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Ergebnisse der Untersuchungen hygrophiler Heuschrecken in Braunschweig

Die Tabelle gibt einen Überblick über die festgestellten Heuschreckenarten auf den verschiedenen Flächen bzw. deren Rändern des Untersuchungsgebietes. Insgesamt konnten 14 unterschiedliche Heuschreckenarten festgestellt werden. Dabei kamen 13 Arten auf den Untersuchungsflächen oder an deren Rändern vor. Drei Exemplare des xerophilen (= trockenheitliebenden) Verkannten Grashüpfers wurden außerhalb des Untersuchungsgebietes in Wenden festgestellt. Auch die niedersachsenweit stark gefährdeten Arten Wiesengrashüpfer, Sumpfgrashüpfer und Sumpfschrecke konnten festgestellt werden, sowie die im Hügelland gefährdeten Arten Verkannter Grashüpfer, Große Goldschrecke und Kurzflüglige Schwertschrecke konnten im Stadtgebiet von Braunschweig identifiziert werden.

Die Tabelle zeigt zusätzlich den Schutzstatus innerhalb der Roten Liste und das bevorzugte Mikroklima der kartierten Heuschreckenarten an.

Art Rote Liste
Nds. 2005
Feuchte-
bereich
deutscher Name wissenschaftlicher Name Nds. öT wT H tr fr fe
Weißrandiger Grashüpfer Chorthippus albomarginatus - . + x x
Nachtigallgrashüpfer Chorthippus biguttulus - +
Wiesengrashüpfer Chorthippus dorsatus 3 3 2 2 + + +
Verkannter Grashüpfer Chorthippus mollis V - V 3 x
Sumpfgrashüpfer Chorthippus montanus 3 3 3 2 x
Gemeiner Grashüpfer Chorthippus parallelus - + x +
Große Goldschrecke Chrysochraon dispar - 3 + + x
Kurzflüglige Schwertschrecke Conocephalus dorsalis - 3 + x
Langflüglige Schwertschrecke Conocephalus fuscus + + +
Roesels Beißschrecke Metrioptera roeselii - + + +
Gemeine Strauchschrecke Pholidoptera griseoaptera - + + +
Sumpfschrecke Stethophyma grossum 3 3 3 2 x
Zwitscher-Heupferd Tettigonia cantans - + + +
Grünes Heupferd Tettigonia viridissima - x + +
Nds.: Niedersachsen, öT: östliches Tiefland, wT: westliches Tiefland, H: Hügel- und Bergland; tr: trocken, fr: frisch, fe: feucht; +: kommt vor, x: bevorzugt

Die Sumpfschrecke kommt auf knapp der Hälfte aller untersuchten Flächen vor. Dagegen ist der Sumpfgrashüpfer deutlich weniger verbreitet. Er wurde nur im Bereich Hondelage auf fünf Untersuchungsflächen kartiert. Interessanterweise kamen in Hondelage auf zwei Flächen die beiden Arten Sumpfschrecke und Sumpfgrashüpfer gemeinsam in hohen Dichten vor und es wurden hier insgesamt neun Heuschreckenarten festgestellt. Drei dieser festgestellten Arten zählen zu den gefährdeten bzw. stark gefährdeten Arten.

Der Wiesengrashüpfer wurde nur auf elf der 42 Flächen kartiert. In neun Fällen kam diese Art zusammen mit der Sumpfschrecke vor. Auch die Große Goldschrecke wurde relativ häufig festgestellt und kam auf 24 der 42 Flächen vor. Dagegen war die Kurzflüglige Schwertschrecke weniger häufig und wurde auf 17 Untersuchungsflächen kartiert.