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Luise Löbbecke

geb. 01.08.1808 • gest. 29.05.1892

Luise Löbbecke wurde als Tochter der Familie des Hofbankiers Ludwig Löbbecke in Braunschweig geboren.

Angeregt durch das soziale Engagement ihrer Tante Amalie Löbbecke und ihre christliche Lebensauffassung, fand die ledig gebliebene Luise Löbbecke ihre Lebensaufgabe darin, die Not ihrer Mitmenschen zu lindern.

Gemeinsam mit ihrer Tante Amalie Löbbecke und anderen Braunschweiger Frauen gründete Luise Löbbecke unter Einsatz ihres Privatvermögens in den durch Missernten und Wirtschaftskrisen verursachten Hungerjahren zwischen 1845 und 1847 eine Speiseanstalt für Bedürftige in der Kannengießerstraße und die „Löbbecksche Erziehungsanstalt für weibliche Dienstboten“ am Ruhfäutchenplatz, in der besonders junge Mädchen aus besitzlosen Unterschichten gefördert wurden.

Ferner gingen die Gründungen eines Asyls für Krebskranke und des „Luisenstiftes“ für Epileptiker auf ihre Initiative zurück. Ebenso hatte sie maßgeblichen Anteil an der Errichtung und dem Aufbau der Erkeröder Anstalten.

Die Stadt Braunschweig verlieh Luise Löbbecke am 07.03.1862 als erster Frau die Ehrenbürgerrechte in Anerkennung ihrer langjährigen Verdienste auf dem Gebiet der privaten Wohlfahrtspflege. In Braunschweig er-innert die Luisenstraße an Luise Löbbecke.

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