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Rat beschließt Neubepflanzung

Braunschweig, 06. November 2018 Stadt Braunschweig, Referat Kommunikation

Ahorne sollen abschnittsweise durch Linden ersetzt werden

So ungefähr würde die Jasperallee im Abschnitt zwischen Moltkestraße und Kasernenstraße einige Monate nach der Neubepflanzung voraussichtlich aussehen. (Grafik: Stadt Braunschweig / Weiterverbreitung nicht gestattet)
So ungefähr würde die Jasperallee im Abschnitt zwischen Moltkestraße und Kasernenstraße einige Monate nach der Neubepflanzung voraussichtlich aussehen.
(Grafik: Stadt Braunschweig / Weiterverbreitung nicht gestattet)

Der Rat der Stadt Braunschweig hat heute nach intensiver Debatte der abschnittweisen Neubepflanzung der Jasperallee im Abschnitt zwischen Staatstheater und Ring zugestimmt. 87 Ahorne auf dem zweireihigen Mittelstreifen der Straße, deren Zustand durch einen Gutachter weit überwiegend als "mittel" oder "schlecht" bewertet wurden, sollen in drei Etappen bis 2020 durch Neupflanzungen von 5 bis 7 Meter hohen Linden ersetzt werden. Für das Vorhaben sind 390.000 Euro in den Haushalt eingestellt worden.

Ziel ist es, das Erscheinungsbild der für die gesamte Stadt bedeutende Jasperallee in ihrer städtebaulichen Struktur so gut wie möglich mittel- und langfristig zu bewahren. Der Rat folgte der Auffassung der Verwaltung und der Gutachter, dass dies mit der von der Verwaltung vorgeschlagenen Neubepflanzung am besten gelingen kann.

In seiner Einführung betonte Erster Stadtrat Christian Geiger, zuständiger Dezernent für Grünflächen, dass in den vergangenen Jahren vom Fachbereich Stadtgrün und Sport bereits auf unterschiedliche Weise versucht worden war, mit dem zunehmend schlechten Zustand der Bäume umzugehen. Das Nachpflanzen abgängiger Bäume habe aufgrund der Bodenverhältnisse nicht gut funktioniert, die neuen Bäume hätten keine gute Vitalität entwickelt, daher sei die Grünflächenverwaltung dazu übergegangen, die Bäume so gut zu pflegen wie möglich und so lange, wie es die Verkehrssicherheit zugelassen habe. So seien allerdings Lücken entstanden, dies sei dem einzigartigen Ensemble und Alleecharakter der Jasperallee jedoch abträglich. Daher sei dies aus Sicht der Verwaltung nur die zweitbeste Strategie, und man habe eine andere, nachhaltigere Lösung vorgeschlagen.

Geiger betonte, in den vergangenen Monaten habe die Verwaltung intensiv informiert, auf zahlreiche Fragen aus der Öffentlichkeit geantwortet und zusätzliche Informationen, z. B. durch Gutachten, organisiert, und den Abwägungsprozess der Verwaltung so abgesichert. Es habe keine Vorfestlegung der Verwaltung gegeben, vielmehr sei im Spätsommer nach Vorliegen aller Informationen die Verwaltungshaltung von der Dezernentenkonferenz festgelegt worden. Die Stadtverwaltung sei offen und transparent vorgegangen. Er dankte auch denen, die durch kritisches Hinterfragen zur Klärung offener Punkte beigetragen hätten. Geiger unterstrich die Bedeutung des Themas für die Stadtverwaltung. Trotz schwieriger Haushaltslage würden zum Haushalt 2019 drei Millionen Euro zusätzliche Mittel für Bäume und Pflanzen von der Verwaltung vorgeschlagen.

Vielfach war in der öffentlichen Debatte gefordert worden, kranke Bäume lediglich punktuell zu ersetzen, gegebenenfalls auch verbunden mit einem punktuellen Bodenaustausch. Nach Auffassung der Gutachter und der Fachleute aus der Verwaltung fördert jedoch nur ein großflächiger Austausch des Bodens, in dem Bauschutt eingelagert ist, ein nachhaltiges Wachstum. Zudem ist die Linde eine für den städtischen Straßenraum deutlich besser geeignete und widerstandfähigere Baumart als der Ahorn.

Die Arbeiten werden voraussichtlich im 1. Quartal 2019 beginnen. Der erste Abschnitt wird voraussichtlich der Bereich zwischen Moltkestraße/Bismarckstraße und der Kasernenstraße sein. Die Bäume auf dem Abschnitt der Jasperallee außerhalb des Rings sind in einem guten Zustand und müssen daher nicht ersetzt werden.

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