Kohlmarkt
Bauherr:
Stadt Braunschweig
Bauzeit:
2004 bis 2005
Fläche:
3.400 Quadratmeter

Der Kohlmarkt gehört zu den wichtigsten Plätzen in der Innenstadt und liegt auf dem Weg vom Altstadtmarkt zum Bohlweg. Diese Ost-West-Verbindung bildet bis heute ein zentrales Element der Einkauf- und Erlebnisstadt Braunschweig. Durch die Errichtung eines neuen Pavillons, der heute WC-Anlagen und eine Suppenküche beherbergt, sowie durch die Natursteinpflasterung des Platzes ist der Kohlmarkt einer der belebtesten und attraktivsten Orte der Stadt. Die 2005 eingeweihte Licht- und Klanginstallation setzt die wunderschönen Fassaden der Häuser und den im 19. Jahrhundert errichteten Kohlmarktbrunnen regelmäßig wirkungsvoll in Szene gesetzt. Mit seiner vielfältigen Gastronomie, den anliegenden Geschäften sowie verschiedenen Veranstaltungsformaten ist der Kohlmarkt ein beliebter Treffpunkt in der Löwenstadt und lädt Passantinnen und Passanten zum Wohlfühlen und Genießen ein.

Bilder v.o.n.u: Stadt Braunschweig/Klaus Hornung; Braunschweig Stadtmarketing GmbH/Daniel Möller

Bankplatz und Ziegenmarkt
Bauherr:
Stadt Braunschweig
Baujahr:
2008
Fläche:
3.700 Quadratmeter

Auf dem Bankplatz gibt es die größte innerstädtische Sitzlandschaft Braunschweigs auf einer Fläche von 3.700 Quadratmetern. Bei der Umgestaltung entstanden 2008 mehrere geschwungene Sitzbänke, umrandet von acht neuen Bauminseln mit großen Beeten. Unterirdische Wertstoffbehälter ersetzen hier die herkömmlichen Container und erhöhen die Aufenthaltsqualität zusätzlich – auch zur Freude der umliegenden Gastronomie, die in der Freiluftsaison zum Verweilen und Entspannen einlädt.

Bilder v.o.n.u: Stadt Braunschweig/Gisela Rothe; Braunschweig Stadtmarketing GmbH/Marek Kruszewski

Platz der Deutschen Einheit
Bauherr:
Stadt Braunschweig
Bauzeit:
2006 bis 2011

Die in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander liegenden Plätze Burgplatz, Domplatz, Ruhfäutchenplatz und Platz der Deutschen Einheit sind zu einem neu erlebbaren Ensemble gestaltet. Durch den Verzicht auf die Parkplätze konnte die Stadt auf dem Platz der Deutschen Einheit ein Wasserspiel, welches an den ehemaligen Flusslauf der Oker erinnert, sowie zusätzliche Sitzgelegenheiten installieren. Mit der einhergehenden Umgestaltung des Langen Hofes zur Fußgängerzone entstand eine beliebte Wegeverbindung durch die Innenstadt. Die neuen Plätze bieten Raum für Veranstaltungen, seit 2006 hat sich auch der Weihnachtsmarkt auf den Platz der Deutschen Einheit erweitert. 2010 fand anlässlich des 20. Jahrestages der Wiedervereinigung Deutschlands ein Fragment der Berliner Mauer hier seinen Platz.

