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Aktuelles (Natur)

Förderung der biologischen Vielfalt in der Stadt Braunschweig

Das Gesamtprojekt wurde zu 80 % durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert, wobei vom Fachbereich Umwelt zwei Teilprojekte umgesetzt wurden.

Niststeine für Fledermäuse an der Decke eines Bunkers© Stadt Braunschweig

Schaffung von Winterquartieren für Fledermäuse

Eine der wesentlichen Gefährdungsursachen von Fledermäusen ist der Mangel an geeigneten Quartieren. Insbesondere durch die Sanierung von altem Baubestand gehen zahlreiche potentielle Quartiere verloren und werden aufgrund der heutigen Baustandards auch nicht wieder neu geschaffen.

Niststeine unterschiedlichen Typs mit verschiedenen Nischengrößen bieten Quartiere für diverse Fledermausarten© Stadt Braunschweig

Die Stadt Braunschweig wirkt dieser Quartiernot für gebäudebewohnende Fledermausarten entgegen, indem Quartierstrukturen geschaffen wurden, die möglichst vielen Fledermausarten zur Überwinterung dienen können. Geeignete Objekte stellen verschiedene Bunkeranlagen dar, die für Fledermäuse hergerichtet wurden. Darüber hinaus erfolgte der Neubau von drei Winterquartieren in verschiedenen Schutzgebieten.

Feste Leiteinrichtung an der Lindenbergallee© Stadt Braunschweig

Neubau und Instandsetzung von Leiteinrichtungen sowie Revitalisierung von Stillgewässern zum Amphibienschutz

Bei der in jedem Frühjahr stattfindenden Wanderung der Amphibien zu ihren Laichgewässern treffen die Tiere immer wieder auf zu querende Straßen. Im Stadtgebiet von Braunschweig sind 20 Amphibienwechsel bekannt, die zum Teil mit festen oder mobilen Leiteinrichtungen ausgestattet sind. Fünf dieser Wechsel wurden nun instandgesetzt, verlängert oder erstmals mit einer festen Leiteinrichtung ausgestattet. Für alle Wechsel wurden gebrauchte Leitplanken wiederverwendet, womit bereits gute Erfahrungen beim Amphibienschutz gemacht wurden und zudem besonders nachhaltig gebaut werden konnte. Auch zwei Laichgewässer wurden revitalisiert und somit der Lebensraum für die Tiere deutlich verbessert.

Das Biodiversitätskonzept „BDK“ der Stadt Braunschweig

© Stadt Braunschweig

Das Braunschweiger Biodiversitätskonzept (im Folgenden. „BDK“) schafft einen Rahmen und eine verständliche Fachgrundlage für die Verwaltung sowie für die Braunschweiger Bürger*innen zur Steigerung der Biodiversität in der Stadt Braunschweig.

Die städtischen Organisationseinheiten der Verwaltung erhalten über das BDK einen verständlichen Maßnahmenkatalog, aus dem sich mit geringem zeitlichen Aufwand mögliche naturschutzfachlich sinnvolle Maßnahmen entnehmen lassen, wie das jeweilige städtische Handeln ggf. noch biodiversitätsfördernder ausgerichtet werden kann.

Ferner gibt das BDK auch einen Überblick über bereits erfolgte sowie laufende biodiversitätsfördernde Maßnahmen, erläutert Zusammenhänge, informiert und sensibilisiert auf diesem Wege zu dem wichtigen Thema der „Biodiversität“.

Abrundend sind zudem verschiedene konkrete Möglichkeiten, Anregungen und Hilfestellungen für die Braunschweiger Bürgerschaft angeführt, um die Biodiversität in der Stadt Braunschweig im privaten Bereich zu fördern.

Ankündigung

Öffentliche Auslegung des Verordnungsentwurfes zum Naturschutzgebiet „Mascheroder und Rautheimer Holz“

Der Entwurf der Verordnung zur Sicherung des auf dem Braunschweiger Stadtgebiet liegenden Anteils des FFH-Gebietes 365 als Naturschutzgebiet „Mascheroder und Rautheimer Holz“ liegt nebst Begründung in der Zeit vom 11. November 2020 bis 14. Dezember 2020 bei der Stadt Braunschweig, Fachbereich Umwelt, Raum E25, Richard-Wagner-Straße 1, 38106 Braunschweig zu den Zeiten Montag bis Donnerstag 9:00 bis 16:00 Uhr und Freitag 9:00 bis 12:00 Uhr zur allgemeinen Einsicht aus. Der Entwurf kann darüber hinaus in dieser Zeit im Aushang des Fachbereiches Stadtplanung und Geoinformation, Langer Hof 8 – Eingangsbereich – werktags außer sonnabends, von 8:00 bis 18:00 Uhr sowie auf der Internetseite des Fachbereiches Umwelt eingesehen werden.

Kompensationsflächenkataster

© Stadt Braunschweig

Bei Vorhaben und Planungen, die zu Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft führen können, sind die nach geltendem Recht dafür notwendigen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen festzulegen, wenn der Eingriff nicht vermieden werden kann. Diese auch als Kompensationsmaßnahmen bezeichneten Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sollen zum Beispiel neue oder gleichartige Lebensräume für Tiere und Pflanzen schaffen und werden bei der Stadt Braunschweig in einem Kompensationsflächenkataster (KoKa) erfasst.

In der interaktiven Anwendung (Geoportal) finden Sie alle im KoKa erfassten Flächen.

Zudem sind einige Flächen farblich gesondert (hellrot) in der Übersichtskarte dargestellt. Für diese Flächen sind die wesentlichen sachbezogenen Daten abrufbar. Die Ergänzung der Datensätze erfolgt sukzessive.

Entdeckertour an der Schunter

Die Schunter, ein unbekanntes Wesen, fließt mitten durch die Stadt.
Wie sah sie früher aus, wie heute und was ist geplant? Diese Broschüre führt Sie zu (un-)bekannten Orten.

Hirschkäfer-Erfassung

Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hat eine Kampagne gestartet, um die Kenntnisse zur Verbreitung des Hirschkäfers landesweit zu aktualisieren und verbessern. Dabei ist er auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen. Er bittet daher um die Meldung aktueller Funde von Hirschkäfern.

Weitere Informationen zum Hirschkäfer und der Kampagne des NLWKN finden Sie hier:

Biotopverbundkonzept

Ein Biotopverbund dient dazu, überlebensfähige Populationen zu erhalten, Barrieren für die Ausbreitung von Tier- und Pflanzenarten abzubauen und ausreichend große und zusammenhängende Lebensräume zu entwickeln.

Hier finden Sie Informationen über das Biotopverbundkonzept der Stadt Braunschweig: