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Ausstellungen

SCHIMMERNDE SCHÖNHEITEN. Luxusgerät aus Messing – Jugendstil bis Art Déco

© Foto: Dirk SchererPlakatmotiv der Ausstellung "Schimmernde Schönheiten", Schenkkanne, Entwurf Karl Hagenauer, Wien, 2. Viertel, 20. Jahrhundert

Messing war um 1900 das Material der Stunde. Es besaß ein großes Potenzial hinsichtlich seiner industriellen Fertigung, war vielfältig einsetzbar und überaus strapazierfähig. Darüber hinaus eignete sich Messing mit seiner wie Gold schimmernden Oberfläche als Repräsentationsobjekt zur bürgerlichen Prachtentfaltung. Die Produktpalette der Messingobjekte war breit gefächert: Alltags-gegenstände wie Schalen, Vasen und Teekannen, Tischleuchten und Schreibtischgarnituren künden vom Stilempfinden ihrer einstigen Besitzer.
Die Ausstellung, die in Kooperation mit dem Deutschen Messingmuseum und dem BCCG (Brass Collectors Club Germany) entstand, schlägt einen Bogen vom ornamental bewegten Jugendstil zum Art Déco. Sie präsentiert mehr als 80 Objekte nach Entwürfen von namhaften Künstlern wie Bruno Paul, Peter Behrens, Jan Eisenloeffel oder Wolfgang von Wersin.


Die Ausstellung ist vom 25. August bis 24. November 2019 im Haus am Löwenwall zu sehen.

15. Oktober - Die Zerstörung der Stadt Braunschweig 1944

© privatPlakatmotiv der Ausstellung "15. Oktober - Die Zerstörung der Stadt Braunschweig 1944", Willi Dieterich (1900-unbekannt), Eulenspiegelbrunnen vor Trümmern 1947, Öl auf Hartfaser, Privatbesitz

Die Stiftung Prüsse und das Städtische Museum Braunschweig präsentieren im Rahmen einer Ausstellung Bilder von Braunschweiger Künstlerinnen und Künstlern, die sich mit der Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg beschäftigt haben. Bei zahlreichen Luftangriffen starben in der verheerenden Bombennacht vom 14. auf den 15. Oktober 1944 mehrere Tausend Menschen. Die Innenstadt wurde nahezu komplett zerstört. Dieses Ereignis jährt sich 2019 zum 75. Mal.

An sechs Ausstellungsorten werden Arbeiten aus der Sammlung Prüsse, erweitert um einige Werke aus dem Städtischen Museum, gezeigt: Im Städtischen Museum sind Aquarelle, Zeichnungen und Druckgraphiken zu sehen. In der Jakob-Kemenate und der Kemenate Hagenbrücke sowie im Bankhaus Löbbecke, dem Augustinum und in der St. Andreaskirche werden Gemälde aus der Sammlung Prüsse präsentiert.
Der Braunschweiger Jochen Prüsse, geboren 1939, wuchs in der kriegszerstörten Stadt auf. Seit Jahrzehnten sammelt er Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgraphiken von Braunschweiger Künstlerinnen und Künstlern, die sich mit der Zerstörung der Stadt und dem Wiederaufbau auseinandergesetzt haben. In der Ausstellung sind unter anderem Arbeiten von Erich Constein, Hermann Flesche, Wilhelm Frantzen, Hedwig Hornburg, Günther Kaphammel, Wilhelm Krieg, Peter Lufft, Karl-Heinz Meyer, Gottlieb Mordmüller, Bruno Müller-Linow, Karl Neuss, Christof Nanko, Karl Schmidt, Ernst Straßner, Daniel Thulesius und Herbert Waltmann zu sehen.

Die Ausstellung ist vom 02.09.2019 bis 15.10.2019 im Städtischen Museum Braunschweig (Haus am Löwenwall), in der Jakob-Kemenate, Kemenate Hagenbrücke, im Bankhaus Löbbecke, dem Augustinum und in der St. Andreaskirche zu sehen.

Es ist ein Katalog zur Ausstellung erschienen (mehr dazu finden Sie hier). Ein vielfältiges Rahmenprogramm begleitet die Ausstellung (schauen Sie hier).

