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Kulturprojekt 1918

Braunschweig, 15. Dezember 2017 Stadt Braunschweig, Referat Kommunikation

Kulturschaffende der Region sind bereits aufgerufen, sich mit einem Beitrag für das Kulturprojekt "Vom Herzogtum zum Freistaat – Braunschweigs Weg in die Demokratie (1916 – 1923)" zu bewerben. Nun stocken die Braunschweigische Stiftung sowie die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz die bisher geplanten städtischen Mittel in Höhe von 40.000 € um jeweils weitere 20.000 € auf. Insgesamt stehen damit 80.000 € zur Förderung entsprechender Projekte im Jahr 2018 zur Verfügung. Durch die Verdoppelung des Förderbetrags können deutlich mehr Projekte unterstützt werden. Die Kulturverwaltung der Stadt Braunschweig ruft daher erneut die freien Kulturträger der Region zur Bewerbung auf. Sie ist bis zum 9. Januar 2018 möglich.

Ziel ist es, das Gesamtprogramm des Kulturprojekts facettenreich zu gestalten und zahlreiche Kulturträger einzubeziehen. Das Projekt nimmt die Zeitspanne von 1916 bis 1923 in den Blick, eine Epoche, die geprägt ist von gravierenden Umbrüchen. Diese Veränderungen finden auch in der Kunst und Kultur ihren Widerhall: 1916 veröffentlicht Albert Einstein den Artikel "Die Grundlage der allgemeinen Relativitätstheorie", im gleichen Jahr wird Zürich die Kunstbewegung des Dadaismus gegründet, die bis heute erheblich die Kunst der Moderne prägt. 1919 wird das Drama "1913" von Carl Sternberg uraufgeführt, im gleichen Jahr entsteht das Staatliche Bauhaus in Weimar, an dem Künstler wie Paul Klee und Lyonel Feininger lehrten. Der Stummfilm "Nosferatu" von Friedrich Wilhelm Murnau wird 1922 uraufgeführt. Oskar Kokoschka, der zwischen 1919 und 1926 eine Professur an der Kunstakademie Dresden innehatte, beteiligt sich mit großem Erfolg an der 13. Biennale 1922 in Venedig.

Vor dem Hintergrund der fulminanten Entwicklungen und Umwälzungen in den Jahren zwischen 1916 und 1923 ist es das Anliegen des Gesamtprojektes, die Vielschichtigkeit durch ein breites Spektrum an kulturellen Ausdrucksformen und Projekten zu reflektieren. Hierbei soll vor allem auf die Entwicklungen im Braunschweiger Land fokussiert werden.

Neben der finanziellen Förderung der Kooperationsprojekte werden alle ausgewählten Projekte in die umfangreichen Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen zum Kulturprojekt 1918 aufgenommen, was den einzelnen Projekten eine hohe Aufmerksamkeit gewährleistet. Antragsberechtigt sind grundsätzlich alle Anbieter nicht kommerzieller Kulturangebote. Die Antragsteller sollten ihren Sitz in der Stadt oder der Region Braunschweig haben und ihre Projektskizzen einen Bezug zum Kulturprojekt 1916-1923 aufweisen.

Bewerbungen sind bis zum 9. Januar 2018 zu richten an die Stadt Braunschweig, Dezernat für Kultur und Wissenschaft, Dezernat für Kultur und Wissenschaft, Kulturinstitut, Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig. Weitere Informationen hierzu, sowie das Antragsformular als PDF-Download erhalten Interessierte unter www.braunschweig.de/1918.

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