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Aktuelle Informationen

Aktuelle Zahlen

Bislang sind 225 Fälle in Braunschweig nachgewiesen worden. Davon sind 157 Personen derzeit erkrankt. 64 weitere Personen sind bereits genesen. Bisher hat es in Braunschweig 4 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Corona-Virus gegeben. Zuletzt ist gestern (Samstag) ein 88-jähriger Mann im Krankenhaus gestorben, der nicht in einem Alten- und Pflegeheim untergebracht war. (Stand 5. April)

In den Braunschweiger Krankenhäusern werden derzeit 21 Personen (Stand 3. April; diese Zahl wird Montag wieder aktualisiert) aufgrund von Corona behandelt, diese Zahl lässt sich jedoch nicht direkt zur Zahl der in Braunschweig nachgewiesenen Fälle in Beziehung setzen, da in den Krankenhäusern auch Patienten aus der Region behandelt werden. 

Zwei Menschen gestorben (03.04.2020)

In Braunschweig sind heute zwei weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Corona-Virus gestorben. In einem Fall handelte es sich um einen 63-jährigen, im zweiten Fall um einen 77-jährigen Mann. Beide starben im Krankenhaus. Bei dem 77-Jährigen handelte es sich um einen Bewohner des Seniorenheims, in dem bereits mehrere Fälle aufgetreten waren. Zurzeit sind dort sieben weitere Menschen infiziert sowie sechs der Pflegekräfte. Vertreter von Feuerwehr, Gesundheitsamt und eine Hygienefachkraft des Städtischen Klinikums waren heute noch einmal vor Ort, um die Einrichtung in Augenschein zu nehmen, zu beraten, Hinweise zu geben und die Einhaltung der Vorgaben zu überprüfen.

Land Niedersachsen aktualisiert Verordnung zur Beschränkung sozialer Kontakte (03.04.2020)

Die Niedersächsische Verordnung zur Beschränkung sozialer Kontakte anlässlich der Corona-Epidemie regelt die Beschränkung von sozialen Kontakten und umfasst unter anderem die Regelungen zum Aufenthalt im öffentlichen Raum, die Beschränkung auf eine Höchstzahl von zwei Personen und die Schließungen von weiteren gewerblichen Einrichtungen.

Die neue Verordnung ist hierPDF-Datei1,67 MB zu finden. 

Die gemeinsamen Planungen der drei Braunschweiger Kliniken gehen gut voran (03.04.2020)

Der Krisenstab der Stadt Braunschweig beschäftigt sich seit Beginn der Corona-Krise intensiv mit einer vollumfänglichen medizinischen Versorgung erkrankter Personen. Um diese zu sichern, arbeiten die drei Braunschweiger Krankenhäuser, das Herzogin Elisabeth Hospital (HEH), das Krankenhaus Marienstift (KHM) und das Städtische Klinikum Braunschweig (SK BS), gemeinsam eng mit der Stadt Braunschweig zusammen. Zur Abstimmung dieser Aktivitäten hat Oberbürgermeister Ulrich Markurth innerhalb des städtischen Krisenstabs Gefahrenabwehrleitung (GAL), der von Sozialdezernentin und Stadträtin Dr. Christine Arbogast geführt wird, eine eigene Task Force unter der Leitung von Erstem Stadtrat Christian A. Geiger eingesetzt. Dort soll die stationäre Versorgung in Braunschweig im aktuellen Pandemiefall einschließlich des Aufbaus einer zusätzlichen Versorgungseinrichtung koordiniert werden.

Um bestmöglich auf rasch steigende Fallzahlen vorbereitet zu sein, gehen GAL und Task Force von vielen zeitgleichen Herausforderungen an die stationäre Versorgung aus und legen dabei verschiedene Szenarien zugrunde. Die zentrale Voraussetzung ist die Planung von ausreichenden Kapazitäten für COVID-19 erkrankte Patienten bei weiterhin gesicherter Versorgung anderer medizinischer Notfälle.

Temporärer Zusatzstandort befindet sich im Aufbau, Städtisches Klinikum übernimmt Trägerschaft

Um insgesamt die Raum- und Bettenkapazität in Braunschweig zu erhöhen ist ein temporärer Zusatzstandort des Städtischen Klinikums Braunschweig im Hotel Vienna House Easy vorgesehen. Hier werden Patienten des Städtischen Klinikums von bestehenden Stationen ohne COVID-19-Symptomatik untergebracht und professionell durch dasselbe Personal betreut, das für diesen Patientenkreis bisher schon verantwortlich ist. Der für die betreffenden Patienten benötigte Versorgungsaufwand kann an diesem Standort sichergestellt werden.

