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„Denk Deine Stadt“ in die zweite Runde gestartet

Braunschweig, 11. Mai 2017 Stadt Braunschweig, Pressestelle

Von links: Thorsten Warnecke (Fachbereichsleiter Stadtplanung und Umweltschutz), Julian Petrin (urbanista) und Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer bei der Veranstaltung in der Stadthalle. (Foto: Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen)
Von links: Thorsten Warnecke (Fachbereichsleiter Stadtplanung und Umweltschutz), Julian Petrin (urbanista) und Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer bei der Veranstaltung in der Stadthalle.
(Foto: Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen)

Ein Europaviertel rund um den Europaplatz, ein klar definiertes südliches Ringgebiet zwischen Hauptbahnhof und Innenstadt oder ein barrierefreies Braunschweig – das sind nur drei der 24 Rahmenprojekte zur Fortsetzung des Bürgerdialogs „Denk Deine Stadt“. Am Mittwochabend läuteten Vertreter der Stadtverwaltung zusammen mit dem Büro urbanista in der Stadthalle die zweite Runde zur Aufstellung eines integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) ein.

„Für den Bürger mag es zuletzt den Anschein gehabt haben, dass es um das Projekt ruhig geworden ist. Aber das täuscht. Im Hintergrund haben die vielen Beteiligten intensiv daran gearbeitet“, erklärte Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer in der Stadthalle. Bereits im Herbst 2015 hatten die Bürgerinnen und Bürger der Stadt in einer groß angelegten Beteiligungsaktion insgesamt 5500 Ideen und Anregungen zur Weiterentwicklung ihrer Stadt abgegeben. Mitte vergangenen Jahres beschloss der Rat das Handlungskonzept bestehend aus fünf Leitzielen mit 26 Strategien. Zuletzt hatten sich seit Jahresbeginn zwölf Arbeitsgruppen gebildet, in denen externe Expertinnen und Experten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung insgesamt 188 Maßnahmen erarbeiteten.

 (Foto: Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen)

„Uns war wichtig, dass die Arbeitsgruppen mit externen Expertinnen und Experten besetzt sind. Das Projekt sollte nicht nur innerhalb der Verwaltung weiterköcheln“, erklärte Leuer und bedankte sich bei den Beteiligten für deren großes Engagement. Dass der Rat der Stadt das Handlungskonzept einstimmig beschlossen habe, sei wichtig gewesen, so Leuer. „Nichts wäre schlimmer als ein Stadtentwicklungskonzept, das nach veränderten Mehrheiten im Anschluss an Kommunalwahlen politisch nicht mehr tragbar ist“, erklärte der Stadtbaurat. Immerhin gehe es um einen kommunalpolitischen Kompass, der anzeigen soll, wohin sich die Stadt bis zum Jahr 2030 entwickeln möge.

Julian Petrin vom Hamburger Projektbüro urbanista erläuterte dem Kreis von Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden in der Stadthalle, dass die Fülle an Bürgervorschlägen und Fachbeiträgen in mühevoller Arbeit zu 24 Rahmenprojekten verdichtet worden sei. „Verdichten heißt zusammenführen und nicht herausstreichen“, betonte Petrin. Nachdem er und weitere Mitarbeiter seines Büros die Rahmenprojekte auf der Bühne vorgestellt hatten, konnte das Fachpublikum die Details später noch einmal auf großen Stellwänden nachvollziehen. Petrin erklärte, dass sich die aktuelle Version der Rahmenprojekte im weiteren Prozess vermutlich noch merklich verändern werde. „Ich vermute, dass ein Drittel der jetzigen Inhalte am Ende nicht mehr dabei sein werden. Auf der anderen Seite kommen vielleicht noch neue hinzu.“

 (Foto: Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen)

Die Besucher des Expertenchecks in der Stadthalle können in den kommenden Wochen mit Hilfe eines Stimmzettels Lob und Kritik an dem Entwurf äußern. Die ersten Rückmeldungen gingen noch am selben Abend ein, als die urbanista-Mitarbeiter mit den Experten an den Stationen ins Gespräch kamen. „Unsere Methodik wurde mehrfach gewürdigt. Bei den Inhalten waren die Reaktionen gemischt. Insgesamt gab es aber weniger kritisches Feedback als erwartet, dafür einige wertvolle Anregungen“, fasste Petrin zusammen. Bereits herauskristallisiert habe sich, dass dem Bereich Kultur ein noch stärkeres Gewicht beigemessen werden solle.

Mit den Bürgern werden die zurzeit 24 Rahmenprojekte in einer weiteren Phase des Projekts ab Juni bei insgesamt zehn Veranstaltungen in unterschiedlichen Stadtteilen diskutiert. Anschließend soll bis Ende des Jahres unter Einbeziehung der Expertengruppen ein finaler Entwurf ausgearbeitet werden, der im ersten Halbjahr 2018 beschlossen werden soll. Darauf aufbauend wird ein Flächennutzungsplan erstellt.

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