Bilder v.o.n.u: Stadt Braunschweig/Thomas Blume; Stadt Braunschweig/Daniela Nielsen

Domplatz
Bauherr:
Stadt Braunschweig
Bauzeit:
2006 bis 2008 (Fontänenfelder)
1998 bis 1999 (Ausbau Domplatz)

Erst 1957 erhielt der südlich und westlich des Braunschweiger Doms St. Blasii gelegene Platz seinen heutigen Namen. Zuvor trug er fast 100 Jahre lang den Namen Wilhelmplatz – zu Ehren von Herzog Wilhelm. Entstanden war der Platz um 1830, als der Braunschweigische Herzog Karl II. ungenutzte Nebengebäude der ehemaligen Stiftskirche abreißen und den Burgfriedhof einebnen ließ. Erhalten blieb nur eine große Linde, die der Überlieferung nach aus Zeiten Heinrichs des Löwen stammende Heinrichslinde, die jedoch Ende des 19. Jahrhunderts einging. Auch heute dominiert eine Linde den Platz – die neue Heinrichslinde, die den abgestorbenen Baum ersetzte. Nicht nur zu Zeiten des Braunschweiger Weihnachtsmarktes ist der Baum ein beliebter Treffpunkt. Um diesen möglichst lange zu erhalten, bekam die Heinrichslinde 1998 einen großen unversiegelten Wurzelraum und eine neue hochwertige Sandsteinfassung. Der Domplatz gewann mit der Errichtung der Schloss-Arkaden zunehmend an Bedeutung, da über ihn der direkte Weg vom Schloss über den Kohlmarkt zum Altstadtmarkt führt. Nachdem bereits seit 2006 mit Löwen verzierte Bänke den Domplatz verschönern, kamen 2007 weitere hinzu, die größer und mit ganzen Löwenfamilien verziert sind. Wer im Sommer beim Innenstadtbesuch auf dem Domplatz eine Pause einlegt, kann dort auch einen optischen Blickfang betrachten: ein Feld mit mehreren Fontänen zaubert ein schönes Wasserspiel auf den Platz.

Bilder v.o.n.u: Stadt Braunschweig/Gisela Rothe; Braunschweig Stadtmarketing GmbH

Friedrich-Wilhelm-Platz/Weg­verbindung zur Volkswagen Halle
Bauherr:
Stadt Braunschweig und Braunschweigische Landessparkasse
Bauzeit:
2013 bis 2015

Markenzeichen des Friedrich-Wilhelm-Platzes sind seit den Baumaßnahmen von 2013 bis 2015 drei leuchtende futuristische Wolkenbänke des portugiesischen Herstellers LARUS. Die durch städtische Mittel, Mittel des Bundesförderprogrammes KiQ (Kooperation im Quartier) und Mittel des Friedrich-Wilhelm-Viertel-Vereins im Kultviertel finanzierten Gewinner des internationalen „Red Dot“-Design Awards 2008 werten das Viertel am alten Hauptbahnhof auf. Die Ausweisung der Verbindungsstraße von Bank- und Friedrich-Wilhelm-Platz als Fußgängerzone bietet außerdem den Passantinnen und Passanten die Möglichkeit, diesen Teil der Stadt entspannt zu erkunden. Seit 2017 ist auch der direkte Übergang zur Volkswagen Halle, der größten Veranstaltungshalle der Region Braunschweig, für Fußgängerinnen und Fußgänger durch die Installation einer neuen Ampel einfacher gestaltet. Dafür hat die Braunschweigische Landessparkasse ihr Gelände auf der Okerinsel für die Öffentlichkeit geöffnet und aufwändig umgestaltet. Auch auf der Okerinsel soll ein städtischer Platzraum mit Aufenthaltsqualität entstehen, hier sowie auf dem Gelände der Volkswagen Halle sind je drei weitere Wolkenbänke geplant.

Bilder v.o.n.u: Stadt Braunschweig/Gisela Rothe; Stadt Braunschweig/Daniela Nielsen

Herzog Anton Ulrich-Museum und Museumstraße
Bauherr:
Land Niedersachsen und Stadt Brauschweig
Bauzeit:
2009 bis 2016
Fläche:
Ausstellungsfläche 4.000 Quadratmeter

Im Oktober 2016 hat mit dem Herzog Anton Ulrich-Museum in Braunschweig eines der ältesten und bedeutendsten Kunstmuseen Deutschlands nach siebenjähriger Sanierung wieder seine Pforten eröffnet. Dank des neu errichteten Gebäudes im Museumspark kann das historische Gebäude an der Museumstraße wieder als reines Ausstellungshaus genutzt werden. Besucherinnen und Besucher erwarten 4.000 Kunstwerke aus 3.000 Jahren auf 4.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Die passend zur Eröffnung neu und repräsentativ ausgebaute Museumstraße unterstreicht insbesondere mit ihren hochwertigen und einheitlich gestalteten Materialien die Bedeutung des Museums für die Stadt.