Die durch den Umzug frei gewordenen Kapazitäten an den Standorten Salzdahlumer Straße und Celler Straße des Städtischen Klinikums können damit zur Versorgung von COVID-19-Patienten genutzt werden, die anders als zunächst vorgesehen nicht am neuen Standort untergebracht werden. Der Vorteil ist, dass Corona-Patienten in einem klinischen Umfeld besser behandelt werden können. Zusätzliche Beatmungsmöglichkeiten unter professionellen Standards werden dort nach Freiwerden der Räumlichkeiten kurzfristig eingerichtet.

Die freien Kapazitäten planen die drei Kliniken gemeinsam, um COVID-19-Patienten und Personen ohne COVID-19-Symptomatik bestmöglich auf die Häuser zu verteilen.

Die Stadt Braunschweig ist weiterhin auf der Suche nach engagierten Menschen mit medizinischen Kenntnissen oder Erfahrungen in der Pflege. Weitere Informationen und das Kontaktformular sind hier zu finden.

Die vollständige Pressemitteilung gibt es hierPDF-Datei89,20 kB und das Video zur Pressekonferenz ist hier zu finden.

Stadtverwaltung stellt Kulturförderung sicher und hält Projektförderungen aufrecht (03.04.2020)

Die Stadt Braunschweig stellt sich der Herausforderung, die Folgewirkungen der Corona-Pandemie für die Kulturschaffenden im Rahmen ihrer Kulturförderung zu mildern. Für die Kultureinrichtungen und Kulturschaffenden, die mittels einer Kontinuitätsförderung bzw. einer Konzeptionsförderung durch die Stadt unterstützt werden, ändert sich durch den unterbrochenen Betrieb im Jahr 2020 nichts. "Die Folgewirkungen insbesondere fehlender Einnahmen durch Schließung sollen im Rahmen der Anpassung der Kosten- und Finanzierungspläne verarbeitet werden", sagt Kulturdezernentin Dr. Anja Hesse. "Wenn haushaltsrechtliche Maßgaben wider Erwarten eine Auszahlung im vollen Umfang einschränken sollten (die entsprechenden Prüfungen laufen noch), wird die Kulturverwaltung versuchen, die vorhandenen Mittel eins zu eins auf andere Weise zur Verfügung zu stellen. Ziel: Die bereits zugesagte Förderhöhe soll faktisch vollständig aufrechterhalten werden."

Damit wird ein relevanter Beitrag zu der Liquiditätssicherung von Kultureinrichtungen während der Schließung aufgrund der Corona-Pandemie geleistet. Diesem Ziel dient zudem der maximal flexible Umgang mit beantragten Kulturprojekten. Gerade in diesem Bereich sind viele Kulturschaffende tätig, die es derzeit schwer haben, über die staatlichen Programme unterstützt zu werden.

Unter www.braunschweig.de/kultur hat die Kulturverwaltung alle Informationen zu diesem Thema zusammengefasst. Sie werden bei Bedarf aktualisiert. Darüber hinaus sind dort die Unterstützungsprogramme des Bundes und des Landes Niedersachsen aktuell gebündelt, so dass sich Kulturschaffende gezielt darüber informieren können, welche Hilfen für sie zur Verfügung stehen.

Stadt untersagt Lagern in Parks und auf Grünflächen (02.04.2020)

Die Stadt Braunschweig untersagt ab sofort das Lagern auf öffentlichen Grünflächen und in grünbestimmten öffentlichen Freiräumen einschließlich der dort vorhandenen Wege. Die entsprechende Allgemeinverfügung gilt bis zum 18. April, also auch über die Osterfeiertage. Verstöße gegen die Regeln der Kontaktbeschränkung können mit einem Bußgeld von mindestens 250 Euro geahndet werden. Polizei und Zentraler Ordnungsdienst (ZOD) überwachen auch am Wochenende gemeinsam die Einhaltung der Verbote. 

Ausgenommen von dem Verbot sind lediglich die an Wegen und auf Plätzen bereitgestellten Parkbänke und sonstigen Sitzmöglichkeiten wie beispielsweise Findlinge und Natursteinblöcke. Auf ihnen darf man sich niederlassen. Ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen ist einzuhalten. Letzteres gilt nicht für Familienangehörige und Personen, die in einer gemeinsamen Wohnung leben. Das Lagerverbot im Sinne der Allgemeinverfügung gilt aber ausnahmslos für alle Bürgerinnen und Bürger, also auch für Familien.

Definitionen von Grünflächen und Lagern
Grünflächen im Sinne der Allgemeinverfügung sind ohne Rücksicht auf die Eigentumsverhältnisse alle der Allgemeinheit im Stadtgebiet zugänglichen grünbestimmten Freiräume, die unter anderem der Erholung der Bevölkerung dienen, sowie alle Grünbereiche und -streifen, die als Nebenanlagen Bestandteil der öffentlichen Straßen sind. Lagern im Sinne der Allgemeinverfügung ist die Einrichtung eines Rast- und Ruheplatzes zum Zwecke des Verweilens.

