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Aktuelle Informationen

Aktuelle Zahlen

Bislang sind insgesamt 440 Fälle in Braunschweig nachgewiesen worden. Davon sind aktuell 19 Personen erkrankt. 403 festgestellte Infektionsfälle sind bereits genesen. Bisher hat es in Braunschweig 18 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Corona-Virus gegeben. Die verstorbenen Personen waren zwischen 55 und 96 Jahren alt. 

(Stand: 18. September)

In den Braunschweiger Krankenhäusern werden derzeit vier Personen in Zusammenhang mit Corona behandelt. Diese Zahl lässt sich jedoch nicht direkt zur Zahl der in Braunschweig nachgewiesenen Fälle in Beziehung setzen, da in den Krankenhäusern auch Patienten aus der Region behandelt werden. Zudem werden in dieser Zahl auch Corona-Verdachtsfälle erfasst.

(Stand: 16. September. Die Zahl der Krankenhauspatienten wird wöchentlich aktualisiert; nächste Erhebung voraussichtlich am 23. September).

Neue Niedersächsische Verordnung (14.09.2020)

Das Land Niedersachsen hat eine aktualisierte VerordnungPDF-Datei192,56 kB veröffentlicht, die ab sofort gültig ist. 

Die wichtigsten Neuerungen: 

  • Mund-Nasen-Schutz: Personen, die als Flug- oder Fahrgast ein Verkehrsmittel des Personenverkehrs und die hierzu gehörenden Einrichtungen wie zum Beispiel Haltestellen, Bahnhöfe, Flughäfen und Fähranleger nutzen, haben einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.
  • Datenerhebung und Dokumentation: Behörden, Gerichte und Stellen, die Aufgaben im öffentlichen Interesse erfüllen oder in Ausübung öffentlicher Gewalt handeln, können im Rahmen des Zutritts zu den jeweiligen Gebäuden oder Räumlichkeiten ebenfalls personenbezogene Daten entsprechend der Vorgaben erheben.
  • Betriebs- und Veranstaltungsverbote: Messen, Kongresse, gewerbliche Ausstellungen, Spezialmärkte und ähnliche Veranstaltungen können unabhängig von der Anzahl der Teilnehmenden von den zuständigen Behörden abweichend von Absatz 1 Satz 1 Nr. 2 und Absatz 2 unter der
    Voraussetzung zugelassen werden, dass die Veranstalterin oder der Veranstalter ein Hygienekonzept nach § 3 vorlegt. Die Zulassung nach Satz 1 muss mit dem Vorbehalt des Widerrufs in Bezug auf die Entwicklung des Infektionsgeschehens versehen werden; die Zulassung nach Satz 1 darf im Übrigen nur mit Auflagen erteilt werden, die die Einhaltung und Umsetzung der im Hygienekonzept vorgesehenen Maßnahmen sicherstellen. Die Sätze
    1 und 2 gelten auch für Veranstaltungen, die nach dem 30. September 2020 stattfinden. Für gastronomische Angebote auf der Veranstaltungsfläche ist § 10 Abs. 1 und 2 anzuwenden.
  • Körpernahe Dienstleistungen: Die Durchführung und der Besuch von Prostitutionsveranstaltungen nach § 2 Abs. 3 Nr. 3 des Prostituiertenschutzgesetzes (ProstSchG) und die Straßenprostitution sind verboten. Der Betrieb eines Prostitutionsgewerbes in einer Prostitutionsstätte nach § 2 Abs. 3 Nr. 1 ProstSchG oder in einem Prostitutionsfahrzeug nach § 2 Abs. 3 Nr. 2 ProstSchG ist zulässig, wenn
    - die Nutzung einer Prostitutionsstätte oder eines Prostitutionsfahrzeugs durch Prostituierte sowie Kundinnen und Kunden nur nach vorheriger telefonischer oder elektronischer Terminvereinbarung erfolgt,
    - die Betreiberin oder der Betreiber der Prostitutionsstätte oder des Prostitutionsfahrzeugs die Kontaktdaten der Kundin oder des Kunden nach § 4 erhebt,
    wobei die angegebenen Daten durch Vorlage amtlicher Ausweisdokumente mit Bild zu überprüfen sind,
    - Kundinnen, Kunden und Prostituierte ab Zutritt und während des gesamten Aufenthalts in der Prostitutionsstätte oder im Prostitutionsfahrzeug eine Mund-Nasen-Bedeckung nach § 2 Abs. 2 tragen,
    - die Betreiberin oder der Betreiber der Prostitutionsstätte oder des Prostitutionsfahrzeugs sicherstellt, dass die Räumlichkeit, in der die Dienstleistung angeboten wird, nur durch zwei Personen gleichzeitig genutzt wird,
    - in der Prostitutionsstätte und in dem Prostitutionsfahrzeug Alkohol und Substanzen zur Stimulation weder angeboten noch konsumiert werden und
    - die Betreiberin oder der Betreiber der Prostitutionsstätte oder des Prostitutionsfahrzeugs Maßnahmen aufgrund eines Hygienekonzepts nach § 3 trifft.
    Für die Durchführung erotischer Massagen in einer Prostitutionsstätte oder einem
    Prostitutionsfahrzeug gilt Satz 2 entsprechend. Die Prostitutionsvermittlung nach § 2 Abs. 3 Nr. 4 ProstSchG ist zulässig, wenn
    - eine Vermittlung von Prostituierten sowie Kundinnen und Kunden nur nach vorheriger telefonischer oder elektronischer Terminvereinbarung erfolgt,
    - die Vermittlerin oder der Vermittler die Kontaktdaten der Kundin oder des Kunden nach § 4 erhebt sowie die Adresse, an der die sexuellen Dienstleistungen angeboten werden, dokumentiert, wobei die angegebenen Daten der Kundin oder des Kunden durch Vorlage amtlicher Ausweisdokumente mit Bild zu überprüfen sind,
    - Kundinnen, Kunden und Prostituierte während der Inanspruchnahme der sexuellen Dienstleistung eine Mund-Nasen-Bedeckung nach § 2 Abs. 2 tragen und
    - Waschgelegenheiten und Mittel zur Handdesinfektion zur Verfügung stehen.