Bilder v.o.n.u: Stadt Braunschweig/Klaus Hornung; Braunschweig Stadtmarketing/Daniel Möller

Altstadtmarkt
Bauherr:
Stadt Braunschweig
Bauzeit:
2006 bis 2011

Schon im Mittelalter war der im 12. Jahrhundert angelegte Altstadtmarkt einer der belebtesten Plätze in Braunschweig. Als Ort für den Hauptmarkt spielte er vor allem zu Zeiten der Hanse eine bedeutende Rolle, die historische Spuren wie das Längenmaß Braunschweiger Elle am Altstadtrathaus und das ehemalige Handelszentrum der Braunschweiger Tuchmacher – das Gewandhaus – hinterlassen hat.

Blickpunkt des Platzes ist der Marienbrunnen, der eine originalgetreue Nachbildung eines 1408 erbauten, spätgotischen und im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstörten Bleibrunnens ist. Seit 2006 setzt eine Effektbeleuchtung den Brunnen in Szene. Die Beleuchtung wurde Grundstein für eine Lichtinszenierung, erzeugt von in historischen Leuchten eingefasste HSE-Lampen mit gelbem Licht, die den Altstadtmarkt stimmungsvoll beleuchten. Sie macht den Altstadtmarkt zu einem attraktiven Aufenthaltsort in Braunschweig. Die Anbringung neuer hochwertigerer Abfallbehälter steigert seine Qualität weiter und durch den Ersatz der vorhandenen Sitzbänke durch zwölf für die Innenstadt typischen Bänke ergibt sich ein optischer Zusammenhang mit an anderen zentralen Braunschweiger Plätzen.

Bilder v.o.n.u: Braunschweig Stadtmarekting GmbH/okerland-archiv; Braunschweig Stadtmarekting GmbH/Gerald Grote

Schlossplatz
Bauherr:
Stadt Braunschweig
Bauzeit:
2006 bis 2007
Fläche:
8.365 Quadratmeter

Das Schloss ist ein Stück Braunschweiger Identität: Schon 1791 stand der erste Bau eines Schlosses in der Löwenstadt. Dieser Bau brannte 1830 ab, in den Folgejahren entstand nach Plänen von Carl Theodor Ottmer ein Nachfolgebau in seiner heutigen Gestaltung. Im Zweiten Weltkrieg größtenteils zerstört, beschloss der Stadtrat 1960 mit einer Stimme Mehrheit den Abbruch der Schlossruine. Auf dem frei gewordenen Areal entstand ein Schlosspark, während die Abrisstrümmer zur Aufschüttung eines Rodelbergs dienten und noch intakte Stücke wie Säulen, Kapitelle und Teile der Portikus unterirdisch eingelagert wurden.

Der Wiederaufbau des Gebäudes stand mehrfach zur Debatte und so wurde auch das Projekt zur Wiederrichtung intensiv diskutiert, nachdem der Hamburger Investor ECE im Zuge der Eröffnung eines Einkaufszentrums die Rekonstruktion des Schlosses angeboten hatte. Mit einer Stimme Mehrheit stimmte der Rat der Stadt schließlich im Jahr 2003 zu.

Bei Suchgrabungen in den Jahren 2003 bis 2005 fanden sich zusätzliche Fassadenfragmente des originalen Schlosses wieder. Zusammen mit den eingelagerten Stücken dienten sie der originalgetreuen Rekonstruktion der spätklassizistischen Fassade Ottmers. Zur Umgestaltung des gesamten Areals gehörten unter anderem auch die Anpflanzung von zehn japanischen Schnurbäumen sowie die Platzierung von sandsteinernen Sitzrondellen um zwei Platanen im südlichen Teil des Schlossplatzes, um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen.

