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Oker: Schlammablagerungen

Sachstand Oktober 2016

In der Oker lagert sich immer wieder Schlamm ab. Dies ist ein Thema, das nicht nur die direkten Anliegerinnen und Anlieger betrifft, sondern auch für die Einschätzung des Hochwasserrisikos von Bedeutung ist.

Gemeinsam mit einer Firma aus Innsbruck hat die Stadt Laserscanflüge an der Oker durchgeführt.

Bei dem Laserscanverfahren werden Flussläufe und ihre Vorlandbereiche flächig und in hoher Bildqualität aufgenommen. Das System basiert auf einem eigens dafür entwickelten grünen Laserstrahl, der Wasser durchdringen kann. Dieser Laser ermöglicht das Vermessen, je nach Trübung des Wassers, bis zu einer Tiefe von mehreren Metern. Mit einer Genauigkeit von 5 bis 10 cm werden aus den gesammelten Daten digitale Geländemodelle erstellt.

Die Trübung der Oker führte dazu, dass nicht alle Bereiche mit dem Laserscan erfasst werden konnten. Die fehlenden Daten wurden anschließend im Rahmen einer Befahrung der Oker mit einem Boot unter Verwendung eines Fächerecholots ermittelt.

Das Fächerecholot basiert in Grundzügen auf der Verwendung eines Echolots. Mit einem Echolot werden mittels akustischer Signale räumliche Strukturen aufgenommen. Ähnlich wie bei Fledermäusen, die sich mittels Schallwellen orientieren können, prallen die gesendeten Wellen an Gegenständen – z. B. Steinen im Gewässer – ab und hinterlassen ein spezielles Profil. Bei dem Fächerecholotverfahren werden pro Messung mehrere Tiefenwerte ermittelt, so dass gleich ein großer Streifen der Gewässersohle vermessen werden kann.

Sowohl bei dem Laserscanverfahren als auch bei dem Fächerecholot werden die Daten mit GPS-Koordinaten versehen, um eine Auswertung zu ermöglichen.

Gegenwärtig werden die aus den beiden Messverfahren gesammelten Daten ausgewertet. Anschließend werden die Ergebnisse in einem Bericht zusammengefügt und bewertet.

Fundierte Aussagen über die Auswirkungen des Okerschlamms auf ein Hochwasserereignis können daher aktuell noch nicht getroffen werden