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Städtisches Museum Braunschweig

Liebe Besucherinnen und Besucher,

um die Ausbreitung des Virus´ soweit wie möglich zu unterbrechen, muss das Städtische Museum Braunschweig (Haus am Löwenwall und Altstadtrathaus) ab dem 2. November 2020 bis voraussichtlich 30. November 2020 geschlossen bleiben. Wir sind bemüht, Ihnen sobald als möglich mitteilen zu können, wann die Häuser wieder geöffnet werden können.

Alle für diese Zeit angekündigten Veranstaltungen finden nicht statt.

Wir bitten Sie sehr herzlich um Ihr Verständnis und freuen uns, Sie bald wieder im Museum begrüßen zu können!


Rembrandt Harmensz. van Rijn, Selbstbildnis mit Saskia, 1636, Radierung, Städtisches Museum Braunschweig, © Städtisches Museum Braunschweig, Foto: Dirk Scherer

Aktuelle Ausstellung (ab 18.10.2020)

„Von Rembrandt bis Baselitz. Meisterwerke der Druckgraphik aus der Sammlung des Städtischen Museums Braunschweig“

18.10.2020 bis 10.1.2021
Haus am Löwenwall

Die Ausstellung demonstriert, über welche außergewöhnlichen Schätze das Städtische Museum verfügt. In der Graphischen Sammlung des Hauses sind Radierungen von Rembrandt genauso zu finden wie Lithographien von Georges Braque und Marc Chagall, Holzschnitte von Erich Heckel und Ernst Ludwig Kirchner sowie Arbeiten von Gerhard Richter. Im Rahmen der Ausstellung werden rund 160 „Meisterwerke“ der Sammlung vom 17. bis zum späten 20. Jahrhundert präsentiert.

Lesen Sie hier mehr zur Ausstellung.

© Städtisches Museum Braunschweig/Monika HeidemannHaussa-Gewand, Nigeria, nach Angabe des Sammlers 1903 auf dem Markt in Dikwa gekauft (damals Hauptstadt der Residentur „Deutsch-Bornu“); Städtisches Museum Braunschweig

Forschungsprojekt PAESE

Das Städtische Museum Braunschweig ist Teilnehmer am Forschungsprojekt PAESE „Provenienzforschung in außereuropäischen Sammlungen und der Ethnologie in Niedersachsen“, das von der VolkswagenStiftung finanziert wird. Beteiligt sind neben dem Städtischen Museum Braunschweig die Landesmuseen Hannover und Oldenburg, das Roemer- und Pelizaeus-Museum in Hildesheim sowie die Ethnologische Sammlung der Universität Göttingen. Ziel von PAESE ist es, die Herkunft der Objekte in ethnographischen Sammlungen Niedersachsens zu erforschen und damit zur Aufarbeitung der kolonialen Geschichte an Museen beizutragen. Dabei spielt die Zusammenarbeit mit Vertretenden von Herkunftsgemeinschaften eine wichtige Rolle. Eine zentrale Frage ist, unter welchen Umständen Objekte zur deutschen Kolonialzeit erworben wurden und wie deutsche Museen heute mit ihrem kolonialen Erbe umgehen sollten.

Seit Oktober 2019 arbeitet Isabella Bozsa als Doktorandin im Rahmen von PAESE am Städtischen Museum Braunschweig. Sie untersucht die Sammlung von Kurt Strümpell, der von 1900 bis 1912 Offizier der kaiserlichen Schutztruppe in der damaligen deutschen Kolonie Kamerun und an vielen militärischen „Expeditionen“ gegen die lokale Bevölkerung beteiligt war. Aus dieser Zeit brachte er zahlreiche Objekte mit, die er dem Städtischen Museum übergab. Wie seine Sammelpraxis mit der deutschen Kolonialherrschaft zusammenhing und wie Kamerunerinnen und Kameruner die Objekte und ihre Herkunft einschätzen, wird nun umfassend erforscht. 

Isabella Bozsa war im März 2020 zu Recherchen in Kamerun und um den direkten Austausch mit den Kooperationspartnerinnen und -partnern zu pflegen und zu befördern, wie zum Beispiel in Form des Workshops.

Unter folgenden Links erfahren Sie mehr:

www.postcolonial-provenance-research.com (PAESE allgemein)

www.postcolonial-provenance-research.com/workshop-contested-heritage/ (Workshop)

www.postcolonial-provenance-research.com/videostatements-contested-heritage/ (Video-Statements)


Dekolonisierung erfordert Dialog, Expertise und Unterstützung

Anlässlich der Jahreskonferenz 2019 der Direktor/innen der Ethnologischen Museen im deutschsprachigen Raum in Heidelberg wurde eine gemeinsame Stellungnahme der ethnologischen und Weltkulturen-Museen, Universitätsmuseen und -sammlungen sowie ethnologischen Abteilungen in Mehrspartenmuseen zu Dekolonisierung, Provenienz und Restitution verabschiedet. Auch Dr. Peter Joch unterzeichnete für das Städtische Museum Braunschweig.

Laden Sie hier die "Heidelberger Stellungnahme"PDF-Datei30,06 kB herunter.
Download "Heidelberg Statement"PDF-Datei16,03 kB.


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MuseumsCard - sieben Museen für 22 Euro! Auch das Städtische Museum ist dabei. Für 22 Euro erhalten Sie einmalig freien Eintritt sowie dauerhaft ermäßigten Eintritt bei Folgebesuchen für ein Jahr in den sieben größten Museen Braunschweigs.

Die MuseumsCard kann auch als Gutschein erworben und an Dritte verschenkt werden!

Das Städtische Museum wurde bis zum Juni 2012 renoviert und restauriert. Die Maßnahme wurde gefördert mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).