FORTUNA UND EINTRACHT. Die Düsseldorfer Malerschule in Braunschweig. Eine Begegnung zweier Sammlungen

© Foto: Dr. Axe-Stiftung, BonnPlakatmotiv der Ausstellung "Fortuna und Eintracht", Die beiden Leonoren, Carl Ferdinand Sohn (1805–1867), Dr. Axe-Stiftung, Bonn

Vor 200 Jahren wurde die Kunstakademie Düsseldorf gegründet. Sie entwickelte sich schnell zu einem führenden Zentrum zeitgenössischer Kunst. Aus allen Teilen Deutschlands, aus Europa und Nordamerika strömten junge Künstler nach Düsseldorf, um in dem einzigartigen künstlerischen Umfeld zu lernen, zu arbeiten und zu leben. Bis heute steht die Düsseldorfer Malerschule für eine der bekanntesten Kunstgruppierungen des 19. Jahrhunderts.
Bekannte Künstler wie Andreas und Oswald Achenbach, Eduard Bendemann, Johann Peter Hasenclever, Theodor Hildebrand, Carl Friedrich Lessing, Fritz Mackensen, Otto Modersohn, Johann Caspar Scheuren oder Johann Wilhelm Schirmer stehen für die thematische und künstlerische Bandbreite, die sich in Düsseldorf entfaltete.
Neben Stillleben, Bildnissen, Genreszenen und der Darstellung historischer Ereignisse ist es vor allem das Landschaftsbild, das den Ruf der Düsseldorfer Malerschule begründete. Von Düsseldorf aus erkundeten die Künstler das Rheinland, die Niederlande, Italien und Skandinavien und hielten ihre Impressionen fest. Aktuelle Zeiterscheinungen wie die Wirren der nachnapoleonischen Ära, die Dynamik der Nationalstaatenbildung mit ihren kriegerischen Auseinandersetzungen, die Entwicklung der Industriegesellschaft oder auch die schnell fortschreitende Mobilität, die zukunftsweisend waren, werden in den Gemälden zumeist ausgeblendet. Stattdessen schufen die Künstler idyllisch anmutende Parallelwelten.
Die in Kooperation und mit Leihgaben der Dr. Axe-Stiftung, Bonn, realisierte Ausstellung nimmt die bereits im 19. Jahrhundert durch den Braunschweiger Kunstverein erworbenen Meisterwerke zum Ausgangspunkt für einen repräsentativen Überblick über die künstlerische Vielfalt der von 1819 bis ca. 1870 an der Düsseldorfer Akademie tätigen Künstler.

Die Ausstellung präsentiert mit rund 120 Gemälden von mehr als 70 Künstlerinnen und Künstlern einen repräsentativen Querschnitt durch das Schaff en der Mitglieder der Düsseldorfer Malerschule. Ein eigenes Ausstellungskapitel widmet sich den Braunschweiger Malern, die im 19. Jahrhundert an die Düsseldorfer Akademie gingen, um anschließend in der Heimat als gefragte Künstler tätig zu sein. Aus Anlass der Ausstellung werden lange nicht gezeigte Gemälde aus dem Beständen des Städtischen Museums zu sehen sein, u.a. von Carl Heel, Ludwig Tacke, Gustav Wendling oder Georg Wolters.
Die Braunschweiger Lackwaren-Manufaktur Stobwasser ließ sich von den Meisterwerken der Düsseldorfer Malerschule inspirieren und übertrug malerische Motive auf ihre Erzeugnisse, von denen eine Auswahl aus den Museumsbeständen zu sehen sein wird.

Die Ausstellung ist vom 15. September 2019 bis 12. Januar 2020 im Haus am Löwenwall zu sehen.

Es erscheint ein Heft zur Ausstellung. Ein vielfältiges Rahmenprogramm begleitet die Ausstellung (schauen Sie hier).

Die Geschichte der Stadt Braunschweig im Überblick

Dauerausstellung im Städtischen Museum Braunschweig, Altstadtrathaus, Altstadtmarkt 7. Das Museum zeigt die Ausstellung zur Geschichte der Stadt Braunschweig von ihren Anfängen im 9. Jh. bis hin zur Gegenwart. Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Eintritt frei!

Kostenfreie Führung jeden Sonnabend 15 Uhr.