Zwei Monate nach der Eröffnung des Schlosses am 6. Mai 2007 sind auch die Reiterstandbilder der Braunschweiger Herzöge Karl Wilhelm Ferdinand und Friedrich Wilhelm, die bereits 1874 dort aufgestellt worden und zwischenzeitlich in der Kurt-Schumacher-Straße am Löwenwall platziert waren, auf den Vorplatz zurückgekehrt. Im Juni 2010 erfolgte die Enthüllung einer Gedenkplatte, die an die von den Nationalsozialisten initiierte Bücherverbrennung an gleicher Stelle erinnert. Wie bereits beim historischen Schloss steht seit 2008 auf dem Portikus eine Wagenlenkergruppe, die größte Quadriga Europas, mit der Stadtgöttin Brunonia als Wagenlenkerin. Heute sind das Stadtarchiv, die Stadtbibliothek, das Kulturinstitut sowie ein Museum im Schloss beheimatet. Im gesamten Gebäudekomplex befinden sich etwa 150 Geschäfte, Dienstleistungsunternehmen und gastronomische Betriebe, die zum Shoppen, Stöbern und Verweilen einladen.

Bilder v.o.n.u: Stadt Braunschweig/Frank-Thomas Blume; Stadt Braunschweig/Daniela Nielsen

Platz am Ritterbrunnen
Bauherr:
Stadt Braunschweig
Bauzeit:
2007

Am Platz am Ritterbrunnen treffen seit der Rekonstruktion des ehemaligen Residenzschlosses mit der weitgehend originalgetreuen Wiedererrichtung der Hauptfassade und dem Bau der Schloss-Arkaden drei Fassadentypen aufeinander: rechts die historische Schlossfassade aus Sandstein, mittig die glasverkleidete Portalfassade des Einkaufszentrums mit von Bronzeplatten verkleideten Stützen und links die Kolonnadenfassade mit schlanken Betonstützen. Im Zentrum des Platzes befindet sich seit 2007 der sandsteinverkleidete Ritterbrunnen mit einem Durchmesser von 17 Metern. Seinen Reiz macht das dreiminütige Fontänenspektakel im Wechselspiel mit der siebenminütigen Ruhephase aus, das jährlich vom Frühjahr bis zum ersten Frost in Betrieb ist. Die in Sitzhöhe angebrachte Umrandung des Brunnens bietet zudem Platz für eine entspannte Pause während des Innenstadtbesuchs.

Bilder v.o.n.u: Stadt Braunschweig/Gisela Rothe; Stadt Braunschweig/Daniela Nielsen

Herzogin-Anna-Amalia-Platz/Nicolaiplatz
Bauherr:
Stadt Braunschweig
Bauzeit:
2006

Mit der Wiedererrichtung der Hauptfassade samt Schlossvolumen des Residenzschlosses und der Anbindung der Schloss-Arkaden entstanden auf dem ehemaligen Gelände des Schlossparkes auch der Herzogin-Anna-Amalia-Platz und der daran anschließende Nicolaiplatz an der Ostseite des Einkaufszentrums. Als Würdigung entschied die Stadt die neue Fläche nach Herzogin Anna Amalia von Braunschweig-Wolfenbüttel zu benennen, die aufgrund ihres regelmäßigen Gedankenaustauschs mit den führenden Kulturpersönlichkeiten ihrer Zeit als „Mutter der deutschen Klassik“ gilt. Im Mittelpunkt des Platzes befindet sich ein Spielplatz, der Familien zum Verweilen einlädt. Der südliche Bereich wurde in Erinnerung an die früher dort im Nahbereich stehende Kirche St. Nicolai benannt.

