen haben, zum Beispiel Straßenverkehrslärm, Schienenverkehrslärm oder Flugverkehrslärm. In Deutschland kümmern sich je nach Verkehrsträger verschiedene Behörden um die entsprechenden Lärmaktionsplanungen. Auf Grundlage des Bundes-Immissionsschutzgesetzes ist das EBA seit 2015 für die Aufstellung eines bundesweiten Lärmaktionsplanes für die Haupteisenbahnstrecken zuständig. Eine Haupteisenbahnstrecke ist ein Gleisabschnitt mit mindestens 30.000 Zugfahrten pro Jahr. Auch bei Lärmaktionsplänen für Ballungsräume wirkt das EBA mit.

Der nächste Lärmaktionsplan ist für das Jahr 2023 vorgesehen. In diesem Rahmen wird es voraussichtlich ab 2022 erneut eine Öffentlichkeitsbeteiligung geben.