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Behausung

Winterbaue

Winterbau (© siehe Impressum)
Winterbau
(© siehe Impressum)

In den bis zu 2 m tiefen Winterbauen sammeln die Feldhamster die Vorräte, die sie für die Überwinterung benötigen. Dafür tragen sie im Spätsommer und Herbst Getreide, Lupinen, Kartoffeln, Rübenstückchen u. a. von der Menge her meist wenige Kilogramm ein. Das der Wintervorrat häufig fast ausschließlich aus Getreide besteht, liegt wohl an dem einseitigen Nahrungsangebot der ausgeräumten Kulturlandschaft. Jungtiere und Weibchen haben durch das Brutgeschäft weniger Zeit für die Vorratssammlung und tragen noch geringere Mengen ein.

Bereits ab September ziehen sich die ersten Feldhamster zum Winterschlaf in die mit Pflanzenmaterial gepolsterten Nestkammern ihrer Baue zurück. Alle zwei bis drei Tage wird der Winterschlaf von Wachphasen unterbrochen, in denen die eingetragenen Vorräte verzehrt werden. Der Winterschlaf dauert bis März oder April, denn seine Länge ist temperaturabhängig.

Die Baueingänge von Feldhamstern sind leicht zu erkennen. Im Frühjahr bestehen die geöffneten Winterbaue lediglich aus einer Fallröhre mit einem Durchmesser von 5 bis 12 cm. Diese Baue können bis in eine Tiefe von 2 m reichen.

Da Feldhamster Einzelgänger sind, kann man im Frühjahr aufgrund der Anzahl der Baueingänge gut abschätzen, wie viele Feldhamster sich auf einem Feld befinden. Durch die geringe Vegetationshöhe im Frühjahr sind die Nager jedoch auch leichte Beute von Fressfeinden, wie Greifvögeln, Füchsen und Wieseln.

Sommerbaue

Sommerbau (© siehe Impressum)
Sommerbau
(© siehe Impressum)

Nachdem die Feldhamster ihre Winterbaue geöffnet haben, legen sie sich im Laufe des Sommers ihre Sommerbaue an. Dafür wird entweder ein Winterbau zu einem Sommerbau "ausgebaut" oder der Feldhamster errichtet sich an anderer Stelle einen neuen Bau.

Im Sommer leben Feldhamster nicht so weit unter der Erdoberfläche. Die Sommerbaue erreichen Tiefen von ungefähr 30 cm bis 50 cm. Ein weiterer Unterschied zwischen Winter- und Sommerbauen ist die Anzahl und Art der Eingänge. Die Baue im Sommer haben schräg verlaufende Eingänge, neben denen ausgeworfener Boden liegt.

Daneben gibt es noch Fallröhren, die den Tieren jederzeit die Flucht in den Bau ermöglichen, falls Gefahr droht. Männchen benutzen im Sommer häufig mehrere Baue zur selben Zeit. Weibchen verweilen in der Regel solange in einem Bau, bis ihre Jungen "flügge" geworden sind. Danach legen sie sich an anderer Stelle einen neuen Bau an.