Bilder v.o.n.u: Stadt Braunschweig/Daniela Nielsen

Säule 2000 Jahre Christentum
Bauherr:
Richard Borek Stiftung und Stadt Braunschweig
Bauzeit:
2006

Auf dem Ruhfäutchenplatz gibt es seit 2006 für Passantinnen und Passanten 2.000 Jahre Geschichte des Christentums auf neun Metern zu entdecken. Anfang 1999 hatte die Richard Borek Stiftung den bekannten Braunschweiger Bildhauer Jürgen Weber damit beauftragt, die Historie des Christentums künstlerisch darzustellen. Entstanden ist eine Bronzesäule mit fünf plastischen Themen-Ringen: die Entstehung des Christentums, die Entstehung der Kirche, das Mittelalter, die Neuzeit, die Gegenwart. Jeder Ring besteht aus filigranen Details, die mit bloßem Auge je nach Entfernung teils schwer, dafür aber durch zwei eigens dafür angebrachte Vergrößerungsrohre gut zu erkennen sind. 2006 übergab die Richard Borek Stiftung die Säule an die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Braunschweig.

Bilder v.o.n.u: Braunschweig Stadtmarketing GmbH/Marek Kruszewski

Jugendherberge
Bauherr:
Stadt Braunschweig mit der DJH Braunschweig/Hannover
Bauzeit:
2013 bis 2015
Fläche:
3.150 Quadratmeter

Anfang Mai 2015 konnte das Richtfest für die neue Jugendherberge gefeiert werden, nachdem sich die Bauarbeiten durch den Fund eines mittelalterlichen Hafenbeckens verzögerten. Für die farbliche Gestaltung dienten die Vorgaben des benachbarten Schuberthofes zur Orientierung: Grüne Module an der Außenfassade setzen farbliche Akzente auf dem grauen Putz und werten so das gesamte Ensemble auf. Mit dem Bau der Jugendherberge hat Braunschweig einen historischen Weg wiedergewonnen, der die zentral in der Stadt gelegene Jugendherberge über eine neue Fuß- und Radwegbrücke mit dem grünen und ruhigen Wallring verbindet. Der „Geiershagen“, der vor Jahrzehnten vom Stadtplan verschwand und fortan eine Gasse ohne Straßenschild war, erhielt mit dem Neubau auch einen neuen Namen: „Neuer Geiershagen“.

Bilder v.o.n.u: Stadt Braunschweig/Gisela Rothe; Stadt Braunschweig/Daniela Nielsen

NewYorker Flagship-Store
Bauherr:
3. Terra Nova GmbH & Co. KG
Bauzeit:
2007 bis 2008
Fläche:
4.300 Quadratmeter

Das Geschäftshaus in der Schuhstraße 27 besitzt eine lange Historie: Schon 1889 beherbergte das Vorgängergebäude das erste Kaufhaus Braunschweigs. Mit Beginn der Baumaßnahmen im Sommer 2007 standen deshalb die Entkernung und ein Ausbau des Innenbereichs auf dem Plan. Außerdem ließ der Eigentümer die Fassade neu gestalten und eine 85 Quadratmeter große LED-Wand montieren. 2008 eröffnete der seinerzeit weltgrößte Flagship-Store.

Bilder v.o.n.u: David Taylor; NewYorker

Geschäftshaus Sack 1
Bauherr:
Friedrich Knapp
Bauzeit:
2007 bis 2010
Fläche:
circa 2.600 Quadratmeter

Bis 2007 stand in der Braunschweiger Innenstadt ein um 1940 erbauter Luftschutzbunker mit Platz für bis zu 700 Personen. Dieser war nach dem Krieg für die gewerbliche Nutzung freigegeben und hatte Fenster erhalten, sodass er über die Jahre verschiedene Geschäfte und Lokale beherbergte. 2007 begann der Abriss, auf den bis 2010 der Neubau eines modernen Geschäftshauses mit großer Fensterfront folgte. Mit dem neuen Gebäude konnte eine stimmige Fassadenfront geschaffen werden, die vorher durch den zweigeschossigen Bunker inmitten höhergeschossiger Gebäude gestört war.