Keine weiteren Infektionen an der Nibelungen-Realschule (10.09.2020)

Gute Nachrichten aus der Nibelungen Realschule: Nachdem dort in der vergangenen Woche eine Infektion mit dem Corona-Virus bei einer Schülerin der 8. Klasse nachgewiesen wurde, hat sich offenbar keine der Kontaktpersonen angesteckt. Alle anderen getesteten Schülerinnen und Schüler sowie betreuende Lehrkräfte wurden negativ auf das Corona-Virus getestet. Aufgrund der einen Infektion musste sich der gesamte Jahrgang und die betroffenen Lehrkräfte in Quarantäne begeben. Ab Montag (14. September) bis spätestens Mittwoch (je nach Kontakt) können alle getesteten Personen in die Schule zurückkehren. 

Corona-Fall in der Nibelungen-Realschule (03.09.2020)

In einer achten Klasse der Nibelungen-Realschule ist eine Schülerin positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Für sie und für die gesamte Klasse wurde heute häusliche Quarantäne angeordnet, ebenfalls für die Lehrer, die in der Klasse unterrichtet haben. Das Gesundheitsamt ist derzeit dabei, mögliche Infektionsketten nachzuverfolgen und klärt zusammen mit der Schulleitung, ob die Parallelklassen und gegebenenfalls weitere Personen oder Klassen ebenfalls unter Quarantäne gestellt werden müssen. Außerdem wird geklärt, in welchem Umfang Testabstriche genommen werden. Nach derzeitigem Stand findet der Unterricht in den übrigen Jahrgängen weiter statt.

Hinweise für Reiserückkehrer (21.08.2020)

Alle Urlauberinnen und Urlauber sollten schon bei Antritt der Rückreise prüfen, ob sie sich während des Urlaubs – entscheidend sind die letzten 14 Tage vor Rückkehr – in einem vom Robert-Koch-Institut (RKI) ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten haben. Dabei ist zu beachten, dass die Einordnung als Risikogebiet dynamisch ist und daher auch während des Urlaubs eine solche Zuordnung und damit eine anschließende Quarantänepflicht und eine Testpflicht ausgelöst werden können. Eine vollständige und stets aktuelle Liste der Risikogebiete ist auf der Webseite des RKI einzusehen.

Rückkehr aus Risikogebiet

Wer in einem Risikogebiet Urlaub gemacht hat, ist seit dem 8. August verpflichtet, sich unmittelbar nach Einreise in Quarantäne zu begeben und sich auf das Coronavirus testen zu lassen. Wer sich nicht schon direkt bei der Einreise oder am Flughafen testen lässt, kann telefonisch bei Hausarztpraxen einen Testtermin vereinbaren. Der Test muss innerhalb von 72 Stunden nach der Ankunft durchgeführt werden. Die Quarantänepflicht endet erst dann, wenn ein negatives Testergebnis vorliegt, davor muss die Quarantäne von Reisenden aus Risikogebieten zwingend eingehalten werden. Natürlich ist das Verlassen der Wohnung, um einen Testtermin wahrzunehmen, erforderlich und möglich – dabei muss aber der direkte Weg ohne Kontakte zu Dritten gewählt werden (möglichst im eigenen Fahrzeug). 

Wichtiger Hinweis: Wer sich entgegen der Pflicht nicht testen lässt oder gegen die Quarantänepflicht verstößt, muss mit einer Strafe von bis zu 25.000 Euro rechnen.

Reiserückkehrende aus Risikogebieten, die nicht bereits am Flughafen oder bei der Einreise nach Deutschland getestet wurden, müssen umgehend das Gesundheitsamt telefonisch (0531 - 470 7224) informieren, da sie für den Zeitraum bis zum Erhalt eines negativen Testergebnisses der Beobachtung durch die Behörde unterliegen. Sie erreichen das Gesundheitsamt während der Öffnungszeiten. 

