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Gartenschläfer (Eilomys quercinus)

© F. Leo/T. PröhlGartenschläfer

Gartenschläfer besitzen eine Kopf-Rumpf-Länge von ca. 14 cm und einen ca. 12 cm langen Schwanz mit einer Quaste am Ende. Die Fellfarbe ist auf der Oberseite grau bis rotbraun, auf der Unterseite weiß. Er trägt eine schwarze Augenmaske, die balkenförmig bis hinter die Ohren verläuft.

Im Gegensatz zum Siebenschläfer lebt der Gartenschläfer vorwiegend am Boden und im Stammbereich. Er bevorzugt aufgelockerte Waldbestände, Lichtungen und strukturreiche Waldränder mit entsprechendem Nahrungsangebot. Nachwuchs bekommt der Gartenschläfer bereits Anfang Juni. Ein Wurf umfasst meist bis zu fünf Jungtiere. Die Tiere können ein Höchstalter von bis zu sechs Jahren erreichen.

Das Hauptvorkommen des Gartenschläfers in Niedersachsen ist der Harz, wo er hauptsächlich Fichten- und Fichtenmischwälder bevorzugt. Am Harzrand besiedelt er jedoch vorwiegend Misch- und Laubwälder. Buchenwälder unterschiedlicher Altersstufen werden dabei bevorzugt. Der Gartenschläfer ist flexibler als der Siebenschläfer, da er ein breiteres Spektrum von Waldtypen und auch Jungwälder zu besiedeln vermag und nicht auf das Vorhandensein von Hohlbäumen angewiesen ist. Er kann ebenso Erdhöhlen oder Felsspalten als Tagesverstecke nutzen