Bilder v.o.n.u: Stadt Braunschweig/Gisela Rothe; Braunschweig Stadtmarketing GmbH/Daniel Möller

Stadthaus Petri/BZV Medienhaus
Bauherr:
Staake GmbH & Co. Objekt Stadtmauer KG
Bauzeit:
2012 bis 2014
Fläche:
18.800 Quadratmeter Gesamtnutzungsfläche

Namensgeber für den markanten Neubau im nordöstlichen Teil des Innenstadtkerns ist die angrenzende Kirche St. Petri. 2010 entstanden erste Pläne für das fünfgeschossige Gebäude, das das Zuhause für die BZV Medienhaus GmbH werden und zusätzlich Platz für 19 hochwertige Wohnungen bieten sollte. Am Standort eines Teils der ehemaligen Stadtmauer kündigt das durch eine gebänderte – also aus waagerechten Streifen bestehende – Fassade und abgerundete Ecken dynamisch wirkende Bauwerk den Beginn der Innenstadtzone an. Die Verwendung hellen Natursteins für die Fassade vereinbart ein modernes Erscheinungsbild mit der Einbindung in das historisch geprägte städtebauliche Umfeld und schafft einen spannenden architektonischen Kontrast.

Bilder v.o.n.u: Fotodesign Andreas Braun, Hameln

Schlosscarree
Bauherr:
Dr. Gott Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH
Bauzeit:
seit 2006
Fläche:
circa 27.000 Quadratmeter

Schon 2006 fiel die Entscheidung, die Steinweg-Passage, die in einem schlechten Zustand war, neu zu gestalten und den Bau eines modernen multifunktionalen Zentrums, das die Bereiche Gesundheit, Wellness, Einzelhandel und Wohnen vereint, zu ermöglichen. Diese Entscheidung war eine wichtige Voraussetzung dafür, den Bereich städtebaulich aufzuwerten und das Potenzial der Fläche zu nutzen.

Kurz darauf begannen die Abrissarbeiten der bestehenden Gebäude, an die sich 2007 der Beginn des Neubaus anschloss. Bereits 2008 öffneten die ersten Arztpraxen im Schlosscarree, das heute als Gesundheitszentrum Vertreterinnen und Vertreter von rund 20 medizinischen Fachrichtungen beherbergt. Im Erdgeschoss hielten Gastronomie, Einzelhandel und Dienstleistungen Einzug, die sich optisch in Richtung der Schloss-Arkaden öffnet. Die Passage ist modern gestaltet und durch eine Erhöhung der Decken und die in Glas und Stahl gefasste Fassade Richtung Ritterbrunnen lichtdurchflutet. Am Eingang des Schloss-Carrees am Bohlweg blieben die Klinker- und Fliesenfassaden nach einer Aufarbeitung bestehen, um die unterschiedlichen Strukturen der Gebäude zu erhalten.

Abgeschlossen sind die Arbeiten am Schlosscarree damit aber nicht: Die Volksbank BraWo, die seit März 2015 neuer Eigentümer des Gebäudekomplexes ist, beabsichtigt weitere Umbauten für die kommenden Jahre. Teile davon sind unter anderem die Sanierung der kompletten Fassade sowie die Veränderung des Eingangs am Bohlweg. Außerdem plant die Volksbank BraWo, die vorhandene Nutzung der Räumlichkeiten zu fördern und insbesondere das Erdgeschoss durch weitere Angebote zu revitalisieren.

