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Zur Person Dr. Gert Hoffmann

Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann (Stadt Braunschweig/Rothe)

Gert Hoffmann wurde am 1. März 1946 im kriegszerstörten Berlin-Kreuzberg geboren. Sein Abitur legte er 1967 am Arndtgymnasium ab. Seine Bundeswehrdienstzeit absolvierte er in Wesendorf (Kreis Gifhorn). Danach nahm Hoffmann das Jurastudium an der Universität Göttingen auf. Die sich anschließende Referendarzeit durchlief er ebenfalls in der Universitätsstadt, wo er nach dem Assessorexamen (1974) noch einige Zeit als wissenschaftlicher Assistent tätig war.

Mitte 1975 arbeitete er zunächst als Assessor beim Städte- und Gemeindebund in Niedersachsen und wurde schon wenige Monate später, im Mai 1976, zum Direktor der Samtgemeinde Hemmoor (Landkreis Cuxhaven) berufen. Damit übernahm Hoffmann schon in jungen Jahren Führungsverantwortung und sammelte "von der Pike auf" Erfahrung in der Kommunalpolitik.

Im Januar 1981 übernahm er das Amt des Stadtdirektors in der selbstständigen Kreisstadt Gifhorn. Unter seiner elfjährigen Verwaltungsleitung entwickelte sich Gifhorn zu einem dynamischen Mittelzentrum, das in dieser Zeit einen Einwohnerzuwachs von 33.000 auf 41.000 Einwohner erlebte. Auf seine Initiative gehen die Sanierung der Innenstadt, der Bau der Fußgängerzone, der Neubau eines Rathauses, die Entwicklung von neuen Bau- und Wohngebieten, die Gründung einer städtischen Wohnungs- und Grundstücksgesellschaft sowie die Privatisierung von Bädern und Wasserwerk zurück. Durch seine exzellenten Kontakte zur Volkswagen-AG kam es in einem neuen Gewerbegebiet zur Ansiedlung von 1.500 Beschäftigten in Betrieben der Zulieferindustrie.

Hoffmann arbeitete an Reformvorschlägen zur Kommunalverfassung mit, die später zur Änderung der Gemeindeordnung und damit zur Vereinigung des Amtes des Oberstadtstadtdirektors mit dem des Oberbürgermeisters führten. Diese Arbeiten mündeten in eine Promotion beim späteren Bundesjustizminister Professor Edzard Schmidt-Jortzig.

Im Januar 1991 wurde er zum Regierungspräsidenten in Dessau berufen. Dort wartete die Aufgabe auf ihn, in einem neuen Bundesland unter schwierigsten Bedingungen wieder eine Bezirksregierung aufzubauen und zu einer leistungsstarken Behörde zu formen. Schwerpunkte seiner Arbeit waren der Neuaufbau der Polizei und des Schulwesens sowie die Gestaltung einer neuen Kulturlandschaft.

Die Förderung der Wirtschaft hatte Hoffmanns besonderes Augenmerk. So gründete er eine Wirtschafts­förderungs­gesellschaft für den gesamten Regierungsbezirk und übernahm den Vor­sitz des Aufsichtsrates. Die Entwicklung des Industriegebietes Bitterfeld-Wolfen machte er als Aufsichtsratsvorsitzender der Industrieparkgesellschaft Bitterfeld-Wolfen GmbH zur "Chefsache". Die Ansiedlung der Bayer AG in Bitterfeld war der größte Erfolg.

Hoffmann initiierte den Umzug des Umweltbundesamtes von Berlin nach Dessau. Dass das Dessau-Wörlitzer-Gartenreich in die UNESCO Weltkulturerbeliste aufgenommen wurde, ist von ihm mit beeinflusst worden. Er ist heute noch Ehrenvorsitzender der Gesellschaft des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches.

