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Achtermannsches Haus

Achtermannsches Haus (Braunschweig Stadtmarketing GmbH/A. Bormann)

Eines der am besten erhaltenen Zeugnisse der Steinarchitektur in Braunschweig aus dem 17. Jahrhundert stellen die Reste des Wohnhauses Reichsstraße 3 dar, das sich - wohl unter Verwendung älteren Mauerbestandes - der Bürger Georg Achtermann und seine Frau Lucia von Strombeck 1626 - 1630 errichten ließen. Über Erd- und erstem Obergeschoss die mit einem reich gezierten Portal und einem üppig gestalteten Erker versehen sind, wurde das in Fachwerk ausgeführte zweite Obergeschoss nach der Kriegszerstörung vereinfacht in Stein wieder aufgebaut. Als Baumeister hat Ulrich Stamm sein Werk am Erker signiert und datiert und die Jahreszahl 1630 im Portal und in den Formen der eisernen Zuganker wiederholt.
Das Portal zeigt in seinem figürlichen Programm die Allegorien der Stärke und der Enthaltsamkeit (Karyatiden zu den Seiten) und von Liebe, Glaube und Hoffnung auf dem Giebel, in der Mitte das Doppelwappen des Ehepaars. Auf dem Erker befindet sich die Figur des heiligen Georg. Portal, Erker und die Fenstereinfassungen sind reich mit Masken, Ohrmuschel- und Knorpelwerkdekoren und Beschlagwerk im Übergang der norddeutschen Spätrenaissance zum Barock verziert.

Kontaktinformationen

Achtermannsches Haus
Reichsstraße 3
38100 Braunschweig
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