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Smart City-Strategie

Auftrag

Hinter dem Begriff „Smart City“ verbirgt sich ein normatives Zielbild für die Digitalisierung in Braunschweig. Im Kern geht es um eine intelligente, zukunftsorientierte Stadt, die sich einer nachhaltigen und integrierten Stadtentwicklung verpflichtet sieht.

Der Auftrag ist, mit intelligenter Technik Lösungen für die ökologischen, sozialen, ökonomischen und kulturellen Herausforderungen unserer Zeit zu finden. Übergeordnetes Ziel von Smart Cities ist es, durch den Einsatz und die Vernetzung digitaler Technik, Services effizienter, nutzerfreundlicher und ressourcenschonender anbieten zu können und somit die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger zu steigern.

Strategische Ziele

Die Digitalisierung wird als ein für städtische Belange grundlegender, langfristig wirksamer Entwicklungsprozess verstanden, durch dessen transformierenden Charakter eine Querschnittswirkung auf nahezu alle Bereiche der kommunalen Daseinsvorsorge erwartet wird.

Ausgehend von dem Verständnis leitet die Smart City-StrategiePDF-Datei1,17 MB strategische Ziele ab. Sie dienen als Orientierungspunkte für künftige Projekte und Aktivitäten. Diese müssen mit den Zielen vereinbar sein, zur Erreichung der Ziele beitragen und sich an diesen messen lassen.

Der Anspruch ist, die Digitalisierung in Braunschweig als ein Instrument zur Umsetzung der städtischen Ziele einzusetzen, die im integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) formuliert wurden. Die Umsetzung erfolgt auf nachhaltige und ressourcenschonende Art und Weise. Braunschweig setzt reife, praxiserprobte digitale Lösungen ein und lernt von Erfahrungen anderer Städte. Auf dem Weg zur Smart City wird die gesamte Stadtgesellschaft mitgenommen.

Smart City Braunschweig - Strategische Ziele

Auflistung der Strategischen Ziele

Die Stadtverwaltung sieht ihre Rolle dabei als Moderatorin und Ermöglicherin des digitalen Wandels. Sie schafft die Rahmenbedingungen, fördert das städtische Netzwerk, schafft Plattformen und Orte des Austausches zum Ausgleich von Interessen. Zugleich ist sie selbst aktive Gestalterin des digitalen Wandels und profitiert über das Netzwerk von der Expertise Dritter. Initiativen und einzelne innovative Treiber der Verwaltung werden gezielt gefördert. Dazu können etwa Räume und Kanäle geschaffen werden, die Entwicklungen „bottom up“ ermöglichen.

Teil der Ausrichtung ist, die Braunschweiger Digitalisierung auf einer modernen Basisinfrastruktur zu entwickeln. Dazu gehören auch die Verwendung, der Schutz und die Zusammenführung städtischer Daten als zentrales Zukunftsthema für Bürgerinnen und Bürger, lokale Wirtschaft und die städtische Steuerung. Smart City-Aktivitäten sollen außerdem die Attraktivität Braunschweigs fördern und ein agiles und digitales Arbeitsumfeld schaffen. Als europäische Forschungsspitzenregion wird die Digitalisierung genutzt, um den Forschungsstandort Braunschweig zu stärken. In strategisch bedeutsamen Leuchtturmprojekten leistet Braunschweig Pionierarbeit und ist städtisches Testlabor für Spitzentechnologien.

Smart City-Governance

Für die effiziente Steuerung des Themas Smart City sind geeignete Governance-Strukturen von entscheidender Bedeutung. Der Begriff Governance umschreibt dabei die für den digitalen Wandel geeigneten Organisationsstrukturen, die Entscheidungsmechanismen und die eindeutige Zuweisung von Rollen und Verantwortlichkeiten.

Die Verantwortung für das Thema Digitalisierung/Smart City wurde durch die Ernennung von Herrn Dr. Thorsten Kornblum zum Chief Digital Officer (CDO) verankert. Der CDO koordiniert die Umsetzung der Smart City-Strategie und ist zentrales Bindeglied zwischen Verwaltung, kommunalen Beteiligungen und Akteuren der örtlichen Gemeinschaft.

Die federführende Koordination und strategische Steuerung erfolgt durch die Stabsstelle „Digitalisierung, Smart City“. Sie stimmt unter der Leitung des Chief Innovation Officer (CIO), Dr. Neven Josipovic, die Smart City-Aktivitäten innerhalb der Verwaltung ab, gibt Standards vor, bündelt Informationen und stellt die Einhaltung der Strategie sicher.

Smart City - Governance

Schaubild der Smart City-Governance

Zwei wesentliche strukturelle Elemente der Smart City-Governance sind die Smart City-Gremien. Das Smart City-Board setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Dezernate und der städtischen Gesellschaften zusammen und kann verbindliche Beschlüsse über Digitalisierungs- und Smart City-Projekte fassen. Es dient dazu, einen Diskussionsraum für die Beteiligten zu bieten und konkrete Projekte anhand standardisierter Kriterien auszuwählen.

Das Smart City-Forum dient dazu, den Austausch mit Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und anderen Bereichen der Stadtgesellschaft zu ermöglichen. Das Forum ist ein dynamischer Ort, an dem die Akteure aktuelle Aktivitäten und Initiativen beraten oder Ideen zu neuen Projekte austauschen können. Es dient dazu, die Kommunikation zu fördern und zu verstetigen und einen offenen Diskussionsraum für alle Beteiligten zu bieten. Im Rahmen des Forums können Fachbeiräte gegründet werden. Die Fachbeiräte arbeiten themenbezogen und ermöglichen die Vertiefung wichtiger Bereiche der Smart City durch die gezielte Zusammenkunft von Experten in Teilgruppen.