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Empfehlungen zum Siebenschläfer

© Dr. Bernd Hoppe-DominikLebensraum naturnaher Wald

Der Siebenschläfer ist in seinem Vorkommen auf altholzreiche Eichen-, Buchen-, oder Eichen-Buchen-Mischwälder angewiesen. Der Querumer Forst stellt mit seinen ausgedehnten Eichen-Hainbuchen-Mischbeständen einen optimalen Lebensraum dar und dürfte in weiten Teilen besiedelt sein. Maßnahmen zum Erhalt des Siebenschläfers in diesem Gebiet erstrecken sich vor allem auf die Förderung der extensiven Waldbewirtschaftung und Pflege in diesem Bereich. Dabei wird Wert auf höhlenreiche Althölzer gelegt. Des Weiteren sollte angestrebt werden, dass reine Nadelwaldbestände in naturnahe Laub- oder Mischwälder umgewandelt werden, um weitere Lebensräume für den Siebenschläfer zu schaffen. Zu diesem Punkt gehört auch die entsprechende Gestaltung und Pflege der Waldrandstrukturen.

Durch das Anbringen von künstlichen Höhlen (Nistkästen) kann der Siebenschläfer in weniger höhlenreichen Beständen, die ansonsten seinem natürlichen Lebensraum entsprechen, gefördert werden. Die Siedlungsdichte der Art ist hauptsächlich von der Höhlendichte abhängig und kann mit Nistkästen auch in bereits besiedelten Gebieten auf diese Weise noch erhöht werden.

Für die Vorkommen außerhalb des Querumer Forstes gelten die gleichen Empfehlungen. Außerhalb geschlossener natürlicher Waldbestände kann sich der Siebenschläfer nur ansiedeln, wenn Höhlen vorhanden sind oder künstlich geschaffen werden. Außerdem ist es empfehlenswert, eine Verbindung von größeren Waldgebieten oder Parkanlagen über entsprechende Gehölzgürtel zu fördern und zu erhalten und so einen natürlichen Austausch der Siebenschläferpopulationen zu gewährleisten.