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Mehr Wege mit Mehrweg 2014

Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht. Unter diesem Gedanken stand der Ansatz der Europäischen Woche zur Abfallvermeidung vom 22. bis zum 30. November 2014.

Doch das ist in unserem schnelllebigen Alltag zunehmend schwierig. Denn Abfall entsteht für viele bereits morgens, wenn wir handlich verpackte Portionspackungen mit zur Arbeit nehmen, und reicht bis zum Wocheneinkauf, der in zahlreichen Haushalten in Plastiktüten nach Hause transportiert wird.

Im Jahr 2014 beschäftigte sich die städtische Abfallwirtschaft weiter mit dem Thema Abfallvermeidung. Im Fokus stand die vielfach diskutierte Plastiktüte.

Plastiktüten begleiten uns im Alltag als praktische Helfer; sind aber mit negativen Folgen für die Umwelt verbunden. Denn besonders die zur Verpackung von Obst und Gemüse verwendeten kleinen, dünnen Tüten sind nicht für einen mehrmaligen Gebrauch geeignet. Im günstigsten Fall landen sie nach einmaliger Nutzung in der Wertstoffsammmlung. In vielen Fällen ist ihre Endstation aber irgendwo in der Umwelt. Jede Stunde werden allein in Deutschland rd. eine Million Einwegplastiktüten benutzt. So schnell Plastiktüten auch verbraucht werden, so lange brauchen sie, um abgebaut zu werden: Bis Plastiktüten zerfallen, benötigen sie, je nach Kunststoffart, zwischen 100 und 500 Jahren.

Im Rahmen der Europäischen Woche zur Abfallvermeidung tauschte die Stadt Braunschweig Plastiktüten gegen eigens für diesen Zweck gestaltete Mehrwegtragetaschen. Unter dem Motto „Mehr Wege für Mehrweg“ konnten Braunschweigerinnen und Braunschweiger im Tausch gegen 5 Plastiktüten eine dieser Taschen bekommen. Die Taschen tragen das Symbol des Schmetterlings und lehnen sich so an die Kampagne des Vorjahres "Butterfly Project" an. Sie bestehen aus einem hochwertigen Recyclingmaterial und können über einen längeren Zeitraum hinweg wiederverwendet werden.

Es ist wünschenswert, dass sich möglichst viele Braunschweiger auf Mehrweg besinnen, denn Plastiktüten stellen eine nicht zu unterschätzende Gefahr für die Natur dar. Sie verschmutzten Meere und Landschaften und gelangen leider auch in die Nahrungskette wildlebender Tiere. Jährlich sterben weltweit unzählige Tiere an den Folgen dieser unverdaulichen Kost.

Getragen wurde bzw. wird das Projekt von dem Gedanken, dass ein geändertes Verhalten einzelner bereits reicht, um dauerhaft einen nachhaltigen Effekt zu erzielen. Denn jede nicht mitgenommeine Plastiktüte hilft, die Müllmengen zu reduzieren. Und jeder kann Vorbild für andere sein und so dauerhaft etwas bewirken.