Außerhalb der Öffnungszeiten und bei Einreisen am Wochenende ist die Meldung nur per E-Mail möglich. Bitte teilen Sie uns Ihren Namen, Ihre Adresse sowie Telefonnummer schriftlich mit, per E-Mail zu senden an Gesundheitsschutzbraunschweigde.

Reiserückkehrer aus Krisengebieten, die innerhalb der zur Verfügungen stehenden 72 Stunden keinen Test mit der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung vereinbaren können, haben die Möglichkeit, im Gesundheitsamt unter der genannten Telefonnummer (0531 - 470 7224) einen Termin in der Zeit  Montag bis Donnerstag von 7:30  bis 15:00 Uhr und Freitag von 7.30 bis 12.30 nachzufragen. Die Testabnahme erfolgt am Nachmittag.

Rückkehr aus Nicht-Risikogebiet

Wer in einem Nicht-Risikogebiet Urlaub gemacht hat, kann sich ab dem 16. September 2020 freiwillig und auf eigene Kosten testen lassen. Der Test muss dann allerdings innerhalb von 72 Stunden nach der Einreise erfolgen, sonst übernimmt der Bund die Kosten nicht mehr. Wer sich testen lassen möchte, nimmt dafür, wie oben beschrieben, Kontakt zu den entsprechenden Stellen auf.

Für Reiserückkehrende aus Nicht-Risikogebieten besteht ausdrücklich keine Notwendigkeit, das Gesundheitsamt zu kontaktieren, solange kein positives Testergebnis vorliegt. Auch gilt für sie nicht die Quarantänepflicht ab Einreise, sondern wie sonst auch nur im Falle einer entsprechenden Verfügung durch das Gesundheitsamt (bei positivem Testergebnis).

Zahlreiche Verstöße bei Corona-Kontrollen von Stadt und Polizei (17.08.2020)

In der Nacht vom 15. auf den 16. August haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung Ordnungs- und Gewerbeangelegenheiten gemeinsam mit Einsatzkräften der Polizei eine großangelegte Überprüfung der Beschränkungen der Corona-Verordnung im Stadtgebiet vorgenommen. Dabei wurden insbesondere Gastronomiebetriebe, Seen, Parks- und Grünanlagen, aber auch eine Hochzeitsfeier kontrolliert. Bei insgesamt rund 100 Kontrollen wurden 73 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Die Vielzahl der Verstöße zeige, dass solche Kontrollen leider weiterhin notwendig seien, sagte Ordnungsdezernent Dr. Thorsten Kornblum. Nachdem Stadtverwaltung und Polizei anfangs vielfach zunächst mit Belehrungen, Beratungen oder Verwarnungen auf Verstöße reagiert hätten, zeige sich jetzt, dass einige die Gefahr von Infektionen offenbar nicht ernst genug nähmen.

Am häufigsten wurden Dr. Kornblum zufolge Verstöße gegen das Abstandsgebot durch zu geringe Tischabstände und gegen die Datenerhebungs- und Dokumentationspflichten der Gastronomen festgestellt. Tische, auch im Freien, müssen so angeordnet sein, dass Gruppen von mehr als zehn Personen oder aus mehr als zwei Hausständen mindestens 1,5 Meter Abstand zu Personen an den übrigen Tischen halten können.

Nach der geltenden Verordnung sind Familien- und Vorname, die vollständige Anschrift und eine Telefonnummer (Kontaktdaten) des Gastes sowie das Erhebungsdatum und die Erhebungsuhrzeit zu dokumentieren. Die Kontaktdaten sind für die Dauer von drei Wochen aufzubewahren und auf Verlangen dem Gesundheitsamt vorzulegen. "Gerade in Zeiten wieder ansteigender Infektionszahlen sind Abstandhalten und die Möglichkeit der Kontaktnachverfolgung wesentliche Faktoren zur Eindämmung der Pandemie", so Dr. Kornblum.

Der Dezernent weiter: "Dass die Einhaltung der geltenden Vorschriften auch mit vergleichsweise geringem Aufwand möglich ist, hat die Kontrolle erfreulicherweise auch gezeigt. So gab es eine ganze Reihe von Betrieben, die ihre Abläufe angepasst und alle Vorgaben teilweise vorbildlich umgesetzt haben. Im Interesse dieser Betriebe, aber insbesondere auch zum Schutz der Gäste, die die Kontrollen in vielen Fällen begrüßt haben, werden wir auch künftig solche Überprüfungen machen."

Positiv war auch zu vermerken, dass die Verpflichtung zum Tragen eines Mundnasenschutzes, sowohl vom Personal als auch den Gästen beim Verlassen des Tisches, in den meisten Fällen eingehalten wurde. "Allen, Gewerbetreibenden und Kunden, die durch vorbildliches Verhalten und Einhaltung der Hygieneregeln dazu beitragen, dass sich das Virus in Braunschweig nicht weiter ausbreiten kann, danke ich an dieser Stelle ausdrücklich", so Dr. Kornblum.