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Das Schöffenamt

Die Strafgerichte

Schöffinnen und Schöffen werden bei Strafverfahren an den Amts- und Landgerichten eingesetzt. In Braunschweig gibt es beide Gerichte, insgesamt sind es in Niedersachsen 80 Amts- und 11 Landgerichte.

Am Amtsgericht entscheiden Berufsrichter allein, wenn die Strafe vermutlich höchstens zwei Jahre beträgt. Sind zwei bis vier Jahre zu erwarten, ist das Schöffengericht zuständig. Dieses ist meist mit einem Berufs- und zwei Laienrichtern besetzt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft kann ein zweiter Berufsrichter dazu kommen. Eine höhere Strafe als vier Jahre, sowie Unterbringung in einer psychatrischen Anstalt oder Sicherungsverwahrung darf das Amtsgericht nicht verhängen.

So ein Fall wird vor einer großen Strafkammer des Landgerichts verhandelt. Diese ist außerdem in erster Instanz für alle Verbrechen zuständig, für die mindestens ein Jahr Freiheitsstrafe vorgesehen ist. Die großen Strafkammern sind mit zwei oder drei Berufsrichtern und zwei Schöffen besetzt.

Die kleinen Strafkammern sind für Berufungsverfahren zuständig. Sie sind genau so besetzt, wie das Schöffengericht am Amtsgericht, das in der ersten Instanz entschieden hatte.

Die weiteren Instanzen sind das Oberlandesgericht und der Bundesgerichtshof.