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Stadt: Ergebnisse

© F. Leo/ T. PröhlMausohr Wochenstube

Östliches Ringgebiet

Im Untersuchungsgebiet „östliches Ringgebiet“ gelangen insgesamt 142 identifizierbare Fledermauskontakte. Hinzu kamen 29 weitere Kontakte, bei denen keine eindeutige Eingrenzung auf Gattungs- bzw. Artniveau erfolgen konnte. Bei den eindeutig identifizierbaren Exemplaren konnten mindestens sieben unterschiedliche Arten festgestellt werden. Möglicherweise liegt die Anzahl der nachgewiesenen Arten noch höher. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst.


Fledermausarten Kontakte
deutsche Bezeichnung wissenschaftlicher Name
Großes Mausohr Myotis myotis 5
Bartfledermaus Myotis mystacinus/M. brandtii 3
Myotis-Art Myotis spec. 1
Breitflügelfledermaus Eptesicus serotinus 38
Zwergfledermaus Pipistrellus pipistrellus 67
Großer Abendsegler Nyctalus noctula 23
Kleiner Abendsegler Nyctalus leisleri 5
unbestimmte Art (29)
Kontakte insgesamt 142

Im östlichen Ringgebiet dominiert die Zwergfledermaus mit 47 % der Beobachtungen gefolgt von der Breitflügelfledermaus mit 27 %. Die beiden Arten stellen fast drei Viertel der mit Detektoren festgestellten Fledermäuse.

Auch aus der Bevölkerung erfolgten mehrere Meldungen, denen nachgegangen wurde. Die Befragung von Passanten führte zu 17 Hinweisen auf Fledermäuse. Dabei handelte es sich größtenteils um Beobachtungen jagender Tiere. In zwei Fällen wurden Quartiere gemeldet, in einem Fall regelmäßige Einflüge von Zwergfledermäusen im Herbst. Durch weitere Meldungen konnte der Erstnachweis einer Wochenstube des Großen Mausohrs erfolgen. In dieser Wochenstube wurden noch etwa 40 Jungtiere vorgefunden.

© F. Leo/ T. PröhlGroßer Abendsegler

Inselwall

Insgesamt konnten im Untersuchungsgebiet Inselwall 88 identifizierte Fledermauskontakte vermerkt werden. Hinzu kamen 18 Kontakte, bei denen keine genaue Eingrenzung auf Gattungs- bzw. Artniveau vorgenommen werden konnte. Insgesamt wurden mindestens sieben verschiedene Fledermausarten nachgewiesen. Jedoch ist auch im Untersuchungsgebiet Inselwall nicht auszuschließen, dass die Zahl der im Gebiet auftretenden Arten höher liegt. Die Tabelle verdeutlicht die Ergebnisse der nachgewiesenen Fledermausarten.


Fledermausarten Kontakte
deutsche Bezeichnung wissenschaftlicher Name
Wasserfledermaus Myotis daubentonii 15
Bartfledermaus Myotis mystacinus/M. brandtii 5
Myotis-Art Myotis spec. 1
Zwergfledermaus Pipistrellus pipistrellus 21
Breitflügelfledermaus Eptesicus serotinus 21
Großer Abendsegler Nyctalus noctula 12
Langohr Plecotus auritus/P. austriacus 1
unbestimmte Art (18)
Kontakte insgesamt 88

Auch in diesem Bereich dominiert die Zwergfledermaus mit 36 % der gesamten Beobachtungen. Die Breitflügelmaus ist mit 24 % vertreten. Gegenüber dem östlichen Ringgebiet ist die Dominanz dieser zwei Arten mit insgesamt 60 % der Nachweise weniger stark ausgeprägt.

Auffällig ist die sehr geringe Zahl der in diesem Bereich nachgewiesenen Quartiere. Die Befragung verschiedener Anwohner des Inselwalls ergab vier Meldungen von regelmäßig im Garten jagenden Fledermäusen, bei denen es sich nach der Größenbeschreibung um die Zwergfledermaus oder die Bartfledermaus gehandelt haben könnte. Bei einem Hinweis bestand Quartierverdacht.

© Dr. B. Hoppe-DominikGroßraumkasten für Fledermäuse

Theater-/Museumspark

Die Ergebnisse der Kontrollen der erst 2004 angebrachten Fledermauskästen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst. Insgesamt wurde in neun der 40 Kästen eine Nutzung durch Fledermäuse nachgewiesen. Die Nachweise gelangen sowohl durch den Fund lebender Individuen als auch durch das Auffinden von Kot in den Kästen. Die Fledermäuse wurden anhand von Fotos bestimmt. Es handelte sich um Wasserfledermäuse in den okernahen Kästen sowie um mehrere Bartfledermäuse.


Standort Kontrolle Juni 2005 Kontrolle September 2005
Theaterpark 3 Kästen mit Fledermauskot 4 Kästen mit Fledermauskot
Museumspark 2 Kästen mit Fledermauskot Wasserfledermaus: 4 Individuen
Bartfledermaus: 4 Individuen
unbestimmte Fledermausart: 1 Individuum