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BSVG nimmt Neubau auf dem Busbetriebshof in Betrieb

Braunschweig, 20.07.2020 - BSVG / Stadt Braunschweig

© Foto: Philipp Ziebart/BestPixels.deJörg Reincke (BSVG Geschäftsführer) Oberbürgermeister Ulrich Markurth und Jürgen Römer (Prokurist LNVG) zerschneiden das rote Band während der Inbetriebnahme Betriebsdienstgebäude und Werkstatt am Lindenberg am 17.07.2020 in Braunschweig.

Fast auf den Tag genau zwei Jahre nach dem ersten Spatenstich hat die BSVG jetzt das neue Betriebsdienstgebäude und die neue Werkstatt auf dem Busbetriebshof in der Lindenbergallee in Betrieb genommen. „Wir freuen uns sehr, dass wir unseren Mitarbeitern jetzt moderne Arbeits- und Sozialräume zur Verfügung stellen können. Auch mit der neuen Werkstatt werden die Arbeitsabläufe deutlich optimiert“, sagt BSVG-Geschäftsführer Jörg Reincke. „Nach dem Neubau des Stadtbahnbetriebshofs wird ein deutliches Bekenntnis für die Zukunft des ÖPNV in Braunschweig ausgesendet. Der Omnibusbetriebshof wird komplett erneuert. Das Signal: Wir sehen den ÖPNV als wesentlichen Baustein der Mobilitätswende und investieren deshalb in die moderne Infrastruktur“, fügt Oberbürgermeister Ulrich Markurth hinzu.

„Seit ihrem Bau 1958 war die alte Werkstatt durchgehend in Betrieb, an 365 Tagen im Jahr. Der Neubau war deshalb nötig“, erklärt Jörg Reincke. Durch große Fenster und Glaskuppeln in der Decke können die Mitarbeiter in der Werkstatt nun das Tageslicht viel besser nutzen. Die Tore an der Tankanlage erkennen die Busse jetzt automatisch, so dass diese direkt Informationen dazu bekommt, wie viel Kraftstoff und wie viel Motoröl das Fahrzeug benötigt. „Dinge, die bisher manuell eingegeben und ausgeführt werden mussten, passieren jetzt automatisch“, so Reincke weiter. Auch die neue Waschanlage funktioniert optimiert. Der Geschäftsführer erklärt: „Wir sparen pro Bus etwa zwei Minuten bei der Vorbereitung für den nächsten Betriebstag. Bei 140 Bussen, die das pro Tag betrifft, ist das viel Zeit.“ Bisher wurde jedes Fahrzeug zweimal pro Woche gewaschen, künftig sind drei Wäschen pro Bus und Woche möglich. Mit zwei Hochständen ist die BSVG für künftige Antriebstechnologien gerüstet. „Die Batterien der Elektrobusse und der Hybridbusse befinden sich in der Regel auf dem Dach der Fahrzeuge. Die Hochstände sind also wichtig, um auf die technische Entwicklung zu reagieren.“ Die neue Werkstatt ist ein Meilenstein für die BSVG, ihr Bau war allerdings ein Kraftakt. „Der Abriss der alten und der Bau der neuen Werkstatt mussten während des Betriebs stattfinden. Hier wird jeden Tag im Jahr gearbeitet“, so Reincke.

Der Neubau des Gebäudes – die Werkstatt umfasst gut 2000 Quadratmeter und die Verwaltungs- und Sozialräume gut 1400 Quadratmeter – ist Teil der Gesamtsanierung des Busbetriebshofs. Er hat 11,5 Millionen Euro gekostet. Verantwortlich für den Entwurf und die Umsetzung war das Architekturbüro „Decker Architekten & Ingenieure“ aus Braunschweig. Nächste Schritte sind der Abriss des alten Bürogebäudes und der Fahrzeughallen sowie deren Neubau. Auf gut 10.500 Quadratmetern entstehen 85 Stellplätze für Gelenkbusse und 90 Stellplätze für Solobusse.  Das Investitionsvolumen für die Gesamterneuerung liegt bei gut 23 Millionen Euro. 11,4 Millionen Euro davon übernimmt das Land Niedersachsen.