Die Bezirksregierung Dessau erregte Aufsehen durch die schnelle Ansiedlung großer Unternehmen mit Investitionsvolumina von jeweils mehreren 100 Millionen Mark. Dies qualifizierte Hoffmann 1994 für einen Ruf in die "Unabhängige Expertenkommission der Bundesregierung zur Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren". Aus dieser Aufgabe heraus übernahm er die Vertretung der Kommission bei Anhörungen des Deutschen Bundestages und später im Koalitionsausschuss zur Änderung von Rechtsvorschriften. Nach dem Regierungswechsel in Sachsen-Anhalt wurde Hoffmann einige Monate später vom Ministerpräsidenten Reinhard Höppner in den einstweiligen Ruhestand versetzt. In der Folgezeit wurde er in national bedeutsame Gremien, wie den "Gesprächskreis Neue Bundesländer" beim Bundeswirtschaftsminister, berufen.

Als Rechtsanwalt widmete sich Hoffmann in den folgenden Jahren der Wirtschafts- und Kommunalberatung. Auch war er mitverantwortlich für die Privatisierung des Industrieparks Bitterfeld-Wolfen mit einem Fördervolumen von rund 350 Millionen D-Mark. Außerdem war er als Gutachter für Fragen der Verwaltungsreform und Privatisierung gefragt. Wegen dieser Qualifikationen wurde ihm die Kandidatur für das Amt des Oberbürgermeisters in Braunschweig angetragen.

In der Kommunalwahl 2001 setzte sich Hoffmann gegen seine Mitbewerber durch und wurde am 1. November 2001 erster direkt gewählter Oberbürgermeister der zweitgrößten Stadt Niedersachsens. Seitdem hat er zahlreiche große Vorhaben angepackt und zu einem großen Teil bereits in seiner ersten Amtszeit umgesetzt: Die Konsolidierung des städtischen Haushalts (Abbau der Schulden um 62 Prozent) durch ein rigides Sparpaket und die Privatisierung unter anderem der städtischen Versorgungs-AG und der Abwasserwirtschaft. Die Ansiedlung der ECE-Schloss-Arkaden, eine 200 Millionen Euro Investition, verbunden mit dem Wiederaufbau des Braunschweiger Residenzschlosses als Kulturzentrum. Die erfolgreiche Bewerbung zur deutschen Stadt der Wissenschaft 2007 und die Gründung einer Braunschweigischen Landessparkasse. Bei der Kommunalwahl am 10. September 2006 wurde Hoffmann mit 58 Prozent bereits im ersten Wahlgang gegen vier Gegenkandidaten als Oberbürgermeister bestätigt.

Dr. Hoffmann ist in zahlreichen Aufsichtsräten und Gremien vertreten, unter anderem ist er Aufsichtsratsvorsitzender des Energieversorgers BS ENERGY und der Wirtschaftsförderung Braunschweig Zukunft GmbH, Präsident der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Metropolregion Hannover – Braunschweig – Göttingen und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Projekt Region Braunschweig GmbH.


Seit 1973 ist Dr. Gert Hoffmann mit seiner Frau Doris, einer Realschullehrerin aus Norden, verheiratet. Sohn Carsten ist Abteilungsleiter bei der Lufthansa in Frankfurt und Tochter Silke Verwaltungsjuristin in Hamburg.

Von Jugend auf war Dr. Hoffmann sportbegeistert: Erst spielte er Fußball bei Hertha Zehlendorf, später Tennis und auch Golf. Aber er ist auch gern Zuschauer. Seine Begeisterung für Eintracht Braunschweig entdeckte er während seiner Bundeswehrzeit in Wesendorf im Meisterschaftsjahr 1967. Außerdem ist er gern zu Gast bei den Spielen des Basketball-Teams New Yorker Phantoms Braunschweig.

In der wenigen Freizeit ist Hoffmann leidenschaftlicher Leser (Lieblingsthemen: Geschichte und Philosophie) und Nordseeurlauber (Insel Juist). Theater, klassische Konzerte und Dixie-Jazz sind andere Leidenschaften des Braunschweiger Oberbürgermeisters.

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Impressum

Stadt Braunschweig
Platz der Deutschen Einheit 1
38100 Braunschweig
Telefon: +49 5 31 4 70-1
E-Mail: stadt@braunschweig.de
Umsatzsteuer-ID: DE 114878770

Die Stadt Braunschweig ist eine Körperschaft des Öffentlichen Rechts.
Sie wird vertreten durch den Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann.

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