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Empfehlungen & Ausblick

© Michael PapendieckAnlage eines neuen Ersatzlaichgewässers

Die gewonnenen Erkenntnisse der Langzeituntersuchung tragen maßgeblich dazu bei, einen dauerhaften Schutz und damit das Überleben der Knoblauchkröten zu verbessern.

  • Aufgrund der Ergebnisse und Empfehlungen dieser langfristigen Untersuchungen konnte im Zuge von Kompensationsmaßnahmen eine Ackerfläche auf der Nordseite der Hordorfer Straße erworben werden. Um den Amphibien einen Ganzjahreslebensraum ohne Durchtrennung mit einer Verkehrsstraße zu bieten, wurde hier im November 2002 in ca. 500 Meter Entfernung zum ursprünglichen Laichhabitat ein Ersatzlaichgewässer angelegt. Es wartet nun auf seine Besiedlung durch die Zielart Knoblauchkröte, aber auch durch alle anderen Vertreter der Amphibienfauna sowie der Flora. Ergänzende genetische Untersuchungen sollen weiterhin Auskunft über die Phase der Besiedlung, über Zusammensetzung der Population sowie über evolutionäre Prozesse bei Amphibien Auskunft geben. 
  • Aufgrund des Populationsrückgangs der Knoblauchkröten wird empfohlen den Schapenteich zu entschlammen. 
  • Die angrenzenden Flächen sollten dauerhaft als Ackerland ohne Biozideinsatz mit einem Pufferstreifen um den Teich bewirtschaftet werden.
  • Zur Vernetzung der Landlebensräume sollte ein Amphibiendurchlass unter der Hordorfer Straße angelegt werden, damit ein vom Straßenverkehr ungefährdeter Austausch der Knoblauchkrötenpopulationen erfolgen kann.
  • Die Langzeitstudie sollte weiter durchgeführt werden, weil nur so wichtige Erkenntnisse über den Rückgang geschützter Amphibienarten in der Kulturlandschaft zu erhalten sind. 
  • Um die spannende Arbeit weiterhin durchführen zu können, werden naturschutzinteressierte Helfer benötigt. Sie können nach Anleitung die wissenschaftlichen Arbeiten maßgeblich unterstützen und helfen, die Kenntnisse zum Überleben der Amphibien zu erweitern.