Bilder v.o.n.u: Stadt Braunschweig/Gisela Rothe; Braunschweig Immobilien Management GmbH

Trinkwasser­spender
Bauherr:
Stadt Braunschweig und BS|Energy
Bauzeit:
2015

Für Erfrischung beim Schlendern durch die Braunschweiger Innenstadt sorgen zwei Trinkwasserbrunnen. Diese schenkte BS|Energy anlässlich ihrer Jubiläen „150 Jahre öffentliche Trinkwasserversorgung“ und „10 Jahre Veolia Braunschweig – eine Partnerschaft mit Energie“ der Stadt, die diese im Straßenzug Sack und vor Hutfiltern anbringen ließ.

Bilder v.o.n.u: Braunschweig Stadtmarketing GmbH

Elektrobus „emil“

Der deutschlandweit erste Elektrobus, der mittels induktiver Schnellladung mit Strom versorgt wird, fährt seit 2014 im Busregelbetrieb in Braunschweig und heißt „emil“. Sein Name steht für „Elektromobilität mittels induktiver Ladung.“ Innerhalb weniger Sekunden wird er mit 200kW per induktiver Schnellladung berührungsfrei geladen und muss nicht stundenlang an einer Ladestation hängen. Die Ladung findet an bestimmten Haltestellen im Liniennetz statt, während die Fahrgäste ein- und aussteigen.

2014 ging der Bus mit rein elektrischem Antrieb zum ersten Mal in den Fahrgastbetrieb. Inzwischen sind er und seine vier „großen Brüder“ – induktiv ladende Gelenkbusse – fester Bestandteil des Linienbetriebs in der Löwenstadt. Die leisen E-Gelenkbusse verkehren auf der zwölf Kilometer langen Ringlinie M19 und ersetzen vier Dieselbusse. Der kleine emil wird als Schulbus eingesetzt und bringt Schulkinder umweltschonend zum Unterricht und wieder nach Hause.

Um die Ringlinie M19 komplett auf Elektromobilität umzustellen, ist geplant, zwei weitere Gelenkbusse mit Induktiver Ladung anzuschaffen.

Bilder v.o.n.u: Braunschweig Stadtmarketing GmbH

Ladestationen für E-Autos
Bauherr:
Stadt Braunschweig
Bauzeit:
2015

Braunschweig fördert die Elektromobilität mit einer flächendeckenden und leicht zugänglichen Schnellladeinfrastruktur im Stadtbereich. Seit 2015 gibt es für Elektroautos 17 öffentliche Schnellladesäulen, die sich entweder in Parkgaragen oder auf öffentlichen Parkplätzen befinden und somit sowohl für Besucherinnen und Besucher als auch für Einheimische bequem zu erreichen sind. Die Löwenstadt besitzt damit das dichteste Netz an Schnellladesäulen in der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg. An den Investitionen von rund einer Million Euro beteiligte sich zu 40 Prozent das Land Niedersachsen.

Die zentral gelegenen Säulen ermöglichen einerseits das Schnellladen mit Gleichstrom (DC) sowie das normale Laden mit Wechselstrom (AC). Benutzerinnen und Benutzer können ihr E-Auto aktuell noch kostenlos mit einer Ladekarte von BS|Energy, den Stadtwerken Gifhorn und der Charge&Fuel Card der Volkswagen Financial Services AG aufladen. Die Errichtung der Ladeinfrastruktur ist im Rahmen des Projekts „Standardisierte bedarfsgerechte Ladeinfrastruktur – Eine Region wird vernetzt“ des Bundesmodellprojekts „Schaufenster Elektromobilität“ entstanden.

Auch ohne zu laden parken E-Autos in Braunschweig bis zu drei Stunden ohne Parkschein. In zentraler Lage an der Martinikirche und am Hauptbahnhof gibt es zudem speziell für sie reservierte Stellplätze.

