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Schlossmuseum komplettiert Wiederaufbau und erzählt aus dem Leben der Welfen im 19. und 20. Jahrhundert

Wo Kaisertochter Viktoria Luise und Welfenherzog Ernst August lebten


Braunschweig, 8. April 2011

Mit sieben, im neuen Schlossmuseum originalgetreu rekonstruierten Räumen des Welfenschlosses erhält Braunschweig eine neue touristische Attraktion. Sie ergänzen zusammen mit dem Wiederaufbau des Residenzschlosses der Welfen und der größten freistehenden Quadriga Europas das stadtbildprägende Ensemble in der Braunschweiger Innenstadt. Gemeinsam mit dem mittelalterlichen Burgplatz mit Dom und Burg Dankwarderode sowie den Museen mit den herzoglichen Sammlungen ist die ehemalige Residenzstadt der Welfen für Touristen noch attraktiver geworden.

Die Residenz der Welfenherzöge, ehemaliges politisches Zentrum des Braunschweiger Landes, ist mit der umfassenden Rekonstruktion von Fassade und Baukörper des Braunschweiger Residenzschlosses wiedererstanden. Von der Pracht vergangener Tage berichtet das nun fertig gestellte Schlossmuseum mit sieben nachgebildeten Innenräumen und originalen Ausstellungsstücken auf rund 700 Quadratmetern Ausstellungsfläche. „Das Schlossmuseum ist ein wichtiger Baustein im touristischen Angebot Braunschweigs. Erstmals kann höfisches Leben des späten 19. Jahrhunderts direkt in der Braunschweiger Innenstadt erlebt werden. Gemeinsam mit den von den Welfen gegründeten Museen, die ihre Kunst- und naturhistorischen Sammlungen beherbergen, dem Staatstheater und dem Burgplatz mit dem Dom Heinrichs des Löwen bietet es Welfengeschichte vom Mittelalter bis zur Neuzeit zum Anfassen“, meint Gerold Leppa, Geschäftsführer der Braunschweig Stadtmarketing GmbH.

Nach alten Plänen und Fotos wurden das Spiel- und Musikzimmer, das Wohn- und Arbeitszimmer, das Audienzzimmer, die Galerie, der Grüne Salon sowie der Weiße Saal nachempfunden. Auf rund 700 Quadratmetern können Besucher des Schlossmuseums zahlreiche Originale aus dem 19. Jahrhundert entdecken, darunter Gemälde oder erhaltene Möbelstücke wie den im Thronsaal aufgestellten herzoglichen Thronsessel. Mehrere öffentliche und private Sammlungen, darunter das Braunschweigische Landesmuseum, stellten Möbel und Kunstwerke bereit. Weitere Details wie rekonstruierte Vorhänge und Teppiche schaffen eine originalgetreue Atmosphäre. Innenausbau und Einrichtung des Museums kosteten rund drei Millionen Euro. Zwei Drittel davon wurden durch Stiftungen und Sponsoren aufgebracht.

In dem Schloss lebte bis 1918 Herzogin Viktoria Luise, die einzige Tochter von Kaiser Wilhelm II. Ihr Ehemann Prinz Ernst August III von Hannover, Herzog von Braunschweig, hatte im Zuge der November-Revolution abdanken müssen. Die Hochzeit des Paares 1913 war eines der letzten Großereignisse im gesellschaftlichen Leben des europäischen Hochadels vor dem Ersten Weltkrieg.

Kritische Stimmen hatten in der kontroversen Diskussion um den Wiederaufbau in Verbindung mit einem angebauten Einkaufszentrum stets pauschalierend von einem ‚Kaufschloss‘ oder einer ‚Schlossattrappe‘ gesprochen. Diese Diskussionen habe die Stadt Braunschweig veranlasst, die im Schloss bereits angesiedelten, auf rund 13.000 Quadratmetern verteilten städtischen Kulturinstitutionen mit noch mehr Kultur, Kunst und Geschichte in Form des Schlossmuseums zu bereichern, so Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann.

