Ensembles Orchester Jugend-Sinfonie-Orchester
Artikel merken
Themenbanner

Jugend-Sinfonie-Orchester

Das Jugend-Sinfonie-Orchester (JSO) gibt interessierten Jugendlichen die Möglichkeit, Orchesterwerke aus Klassik, Romantik und Moderne einzustudieren, öffentlich aufzuführen und so hautnah kennenzulernen. Im gemeinsamen Miteinander gibt es Gelegenheiten in Hülle und Fülle gleichgesinnte Gleichaltrige kennenzulernen. Jedes Einstudieren eines Orchesterwerkes ist wie eine kleine Zeitreise in eine andere Welt, je nachdem wann, wo und von wem die Komposition erstellt wurde.

Die Städt. Musikschule Braunschweig wurde 1938 gegründet. Bald nach Beendigung des II.Weltkrieges wurde das Musikschul-Orchester gegründet (ca. 1950), das heutige Jugend-Sinfonie-Orchester (JSO), mit einer schwankenden Mitgliederzahl zwischen 50 und 80 jungen MusikerInnen. Aufgrund der natürlichen Fluktuation des Gehens der älteren und Kommens der jüngeren Mitglieder wechselt die Besetzung ca. alle 5 – 6 Jahre komplett. Dieses Orchester ist eine wundervolle Gelegenheit für interessierte Jugendliche der Region (die nicht Schüler der Musikschule sein müssen), große sinfonische Musik praktisch kennenzu lernen, junge SolistInnen zu begleiten und regelmäßig vor großem Publikum aufzutreten. Jährlich werden das Eröffnungskonzert der Braunschweiger Musikschultage, ein Benefizkonzert im Wolfsburger Theater sowie alle zwei Jahre das Konzertfest zum Karneval im großen Saal der Stadthalle bestritten.

Nicht zuletzt durch den hervorragenden Einzel-Unterricht an der Musikschule in allen Orchesterinstrumenten – das JSO profitiert insbesondere durch die Mitarbeit vieler hervorragender Staatsorchester-Musiker – konnte in den vergangenen Jahren das Niveau stetig gesteigert werden.

Anton Bruckners 4.Sinfonie, Anton Dvoraks 9.Sinfonie, Robert Schumanns 4.Sinfonie, Johannes Brahms´ 2. und 3.Sinfonie, Ludwig van Beethovens 2. und 6.Sinfonie, Wolfgang Amadeus Mozarts „Prager“ Sinfonie sowie Joseph Haydns Sinfonien Nr.96 und 100 sind im sinfonischen Bereich die (Haupt-) Werke, die bisher gespielt worden sind.
Im konzertanten Bereich hat das JSO immer wieder bemerkenswerte und hervorragende Solisten gehabt: Ulf Schneider (Tschaikowsky, Vieuxtemps und Brahms Violinkonzerte, Saint-Saens Havanaise), Andreas Hempel (Mendelssohn Violinkonzert und Saint-Saens Introduktion und Rondo capriccioso), May-Britt Altendorff (Sibelius Violinkonzert),Mikhail Kekenj (Ravel Tzigane), Armin Wunsch (Saint-Saens Havanaise, Tschaikowsky Violinkonzert) Hans-Dieter Meyer-Moortgat (Schumann Introduktion und Allegro appassionto, Saint-Saens 2.Klavierkonzert, Beethoven 5.Klavierkonzert), Volker Link (Beethoven 3.Klavierkonzert), Dorrit Bauerecker (Mozart Doppelkonzert KV 365 mit Anna Peszko, Schumann Klavierkonzert, Gershwin Rhapsody in blue), Simone Wolff (Grieg Klavierkonzert), Laura Felix (Beethoven 4.Klavierkonzert), Volker Tessmann (Weber Fagottkonzert), Thorsten Encke (Schumann Cellokonzert, Tschaikowsky Rokoko-Variationen), Benjamin Groocock (Saint-Saens 1.Cellokonzert), Rudolf Mahni (Hummel Trompetenkonzert) Kevin Groocock (Gröhndahl Posaunenkonzert), Arne Westphal (Vaughan Williams Tubakonzert), Nils Wogram (Martin Ballade für Posaune und Orchester), Uwe Tessmann (Dukas „La villanelle“ für Horn und Orchester), Anneka Becker (Tilo Medek Piccolo-Flöten-Konzert), Benedikt Leithner (Berthold Hummel Schlagzeugkonzert), Clemens Trautmann, Katharina Meier (Mendelssohn Klarinetten-Konzertstücke),Philipp Grzondziel (Weber Klarinetten-Concertino), Agnes Trautmann (Mozart Flötenkonzert KV 313), Jana Kolsch (Chaminade Flöten-Concertino), Lars und Kerstin Niederstrasser (virtuose Saxopon-Arrangemants), womit die Liste noch längst nicht vollständig ist.

