EN
© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen

Ausstellung „Jedes Kind ist Zukunft“ in St. Magni eröffnet

Eine Wanderausstellung des Beirates Kinderarmut hat Oberbürgermeister Ulrich Markurth am Freitag, 4. Dezember, an ihrer ersten Station in der St.Magni-Kirche eröffnet. Sie trägt den Titel "Jedes Kind ist Zukunft! Jedes Kind braucht Zukunft! Jedem Kind Zukunft ermöglichen!"

"Wie durch ein Brennglas treten die Probleme von Kindern und Jugendlichen während der Pandemie vermehrt zutage", sagt OB Markurth. "Unsicherheiten, Ängste, ständig neue Herausforderungen und drohende Verluste von Arbeitsplätzen verändern den Alltag der Erwachsenen. Die Auswirkungen haben direkten Einfluss auf die Kinder und Jugendlichen und sie bedürfen daher unserer besonderen Aufmerksamkeit und Achtsamkeit. Der Beirat Kinderarmut richtet den Blick auf insbesondere Kinder und Jugendliche in Armutslagen in dieser Stadt - auf ihre Belange, ihre Bedarfe und ihre Rechte."

A

© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen

ls die schwächsten Glieder der Kette seien Kinder und Jugendliche immer in besonderem Maße von Familienarmut betroffen, fügt Markurth hinzu. Sie brauchten zur Entwicklung und Entfaltung ihrer Potenziale nicht nur finanzielle und materielle Sicherheit, sondern auch Strukturen und Menschen, die sie wertschätzen und unterstützen.

Die Ausstellungstafeln informieren zu den folgenden Themenschwerpunkten:

 

Das braucht jedes Kind für ein Aufwachsen in Wohlergehen.

Kinder haben Rechte!

Corona-Krisenzeit unterm Brennglas.

Braunschweig hat alle Kinder im Blick – Braunschweig handelt.

 

 

Als Beispiele für erfolgreiche Bildungsentwicklungen werden außerdem fünf ausdrucksstarke Portraitfotos des Fotografen Klaus G. Kohn gezeigt. Zu sehen sind Jugendliche, die die Botschaft vermitteln: "Ich habe meinen Berufsweg – meinen Weg gefunden!" Sie halten auf dem Foto von 2020 ihr Kinderfoto mit ihrem damaligen Berufswunsch in den Händen. "Was hat in den zwölf Jahren seit den Kinder- und Jugendfotos zum persönlichen Erfolg der Portraitierten geführt?" – zu dieser Frage wird der Betrachter geleitet. Die Kinderbilder hatte ebenfalls Klaus Kohn für Ausstellung "Kinder im Blick" von 2008 ebenfalls von aufgenommen.

 

An der Eröffnung nahmen außerdem teil: Roswitha Goydke (DKSB), Sprecherin des Beirates Kinderarmut;  Brunhilde Eilers (GEW), Beirat Kinderarmut; Friederike Harlfinger, Schirmherrin des Fonds für Kinder und Jugendliche; Rüdiger Warnke, Schirmherr, und  Henning Böger, Pfarrer an St. Magni und Dompredigerin Cornelia Götz.

 

© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen

Geplante Ausstellungsorte und –zeiten: St.Magni-Kirche (Freitag, 4.12.20 bis Sonntag, 3.1.21), Dom St. Blasii (Montag, 4.1.21 bis Sonntag, 17.1.21), BS|Energy Taubenstraße (Dienstag, 16.2.21 bis Freitag, 12.3.21); Foyer der Stadthalle (Dienstag, 16.3.21 bis Mittwoch, 31.3.21), Braunschweigische Landessparkasse Dankwardstraße (Dienstag,6.4.21 bis Mittwoch, 28.4.21) und Rotunde der Öffentlichen Versicherung, Theodor-Heuss-Straße 10 (Donnerstag, 15.6.21 bis Mittwoch, 30.6.21).

 

 

 

 

Der Braunschweiger Fonds für Kinder und Jugendliche

Der Fonds wird treuhänderisch von der Stadt Braunschweig verwaltet, ist verwaltungskostenfrei und speist sich vorwiegend aus Spenden von Bürgerinnen und Bürgern oder Unternehmen. Er wird gesteuert und kontrolliert vom Beirat des Präventionsnetzwerkes Kinderarmut.

Seit seiner Gründung 2007 wurden Spenden in Höhe von rund 2,825 Millionen Euro in den Fonds eingezahlt. Die Verwendung der Mittel hat die Förderung und Stärkung von sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen zum Ziel. Auf dem Wege der Einzelfallhilfe werden Kinder und Jugendliche in besonderen Notlagen unterstützt. Außerdem werden Projekte gefördert, etwa das Resilienzkonzept "Starke Kinder und Jugendliche in Braunschweig".

Im vergangenen Frühjahr wurde eine Einmalzahlung zur Unterstützung von Armut betroffener Familien in Corona-Zeiten auf kommunaler Ebene auf den Weg gebracht, mit rund 32.000 Euro die größte in diesem Jahr aus dem Fonds entnommene Summe. Kinder und Jugendliche, die Unterstützung aus dem Bildungs- und Teilhabepaket bekommen, erhielten einen Lebensmittel-Einkaufsgutschein im Wert von 30 € je Person. Der Schulmittelfonds war dazu aus dem Fonds für Kinder und Jugendliche aufgestockt worden. Insgesamt stehen Ausgaben von über 82.000 Euro aus dem Fonds für Kinder und Jugendliche Einnahmen durch Spenden von rund 170.000 Euro gegenüber. Aktuell (Oktober 2020) hat der Fonds ein Volumen von rund 670.000 Euro, wovon rund 350.000 Euro für Resilienzprojekte gebunden sind.

Spendenkonto: Stadt Braunschweig, Stichwort "Kinderarmut", Braunschweigische Landessparkasse, IBAN: DE 76 2505 0000 0199 9199 94, BIC: NOLADE2HXXX.