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Rechtliche Situation

© siehe ImpressumFeldhamster

Der Feldhamster Cricetus cricetus zählt gemäß § 10 Abs. 2 Ziff. 11b Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) in Verbindung mit der Einstufung in Anhang IV der Richtlinie 92/43/EWG (FFH-Richtlinie) zu den streng geschützten Tierarten. Eine zentrale Bestimmung der FFH-Richtlinie 92/43/EWG besagt, dass jeder Mitgliedstaat Gebiete benennen, erhalten und ggf. entwickeln muss, die für gefährdete Lebensräume und Arten wichtig sind.

Er ist in seinem Bestand in Niedersachsen und Deutschland stark bedroht. Als wesentliche Ursachen der Bestandsrückgänge werden die zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft, die Ausräumung der Agrarlandschaft sowie in der Zersiedlung und Zerschneidung der Landschaft gesehen.

Diese Tiere zu töten oder zu fangen, zu verletzen oder ihnen nachzustellen bzw. sie an ihren Nist-, Brut-, Wohn- oder Zufluchtsstätten durch Aufsuchen, Fotografieren, Filmen oder ähnliche Handlungen zu stören ist gemäß § 42 Abs. 1 BNatSchG verboten. In Einzelfällen können gemäß § 43 Abs. 8 BNatSchG Ausnahmegenehmigungen bzw. gemäß § 62 BNatSchG Befreiungen von den Verboten des § 42 Abs. 1 erteilt werden. Hierfür ist die Naturschutzbehörde, Abteilung Umweltschutz der Stadt Braunschweig zuständig.

Ausnahmen nach § 43 Abs. 8 BNatSchG und Befreiungen nach § 62 BNatSchG sind aber nur möglich, wenn die Vorgaben des Art. 16 Abs. 1 der Richtlinie 92/43/EWG (FFH-Richtlinie) der Erteilung nicht entgegenstehen, also nur dann, wenn die "Populationen der betroffenen Art (des Feldhamsters) in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet trotz der Ausnahmeregelung ohne Beeinträchtigung in einem günstigen Erhaltungszustand verweilen".

Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass bei einem Verstoß gegen die genannten naturschutzrechtlichen Gesetze ein Strafbestand vorliegt.