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Hygrophile Heuschrecken

Feuchtwiese (© Stefanie Wilke 2013)
Feuchtwiese
(© Stefanie Wilke 2013)

Heuschrecken zählen zu den Insektenordnungen Caelifera (Kurzfühlerschrecken) bzw. Ensifera (Langfühlerschrecken) und sind typische Vertreter grasreicher und offener Landschaften. Einige Arten bevorzugen Lebensräume mit einer hohen Boden- und Luftfeuchtigkeit und reagieren empfindlich gegenüber Schwankungen der Umweltfaktoren. Diese Heuschrecken bezeichnet man auch als hygrophile (= feuchtigkeitsliebende) Heuschrecken.

Feuchtwiese (© Stefanie Wilke 2013)
Feuchtwiese
(© Stefanie Wilke 2013)

Hygrophile Heuschreckenarten lassen sich als Indikatoren zur Ermittlung mikroklimatischer Verhältnisse bzw. der Vegetationsausprägung auf feuchten bis nassen Standorten verwenden. Der gute Kenntnisstand der Lebensraumansprüche verschiedener Heuschreckenarten und die leichte Erfassbarkeit dieser überschaubaren Tierartengruppe machen die Heuschrecken zu einem wichtigen Element bei der Bewertung von Offenlandbiotopen.

Durch intensivere landwirtschaftliche Nutzung von Flächen, den Einsatz von Düngemitteln und Insektiziden, die Zerstörung von Habitaten durch Bau- und Flurbereinigungsmaßnahmen sowie die Trockenlegung von Lebensräumen sind hygrophile Heuschrecken zunehmend gefährdet. Mit Hilfe einer Untersuchung im Jahr 2005 gelang es, einen Überblick über die Heuschreckenvorkommen auf den Feuchtwiesen in unterschiedlichen Bereichen des Stadtgebietes von Braunschweig zu erhalten. Dabei wurden eine Reihe gefährdeter hygrophiler Heuschreckenarten nachgewiesen und Maßnahmen zur Pflege und Entwicklung der Lebensräume dieser Arten vorgeschlagen.

Die folgenden Seiten geben einen Überblick über das Untersuchungsgebiet, die verwendeten Untersuchungsmethoden, die erhaltenen Ergebnisse der Studie, Details zu verschiedenen hier vorkommenden Heuschreckenarten und eine Reihe von Vorschlägen für Maßnahmen zum Schutz von Heuschrecken.