Das Schloss ist in wenigen Jahren zu einem Besuchermagnet für Braunschweiger und Touristen geworden. Auch Gastronomie und Hotellerie sind von einem neuen Impuls für die Destination Braunschweig und Braunschweiger Land überzeugt. Wieslaw Puzia, Vorsitzender des Arbeitsausschuss Tourismus Braunschweig, sagt: „Das Schloss hat Braunschweig und der Region touristisch schon gut getan. Dass unsere Gäste jetzt im Schlossmuseum das Leben der Herzöge nachempfinden können, macht das touristische Angebot in der Residenzstadt der Welfen rund. Besonders freuen wir uns, dass mit dem Umbau von Städtischem Museum und Herzog-Anton-Ulrich-Museum auch in den nächsten Jahren weitere Attraktionen mit modernster Ausstattung und Qualität wiedereröffnen.“

Attraktive touristische Angebote in Braunschweig und Umland

Das Schlossmuseum bietet Touristen eine hervorragende, zu Fuß erreichbare Ergänzung zu Besuchen im Herzog-Anton-Ulrich-Museum, dem Burgplatz mit Burg Dankwarderode und Dom St. Blasii oder dem Braunschweigischen Landesmuseum. Der Besuch des Schlossmuseums verbindet sich vom 12. April an ideal mit der Führung „Tausend Schritte Zeitreise“, die am Schloss beginnt und auf unterhaltsame Weise durch die Geschichte Braunschweigs führt. Für die Führung ist eine Anmeldung bis um 12 Uhr des Vortags online unter www.braunschweig.de/stadtfuehrungen oder in der Touristinfo unter 0531 470-20 40 notwendig. Die Führung kann als Einzel- und Gruppenführung gebucht werden.

 

Ideal einzubetten ist der Besuch des neuen Schlossmuseums auch in eine Reise durch das Braunschweiger Land, das mit dem Weltkulturerbe Rammelsberg in Goslar, dem Juleum in Helmstedt oder dem Schloss und der Herzog-August-Bibliothek in der Lessingstadt Wolfenbüttel viel zu bieten hat.

 

Öffnungszeiten des Schlossmuseums (ab 12. April): Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr, montags geschlossen.

 

Eintrittspreise: Erwachsene zwei Euro einschließlich Audioguide-Führung, Kinder/Jugendliche bis 15 Jahre kostenfrei.

Ansprechpartner zum Thema Schlossmuseum:

Stadt Braunschweig
Dr. Evelin Haase
Schlossplatz 1-2, 38100 Braunschweig
Tel.: (05 31) 4 70 45 11
Fax: (05 31) 4 70 45 55
E-Mail: evelin.haase@braunschweig.de
Internet: www.braunschweig.de

Ansprechpartner zum Thema Tourismus

Braunschweig Stadtmarketing GmbH
Gerold Leppa
Schild 4, 38100 Braunschweig
Tel.: (05 31) 4 70 21 04
Fax: (05 31) 4 70 44 45
E-Mail: stadtmarketing@braunschweig.de
Internet: www.braunschweig.de

 

Buchungen und Informationen zu Braunschweig:

Braunschweig Stadtmarketing GmbH
Touristinfo
Vor der Burg 1, 38100 Braunschweig
Tel.: (05 31) 4 70 20 40
Fax: (05 31) 4 70 20 44
E-Mail: touristinfo@braunschweig.de
Internet: www.braunschweig.de/touristinfo

Medien

Musik- und Spielzimmer im Schlossmuseum Braunschweig  (Stadt Braunschweig)

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Die Krone des Thronbaldachins wird aufgesetzt (Stadt Braunschweig)

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Die Stadt Braunschweig ist eine Körperschaft des Öffentlichen Rechts.
Sie wird vertreten durch den Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann.

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