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Ballade von Tibet

Sonntag | 4. März | 16:45 Uhr | Roter Saal |

Regie: Zhang Wie | China 2017 | 85 Min. | Originalfassung mit deutscher Einsprache | ab 9 Jahren

Um in einer TV-Musikshow in Shenzhen im Süden Chinas aufzutreten, laufen vier Schüler aus ihrer Blindenschule in Gyangzê in Tibet weg. Jeder hat einen anderen Grund, warum er diese lange Odyssee auf sich nimmt: Thupten, auf einem Auge blind, auf dem anderen fast, will die Welt sehen, bevor sein Leben völlig dunkel wird. Droma will ihrer Oma beweisen, dass sie mehr kann als nur weben. Sonam, ein blinder Masseur, hat genug von seiner langweiligen Arbeit, und Kelsang, der jüngste von ihnen, folgt den anderen, weil ihre Idee, tausende von Kilometern nach China zu reisen, nur um zu singen, lustig klingt. Mit einer alten Autorikscha und einem Beutel voller Birnen als Zahlmittel geht die Reise los. Was auch immer passiert, ihr Motto ist: „Eine einzelne Kuh darf ihre Herde nicht verlassen“.

Der Film des chinesischen Regisseurs Zhang Wie beruht auf einer wahren Begebenheit: 2010 ist in der Show “China‘s Got Talent“ tatsächlich ein Chorensemble blinder Schüler und Lehrer aus Tibet aufgetreten und hat alle Zuschauer zutiefst berührt. In Tibet gilt Blindheit als eine Strafe des Himmels, die die Betroffenen wegen ihrer Schlechtigkeit in ihrem früheren Leben trifft. Sie werden diskriminiert und leben ausgegrenzt von der übrigen Gesellschaft. Der TV-Auftritt hat in China eine Diskussion über den Umgang mit Gehandicapten in Gang gesetzt.

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Trailer zum Film