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Innenstadt Braunschweig so attraktiv und gefragt wie lange nicht - Zahlen zu Leerständen irreführend

Braunschweig, 20. November 2008

Der Arbeitsausschuss Innenstadt widerspricht den in der heutigen Ausgabe der Braunschweiger Zeitung wiedergegebenen Aussagen zur Braunschweiger Innenstadt energisch. „Wir bedauern, dass hier ein falscher Eindruck zur Situation der Braunschweiger Innenstadt entsteht und Zahlen ungenau und teils falsch interpretiert werden. Das konterkariert natürlich unsere Bemühungen, die tatsächlich ja gestiegene Attraktivität Braunschweigs offensiv zu bewerben. Darüber kann ich als Vorsitzender des AAI nicht glücklich sein“ so AAI-Vorsitzender Volkmar von Carolath. In bewährter Weise stehe man regelmäßig mit den anderen Innenstadtpartnern wie der IHK, den Betriebsräten, den eigenen Mitgliedern, Maklern, Immobilieneigentümern und der Stadt im Kontakt, um auftretende Probleme rechtzeitig gemeinsam anzugehen (Zu den Randlagen siehe Punkt 3).

1) Weder in der Stadt insgesamt noch in der Innenstadt hat es eine Verdoppelung der Verkaufsflächen gegeben. Seit Entscheidung zur Errichtung der Schloss-Arkaden ist die Verkaufsfläche in der Innenstadt von rund 160.000 m² auf rund 195.000 bis 200.000 m² angestiegen.

2) Die Braunschweiger Innenstadt zeichnet sich nach wie vor durch eine große Vielfalt an Ladenflächen und Handelsformen aus und hat – entgegen dem Bundestrend – einen überdurchschnittlich hohen Anteil an inhabergeführten Läden. Dies unterscheidet Braunschweig deutlich von Städten gleicher Größenordnung und macht einen Gutteil ihrer besonderen Attraktivität aus. Bei den werblichen Aktivitäten des AAI und der Braunschweig Stadtmarketing GmbH wird dieses Pfund auch immer  herausgestellt.

3) Nach unserer Beobachtung funktioniert das Wechselspiel zwischen Angebot und Nachfrage in den Kernlagen der Braunschweiger Innenstadt. Derzeit besteht hier keine strukturelle Leerstandsproblematik, Leerstände sind in der Regel innerhalb weniger Monate gefüllt. Diese Zeit wird in der Regel größtenteils für Umbauten genutzt. Dabei ist die Konzentration des Einzelhandels auf die Haupteinkaufslagen - wie in ganz Deutschland - zu beobachten. Um strukturelle Leerstände in Innenstadtrandlagen zu verhindern und damit deren Attraktivität weiterhin zu gewährleisten, bedarf es einer besonderen Beachtung dieser Einkaufslagen am Rande der Innenstadt. In diesem Zusammenhang  haben wir die Braunschweig Stadtmarketing GmbH dabei unterstützt, Quartiersmanagementprojekte anzuschieben, da sich die strukturellen Nachteile ganzer Lagen nur gemeinsam von den Eigentümern mit der Stadt lösen lassen.

4) Die in der heutigen Ausgabe der Braunschweiger Zeitung angegebene Zahl von 84 Leerständen dramatisiert die Lage aus unserer Sicht unzulässig und erweckt im Ergebnis ein falsches Bild, da auch zahlreiche Ladenlokale berücksichtigt sind, die derzeit umgebaut werden und bereits wieder vermietet sind, so etwa in Burgpassage, Citypoint und Schloss-Arkaden. Auch Leerstände im Bereich Ritterbrunnen und Steinweg, die in Baumaßnahmen stecken, sind enthalten. All diese als Leerstände zu bezeichnen, ist unüblich, diese als Symptom für Probleme zu stilisieren, unseriös. Andere Leerstände haben ihre Ursache in problematischen Immobilienkonzepten, so etwa die benannten Leerstände in der Dompassage.

5) Natürlich findet auch in der Braunschweiger Innenstadt ein stetiger Wandel statt und natürlich schließen auch in Braunschweig Ladengeschäfte. Dies zu beklagen heißt aber den Stillstand zu fordern. Genau diesen aber hat die Innenstadt über Jahre gelitten, genauso wie die damit verbundenen immer weniger werdenden Besucher aus dem Einzugsbereich, rückläufige Umsatz- und Zentralitätskennziffern. Seit 2004 steigen diese Zahlen wieder, teils deutlich, an. Die Braunschweiger Innenstadt ist unserer Einschätzung nach attraktiver denn je, das ist übrigens auch Grund für teils steigende Mietpreise. Steigende Mietpreise, d.h. also steigendes Interesse an Flächen und zunehmende Leerstände sind ein Widerspruch in sich.

6) Die Preissteigerungen sind nach Jahren der Stagnation oder Rückgänge an attraktiven Standorten bundesweit zu verzeichnen. Der Immobilienverband Deutschland teilt in einer Pressmeldung vom 6. Oktober mit, zum zweiten Mal seit 2001 einen bundesweiten Mietpreisanstieg für 1a-Einzelhandelsflächen zu verzeichnen. Die Neuvertragsmieten für kleine und große Einzelhandelsgeschäfte in 1a-Lagen der Geschäftskerne seien im bundesweiten Durchschnitt um knapp zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

7) Geschäftsaufgaben haben viele Ursachen, etwa Generationswechsel, fehlender Kundenzuspruch, verändertes Kundenverhalten und auch mietpreisbedingte Geschäftsverlagerungen. Eine einseitige Entwicklung bei der Entstehung von Leerständen können wir nicht feststellen. Zahlreiche, inzwischen wiedervermietete Leerstände sind auch durch Standortverlagerungen oder -schließungen von Filialisten entstanden.

8) Wenn eine Wiedervermietung nicht zeitnah erfolgen kann, so wäre eine schnelle Dekoration oder Zwischennutzung hilfreich. Hier fehlt tatsächlich manches Mal die Bereitschaft oder die Möglichkeit, dies zu gewährleisten. Das könnte tatsächlich ein Ansatzpunkt sein, ebenso wie die verträglichere Gestaltung von mancher Baustelle im Innenstadtbereich, die durch Schmutz, unzählige Baufahrzeuge, die in der Fußgängerzone parken und Besucher behindern, und schlechten Informationen, was der Kunde dort erwarten kann, negativ auffallen. In diesem Punkt stimmen wir Herrn Jaeschke ausdrücklich zu. Auch eine gezielte Beratung und Begleitung der Eigentümer zur Inwertsetzung von Immobilien, um bauliche Qualitätsmangel, nicht zeitgemäße Objektgrößen / Grundrisse sowie evtl. Desinteresse oder Beratungsdefizite bei Immobilieneigentümern zu beseitigen, wäre wünschenswert.

Nähere Informationen zum Thema:


Arbeitsausschuss Innenstadt Braunschweig e.V.

Volkmar von Carolath (Vorsitzender)
Tel.: (05 31) 49 66 2
Fax: (05 31) 42 27 8
Email: info@parkundtank.de / info@aai-bs.de 
Internet: www.aai-bs.de


Ansprechpartner für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Dr. Frank Kornath, MBA
Braunschweig Stadtmarketing GmbH
Kleine Burg 14
38100 Braunschweig

Tel.: (05 31) 4 70 37 69
Fax: (05 31) 4 70 44 45
E-Mail: frank.kornath@braunschweig.de
Internet: www.braunschweig.de

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New Yorker Fassade (Braunschweig Stadtmarketing)

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