Beatmungsgeräte für die Braunschweiger Kliniken (01.04.2020)

Die Stadt Braunschweig hat zur präventiven Erweiterung der Kapazitäten für Patienten, die beatmet werden müssen, insgesamt 100 Beatmungsgeräte für 1,3 Millionen bestellt. Die ersten 50 sind jetzt bei der Feuerwehr eingetroffen, die restlichen werden in den nächsten Tagen erwartet. Sie werden von den Braunschweiger Kliniken genutzt. Die Geräte sind für die Grundbeatmungsfunktion, die in den Kliniken für Corona-Patienten jetzt benötigt werden, gut geeignet. Sie erhöhen die Kapazitäten insbesondere für die Behandlung über einen längeren Zeitraum, also nicht nur als erste Notmaßnahme, sondern für die Therapie bis idealerweise zur Genesung und Entlassung der Patienten.

Aufnahmestopp für Alten- und Pflegeheime und Ausweitung der Notbetreuung (01.04.20)

Alten- und Pflegeheime dürfen derzeit keine neuen Bewohnerinnen und Bewohner aufnehmen. 

Der Aufnahmestopp gilt für:

  • Heime für ältere Menschen, pflegebedürftige Menschen und Menschen mit Behinderungen nach dem Niedersächsischen Gesetz über unterstützende Wohnformen (NuWG)
  • ambulant betreute Wohngemeinschaften und besondere Formen des betreuten Wohnens, ebenfalls nach NuWG
  • ambulant betreute Wohngemeinschaften zum Zweck der lntensivpflege, die nicht in den Geltungsbereich des Gesetzes fallen.

Zulässig sind Aufnahmen:

  • in Einrichtungen, in denen gewährleistet ist, dass neue Bewohnerinnen und Bewohner 14 Tage separiert in Quarantäne untergebracht werden
  • von aus dem Krankenhaus zu entlassenden Personen in solitäre Kurzzeitpflege oder Reha-Einrichtungen, die gezielt für diese Funktion hergerichtet und zur Kurzzeitpflege ermächtigt wurden

Ausweitung der Notbetreuung

Die Notbetreuung in kleinen Gruppen der Tagespflege wird ausgeweitet. Künftig dürfen im Einzelfall auch Nutzerinnen und Nutzer der Tagespflegeeinrichtungen in die Notbetreuung aufgenommen werden, für die eine fehlende Betreuung in der Tagespflege aufgrund eines besonders hohen Pflege- oder Betreuungsaufwandes eine gesundheitliche Schädigung zur Folge hätte oder die einer ärztlich verordneten Behandlungspflege bedürfen, die nicht durch pflegende Angehörige oder den ambulanten Pflegedienst sichergestellt werden kann.

Weitere Informationen sind in der Allgemeinverfügung PDF-Datei58,33 kBzu finden.

Erster Todesfall in Braunschweig in Zusammenhang mit dem Corona-Virus (31.03.2020)

In Braunschweig hat es einen ersten Sterbefall in Zusammenhang mit dem Corona-Virus gegeben. Es handelt sich um einen 77-jährigen Mann, der vor einigen Tagen aufgrund einer anderen Erkrankung in ein Krankenhaus eingeliefert worden war, und der in diesem Zusammenhang auch positiv auf Corona getestet wurde. Er ist gestern verstorben.

Behelfsmundschutzempfehlung für Braunschweigerinnen und Braunschweiger (31.03.2020)

Die Stadtverwaltung empfiehlt, außerhalb der häuslichen Umgebung einen Behelfsmundschutz zu tragen, beispielsweise beim Einkaufen oder bei der Nutzung des Öffentlichen Nahverkehrs. Der Behelfsmundschutz sorgt dafür, dass Speichelpartikel beispielsweise beim Sprechen nicht in die Umgebung gelangen, und verringert so das Infektionsrisiko für andere. Dies ist eine weitere präventive Maßnahme, um die Verbreitung von Corona zu verhindern bzw. zu verlangsamen und Ansteckungsketten zu unterbrechen.

Ein regionaler Produzent produziert jetzt einen günstigen Einweg-Mund-Nasen-Behelfsschutz für die Bevölkerung. Dieser ist in Apotheken und ab Anfang nächster Woche auch in Bäckereien zu bekommen. Die Apotheken vertreiben 70.000 Exemplare, die Bäckereien 30.000. Wer entsprechende Möglichkeiten hat, kann für sich, die Familie oder Freude auch einen Behelfsmundschutz nähen. Die Stadtverwaltung hat dazu eine Anleitung zum Selbstnähen erstellt, die hierPNG-Datei716,85 kB heruntergeladen werden kann.

Verordnungen und Allgemeinverfügungen zum Umgang mit Corona-Virus