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Nitratbelastung des Grundwassers

Nitrat gelangt vor allem durch eine landwirtschaftliche Bodennutzung und insbesondere die damit verbundenen Stickstoffüberschüsse aus Wirtschaftsdünger und Mineraldünger ins Grundwasser. Regionen mit Intensivtierhaltung und Ackerbau in Kombination mit sehr leicht durchlässigen Böden sind hiervon besonders stark betroffen.

Die Qualitätsnorm für das Grundwasser in Bezug auf den Nitratgehalt beträgt nach den Vorgaben der EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) 50 Milligramm pro Liter (mg/l). Bei steigenden Trends muss ab einer Nitratkonzentration von 37,5 mg/l über entsprechende Maßnahmen eine Trendumkehr eingeleitet werden. Die Trinkwasserverordnung legt als Grenzwert für Nitrat im Trinkwasser ebenfalls 50 mg/l fest.

Situation in Braunschweig:

Um die Nitratbelastung im Braunschweiger Grundwasser einschätzen zu können, hat die Stadt Braunschweig im Jahr 2016 insgesamt 30 Grundwassermessstellen untersucht. Dabei wurden jeweils 10 Messstellen auf Ackerstandorten, auf Grünflächen und in Siedlungsbereichen beprobt und analysiert. Die Standorte dieser Messstellen sowie der Landesmessstellen finden Sie hierPDF-Datei12,35 MB. Diese Karte stellt sowohl die Landesmessstellen als auch die durch die Stadt untersuchten Grundwassermessstellen dar. Messstellen an denen der Nitrat-Grenzwert von 50 mg/l überschritten wird, sind durch einen roten Blitz hervorgehoben. Die zugehörigen Analyseergebnisse können Sie hierPDF-Datei14,70 kB einsehen.

Inwieweit die zwischenzeitlich verschärften Regelungen des Düngemittelrechts zu einer Reduzierung der Nitratgehalte führen, kann durch nachfolgende Beprobungen überprüft werden. Sehr schnelle Änderungen sind aber nicht zu erwarten.

Die Trinkwassergewinnung des Wasserwerks Bienroder Weg ist nicht von der Nitratproblematik betroffen.

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