Und das JSO engagiert sich im Bereich der zeitgenössischen Musik sehr: Tobias Rokahr „Die Brücke am Tay“ (1990), „Gegenfeuer“ (2000), Detlev Glanert „Aufbruch“, Wolfram Buchenberg „Mummenschanz“, Tilo Medek Piccolo-Flöten-Konzert, Berthold Hummel Schlagzeugkonzert, Henry Cowell Konzert für 5 Schlagzeuge und Orchester, sind die größten Werke, die man hier aufzählen kann. Die Komponisten Berthold Hummel (Würzburg), Tilo Medek (Dormagen) und Wolfram Buchenberg (München) sind zu Konzerten zu Besuch nach Braunschweig gekommen und haben sich immer mehr als zufrieden zu den Aufführungen geäußert.

Bei den vom Deutschen Musikrat ausgetragenen Deutschen Orchesterwettbewerben 1992, 1996, 2000, und 2004, für die sich das JSO hat jeweils bei den Niedersächsischen Orchesterwettbewerben qualifizieren können, ist es jedes Mal mit dem Sonderpreis für die hervorragende Interpretation eines zeitgenössischen Werkes ausgezeichnet worden.

Zweimal im Jahr gibt das JSO auch Schüler-Gesprächskonzerte, in denen sein Leiter Knut Hartmann den Aufbau von einzelnen Sätzen aus Sinfonien oder Konzerte darstellt, einzelne Themen vorspielen, die Instrumentation darstellen lässt und am Schluß das Stück ganz vorträgt.

Anfang 2005 hat das JSO zum ersten Mal Oper gespielt: Mozarts „Zauberflöte“ für Kinder im Staatstheater Braunschweig unter Leitung von Burkhard Bauche, in der Moderation von Georg Renz war ein feiner Erfolg sowie eine weitere neue Erfahrung für die Jugendlichen.


Neben dem Orchesterleiter sind an Dozenten, die das Orchester z.T. schon seit Jahren betreuen, zu nennen: Hanns-Wilhelm Goetzke, Holzbläser, Richard Groocock, Celli, Daniel Keding, Schlagzeug, doch hin und wieder werden auch die notwendigen Einzelstimmproben in selbstverantworteter Eigenregie von den Stimmgruppenführern durchgeführt.

Nach Gerhard Müller-Seidlitz, Matthias Kölling und Hanns-Wilhelm Goetzke leitet seit 1984 Knut Hartmann das Orchester. Als „didaktische“ Vorstufen und Nachwuchs-Orchester gibt es an der Städt. Musikschule das Junior-Streichorchester, Ltg. Christiane Tiemann, das Jugend-Kammer-Orchester, Ltg. Knut Hartmann sowie mehrere verschiedene Instrumental Ensembles.

Organisatorisch und finanziell wird das JSO dankenswerterweise von Kathrin Pult und Nelly Stobbe betreut; wenn zusätzliche Aufgaben, wie die Organisation einer Reise anstehen. Ebenfalls gibt es für den Sonder-Transport von Schlag-Instrumenten einige freundliche helfende Hände. Das Orchestermanagment hat der stellvertretende Schulleiter Karle Bardowicks übernommen.

