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Breitbandausbau - kabelgebunden: Glasfaser

Ein Markterkundungsverfahren, bei dem die Telekommunikationsunternehmen und TK-Netzdienstleister (kurz TKU) der Stadtverwaltung ihre aktuellen Bandbreiten von Braunschweiger Wohnadressen sowie die Ausbauabsichten in den kommenden drei Jahren gemeldet haben, wurde durchgeführt. Dabei wurde deutlich, dass in den urbanen Gebieten Braunschweigs generell ein Kabelnetz zur Verfügung steht, das auch in den kommenden Jahren für Privathaushalte ausreichende Bandbreiten bieten wird. 

Die Markterkundung hat auch gezeigt, dass die Braunschweiger Schulen öffentlicher und privater Träger gut versorgt sind. Im Stadtgebiet gibt es rund 120 Schulstandorte, die bis auf sehr wenige Ausnahmen an ein Glasfaser- oder ein gigabitfähiges Netz angebunden sind.  Sämtliche Klinikstandorte sind nach den Rückmeldungen der TKU bereits mit Glasfaser oder gigabitfähigen Leitungen erschlossen.

Geförderter Ausbau - Stand

© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen

Mithilfe von Fördermitteln möchte die Stadt Braunschweig zusätzlich dort nachhelfen, wo aus wirtschaftlichen Gründen ein marktgetriebener Ausbau durch die TKU nicht erfolgt ist und nur niedrige Bandbreiten (weniger als 30 MBit/Sekunde) zur Verfügung stehen. Priorität hat der möglichst vollständige Ausbau in allen Gewerbegebieten, um mit zukunftsfähigen Internetanschlüssen die Wettbewerbsfähigkeit der Braunschweiger Unternehmen und des Wirtschaftsstandortes zu sichern. Auch gilt es, die wenigen noch unterversorgten Schulen an das Glasfasernetz anzubinden. Zudem werden Adressen mit hoher Nutzungsdichte wie Mehrfamilienhäuser, Bürokomplexe und entfernt gelegene Einzeladressen in den Fokus genommen. Aufgabe der Stadt ist es, sinnvolle Nutzungsszenarien zu identifizieren.

Auf Beschluss des Rates der Stadt Braunschweig hat die Verwaltung Förderanträge beim Projektträger ateneKOM GmbH des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) sowie beim Land Niedersachsen gestellt. Zudem wurden entsprechende städtische Haushaltsmittel für einen geförderten Glasfaserausbau zur Verfügung gestellt. 

Basierend auf der Auswertung des Markterkundungsverfahrens hat das Wirtschaftsdezernat für rund 625 Adressen, davon bis zu 3 Schulstandorte, ca. 395 Gewerbegebiets- und 225 Wohnadressen, einen Förderantrag gestellt. Die vorläufige Bundesbewilligung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in Braunschweig in Höhe von bis zu 2,32 Millionen Euro liegt vor. An den geschätzten Gesamtkosten für den Glasfaserausbau in den unterversorgten Gebieten in Höhe von 4,64 Millionen Euro beteiligen sich der Bund mit 50 und das Land Niedersachsen mit bis zu 25 Prozent. Der Zuwendungsbescheid des Landes Niedersachsen wurde am 22. September 2021 vom Staatsekretär des Niedersächsischen Wirtschaftsministeriums Herrn Stefan Muhle an Herrn Oberbürgermeister Markurth überreicht. Die übrigen Kosten sind von der Stadt zu tragen. 

Die vorläufige Förderzusage ist ein bedeutender Meilenstein für den geförderten Glasfaserausbau im Braunschweiger Stadtgebiet. Die abschließende Höhe der Ausbaukosten wird auf dem wirtschaftlichsten Angebot der derzeit laufenden EU-weiten Ausschreibung basieren. Es kann im Laufe des Verfahrens noch zu Anpassungen der aktuell förderfähigen Gebietszuschnitte kommen. Nach Abschluss des Ausschreibungsverfahrens werden die förderfähigen Adressen kontaktiert und kommuniziert. Abhängig vom weiteren Vergabeverfahren wird ein Start des Projektes 2023 angestrebt.

Ausbaugebiete und Planungen

© Stadt Braunschweig