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Millionenförderung des Landes für Zukunftsregion SüdOstNiedersachsen

Braunschweig, 29. September 2022 - Land Niedersachsen, Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung

Die regionale Innovationsfähigkeit stärken, den CO2-Ausstoß verringern und ein Wasser- und Flächenmanagement aufbauen: Mit diesen Zielen hat sich die Region SüdOstNiedersachsen erfolgreich für das neue Programm „Zukunftsregionen in Niedersachsen" des Niedersächsischen Europa- und Regionalministeriums beworben. Am Donnerstag überreichte Staatssekretär Matthias Wunderling-Weilbier für die kommenden sieben Jahren einen Förderbescheid über 5.460.962 Euro im Braunschweiger Rathaus an Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum. Neben der Stadt Braunschweig als Leadpartner gehören der neuen Zukunftsregion auch die Städte Wolfsburg und Salzgitter, sowie die Landkreise Gifhorn, Helmstedt, Wolfenbüttel, Goslar und Peine an, zudem auch der Regionalverband Großraum Braunschweig und die Allianz für die Region.


„Große Aufgaben brauchen kluge Ideen und starke Partner. Die Zukunftsregion Südostniedersachsen ist landesweit die größte Region. Da in dieser Konstellation aber bereits seit vielen Jahren vertrauensvoll und intensiv zusammengearbeitet wird, soll auch diese Kooperation neue Potentiale und positive Effekte für die gesamte Region bringen“, betonte Staatssekretär Wunderling-Weilbier bei der Vorstellung der Zukunftsregion.
Braunschweigs Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum bedankte sich beim Regionalministerium im Namen aller beteiligten Partner: „Über die erfolgreiche Bewerbung und Anerkennung der Region SüdOstNiedersachsen als Zukunftsregion freue ich mich sehr. Gemeinsam mit den Partnerstädten Salzgitter und Wolfsburg, den Landkreisen Gifhorn, Goslar, Helmstedt, Peine und Wolfenbüttel sowie dem Regionalverband Großraum Braunschweig und der Allianz für die Region GmbH können wir die Zukunft unserer Region nun in vielen Bereichen in verstärktem Maße gemeinsam gestalten. Wir können Synergien nutzen, um die Herausforderungen der nächsten Jahre gemeinsam zu meistern. Das ist großartig!“

Gemeinsam mit regionalen Partnern legt die Zukunftsregion SüdOstNiedersachsen ihre Arbeitsschwerpunkte auf diese Bereiche:



Arbeitsschwerpunkte der Zukunftsregion SüdOstNiedersachsen

Entwicklung einer gemeinsamen regionalen Energiestrategie
Energie spielt in der Industrieregion eine wichtige Rolle. Zahlreiche Akteure wie z. B. der WasserstoffCampus Salzgitter oder das ehemalige Kraftwerk Buschhaus beschäftigen sich bereits mit der Produktion und Nutzung von regenerativer Energie. Ein regionales Gesamtkonzept soll die Energiewende auf Mobilität, private Haushalte und regionale Wirtschaft übertragen. In diesem Zusammenhang soll auch ein Konzept erstellt werden, wie eine regionale Kreislaufwirtschaft etabliert werden kann.

Regionales Konzept für Flächen- und Wassermanagement
Der Klimawandel stellt die Region vor große Herausforderungen: Einerseits sind immer wieder Hochwasserereignisse zu bewältigen, andererseits müssen die Kommunen mit hohen Temperaturen und geringen Niederschlägen umgehen lernen. Ein Gesamtkonzept soll aufzeigen, wie Wasserressourcen zum Wohle der Natur sowie der Landwirtschaft und der menschlichen Gesundheit verwendet werden kann.

Innovations- und Transformationsmanagement für die Region
Die Zukunftsregion SüdOstNiedersachsen steht mit ihren industriellen Schwerpunkten in der Automobil- und Stahlindustrie wegen des Klimawandels und der Energiewende vor weitreichenden Transformationen. Gleichzeitig besitzt sie mit zahlreichen universitären und außeruniversitären Forschungsreinrichtungen ein hohes Innovationspotenzial. Diese Möglichkeiten und Chancen sollen für eine zukunftssichere Entwicklung der gesamten Region zusammengeführt werden.

Hintergrundinformationen

Das Programm „Zukunftsregionen in Niedersachsen" beinhaltet rund 96 Millionen Euro aus EFRE/ESF+ Mitteln für ganz Niedersachsen. Insgesamt werden 14 Zukunftsregionen etabliert. Die Zukunftsregionen konnten aus den Handlungsfeldern Regionale Innovationsfähigkeit, CO2-arme Gesellschaft und Kreislaufwirtschaft, Biologische Vielfalt und funktionierende Naturräume, Wandel der Arbeitswelt, Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe, Gesundheitsversorgung und Pflege, sowie, Kultur und Freizeit auswählen.

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