Da die einzelnen Orchestermitglieder aus Braunschweig und seiner Umgebung, ist es immer wieder auch eine logistische Aufgabe, das JSO überhaupt zusammen zu bringen.

Im Laufe der Jahre hat das Orchester auch immer wieder Reisen unternommen: Nimes/Frankreich, Israel, USA, Schweden, Budapest/Ungarn, Dublin/Irland, Kopenhagen und zuletzt Montréal/Canada – letztere als Austausch-Projekt mit dem dortigen Westmount Youth Orchestra – waren Stationen, auf denen man viele liebe Menschen kennenlernen und nebenbei das eigene Zusammenspiel weiterentwickeln konnte.

Viele JSO-Mitglieder haben später im Musiker-Beruf Karriere gemacht:
Ulf Schneider (Trio Jean Paul und Violin-Prof.), Volker Tessmann (1. Fagott NDR-Sinfonie-Orchester Hamburg und Fagott-Prof.), Marc Noetzel (Hornist beim SWF-Sinfonie-Orchester Baden-Baden-Freiburg), Uwe Tessmann (1. Hornist Oper Nürnberg), Wiebke Husemann (1. Fagott Oper Hannover), May-Britt Altendorff (1. Violine Bamberger Sinfoniker), Benedikt Leithner (Solo-Pauke Deutsche Oper Berlin), Susanne Schlegel (1. Violine Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz), Rudolf Mahni (1. Trompete Opernhaus Freiburg), Hanno Westphal (1. Horn Opernhaus Düsseldorf), Sven Strunkeit (1. Posaune Opernhaus Frankfurt), Nils Wogram (extrem guter und bekannter Jazz-Posaunist), Katharina Meier (1. Klarinette Brandenburger Philharmonie), Clemens Trautmann (freischaffender Musiker, Hamburg), Agnes Trautmann (freischaffende Musikerin), Susanne Busch (freischaffende Musikerin,Hannover), Tobias Rokahr (Dirigent und Tonsatz-Prof.), Frank Goralczyk (freischaffender Musiker, Bremen), Albrecht Kühner (freischaffender Musiker, Bremen), und weitere sind noch unterwegs. Immer wieder gibt es die Rückmeldung, dass sie schon mit Beginn ihres Studiums durch ihre JSO-Mitgliedschaft viele außergewöhnliche Werke gespielt haben, mehr als viele andere Studenten.

Dem JSO-Leiter Knut Hartmann ist es nicht nur wichtig, dass das Orchester gut spielt , sondern ebenso, dass die Mitglieder sich dabei auch gut fühlen. Die Freude an der Arbeit soll die Qualität des Spiels nicht stören, und auch soll das Streben nach guter Qualität im Spiel die Freude nicht einengen.

Angestrebt wird in den kommenden Jahren eine engere Zusammenarbeit mit dem Staatsorchester Braunschweig, von dessen Mitgliedern das JSO natürlich sehr profitieren kann sowie eine wechselnde Zusammenarbeit mit weiteren Institutionen wie der Dom-Singschule (Jugend-Kantorei).

Unterrichtet von:

schließen

Impressum

Stadt Braunschweig
Platz der Deutschen Einheit 1
38100 Braunschweig
Telefon: +49 5 31 4 70-1
E-Mail: stadt@braunschweig.de
Umsatzsteuer-ID: DE 114878770

Die Stadt Braunschweig ist eine Körperschaft des Öffentlichen Rechts.
Sie wird vertreten durch den Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann.

schließen

Diesen Artikel empfehlen

  1. CAPTCHA Image
schließen

Anregung/Mitteilung zu dieser Seite
(an musikschule@braunschweig.de)

  1. CAPTCHA Image
schließen

Lesezeichen in Sozialen Netzwerken setzen

Was ist das?

Dienste für "Soziale Lesezeichen" wie del.icio.us oder Mister Wong erlauben es Ihnen, Webseiten unabhängig vom eigenen Rechner zu sichern und mit anderen zu teilen.
Auf sozialen Nachrichtenseiten wie digg oder reddit kann man eine Webseite einstellen, wo sie von anderen Nutzern kommentiert und bewertet werden kann.