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Die Stadt Braunschweig schafft eine Antidiskriminierungsstelle

Braunschweig, 10.07.2020 - Referat Kommunikation

Die Stadt Braunschweig schafft eine Antidiskriminierungsstelle. Deren Ziele sind die Prävention beziehungsweise Beratung und Unterstützung für Betroffene von Diskriminierung, Rassismus sowie Ausgrenzung aufgrund des Geschlechts, sexueller Orientierung oder der Glaubenszugehörigkeit. Die Planungsphase hat nun begonnen; das städtische Büro für Migrationsfragen erarbeitet aktuell gemeinsam mit der externen Koordinierungsstelle der „Partnerschaft für Demokratie“ ein Konzept zur Umsetzung.

In diesem Zusammenhang soll zunächst ein Netzwerk für Antidiskriminierung in Braunschweig gegründet werden. Dieses soll zukünftig einen stetigen Austausch zum Thema ermöglichen und auch dafür sorgen, dass die Antidiskriminierungsstelle in enger Absprache und Zusammenarbeit zwischen möglichst vielen Netzwerkpartnern entsteht. Damit dies gelingt, sucht das Initiatoren-Team aktuell nach Projektpartnern, die in ihrer täglichen Arbeit grundsätzlich mit dem Thema Diskriminierung in Berührung kommen können. Einige potenzielle Partner (Jobcenter, Arbeiterwohlfahrt, Caritas und weitere) hat die Stadt Braunschweig bereits kontaktiert, aber auch kleinere Vereine oder Institutionen können sich am Netzwerk beteiligen. Interessierte können sich an Melanie Prost vom Büro für Migrationsfragen per Telefon (0531 470-7359) oder per Mail an demokratie-lebenbraunschweigde wenden. Ein erstes Netzwerktreffen ist für den Herbst geplant. Ein genauer Termin wird noch bekannt gegeben und ist auch abhängig von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie. Grundsätzlich soll das Konzept für die Antidiskriminierungsstelle bis Sommer/Herbst 2021 erarbeitet werden.

Als eine weitere Aktivität hat im Juli der Workshop „Antidiskriminierungsberatung Grund-modul“ mit Daniel Bartel vom Antidiskriminierungsverband Deutschland (advd) stattgefunden. Dieser Workshop bot einen Einblick in die Praxis und Konzepte der Antidiskriminierungsberatung und richtet sich an alle, die Anregungen und eine Stärkung ihrer Handlungskompetenz für ihre Arbeit mit von Diskriminierung betroffenen Menschen suchen.

Hintergrund:

Der Rat hat die Einrichtung einer Antidiskriminierungsstelle in Braunschweig im April diesen Jahres beschlossen. Grundlage waren die Ergebnisse der Demokratiekonferenz Ende November 2019. Diese hatte auch ergeben, dass die Zahl der gemeldeten Diskriminierungsfälle in Deutschland steigt. In den vergangenen Wochen gingen landesweit Menschen gegen Rassismus und Diskriminierung auf die Straße, auch in Braunschweig gab es Demonstrationen.