Bilder v.o.n.u: Stadt Braunschweig/Daniela Nielsen

Ägidienmarkt
Bauherr:
Stadt Braunschweig
Bauzeit:
ab 2016
Fläche:
9.600 Quadratmeter

Ein verbindendes Projekt ist die Umgestaltung des Ägidienmarktes. Bäume, beleuchtete Sitzkuben sowie sandsteinfarbene Natursteinoberflächen sollen den Ägidienmarkt und den Ägidienkirchplatz in naher Zukunft wieder optisch miteinander verbinden und die Aufenthaltsqualität dort erhöhen. Durch die neue Gestaltung bietet dieser Stadtraum mehr Raum für Außenaktivitäten: als Treffpunkt für Gruppen, als Standort für einen Markt oder als Fläche für Veranstaltungen – vielseitige Nutzungen sind möglich. Schon bei der Erneuerung der Stadtbahngleise 2016 wurde eine großzügige Querungsmöglichkeit über die Stobenstraße und über die Stadtbahngleise geschaffen, mit der eine fußläufige Verbindung zwischen Bürgerpark, westlicher Innenstadt und Magniviertel wieder geöffnet wurde.

Bilder v.o.n.u: Stadt Braunschweig/Daniela Nielsen; Stadt Braunschweig

Hagenmarkt
Bauherr:
Stadt Braunschweig
Bauzeit:
2014 bis 2015 und in Planung

Der Hagenmarkt war mit der im 13. Jahrhundert errichteten Kirche St. Katharinen der zentrale Platz des ehemaligen Stadtteils (Weichbild) Hagen. In den 1990er-Jahren fanden Restaurierungsarbeiten am Äußeren der Kirche statt, an die sich 2015 die vollständige Sanierung des Daches anschloss. 1874 kam ein weiterer Blickpunkt zur Kirche dazu: der Heinrichsbrunnen, der Heinrich den Löwen darstellt. Um ihn herum findet sich eine Grünfläche mit Sitzgelegenheiten, die mit den sie umgebenden Bäumen eine kleine Oase am Hagenmarkt schafft und nicht nur Wartende an dem wichtigen Verkehrsknotenpunkt zum Verweilen einlädt. Die weitere Verschönerung des Hagenmarktes durch eine offenere Gestaltung des Platzes und Optimierung der Verkehrssituation steht im Fokus künftiger Planungen für die Braunschweiger Innenstadt.

Bilder v.o.n.u: Braunschweig Stadtmarketing GmbH/Gerald Grote; Gestaltungskonzept Hagenmarkt – Ackers Partner Städtebau

Sitzstufen an der Oker
Bauherr:
Stadt Braunschweig

Als Erweiterung der Umbaumaßnahmen am Friedrich-Wilhelm-Platz und der Wegverbindung zur Volkswagen Halle besteht die Idee, an beiden Uferseiten der Oker Sitzstufen zu bauen, um Braunschweigerinnen und Braunschweigern einen Ort zum Verweilen und Entspannen in Wassernähe zu bieten.

Bilder v.o.n.u: Stadt Braunschweig

Kostenloses W-LAN
Bauherr:
BS|Energy, htp und Stadt Braunschweig
Bauzeit:
seit 2016

Wer in der Innenstadt in einer Einkaufs- oder Schlemmerpause seine E-Mails checken, Informationen zur Stadt und ihren Angeboten recherchieren, Fotos der vor sich stehenden Kaffeespezialität teilen oder auch arbeiten möchte, ohne sein Datenvolumen zu strapazieren, kann seit April 2016 das öffentliche W-LAN in der Braunschweiger Innenstadt nutzen. Am Kohlmarkt, am Schlossplatz sowie an Abschnitten der Dankwardstraße, der Georg-Eckert-Straße und des Bohlwegs startete mit den BS|HotSpots eine zweijährige Testphase, die Besucherinnen und Besuchern für eine Stunde das öffentliche Netz kostenfrei zur Verfügung stellt. Dadurch erhöht sich die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt und es entstehen gute Voraussetzungen für Angebote im Bereich der Smart City, wie das bargeldlose Bezahlen von Parkscheinen per App. Ein weiterer Ausbau ist geplant.

Bilder v.o.n.u: Braunschweig Stadtmarketing GmbH