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Das Mädchen vom Änziloch

Samstag | 10. März | 11:00 Uhr | Roter Saal

Regie: Alice Schmid | Schweiz 2016 | 87 Min. | deutsche Fassung| Dokumentarfilm | ab 11 Jahren

Laura lebt auf einem Hof in den Schweizer Bergen. Sie hilft den Eltern bei der Arbeit, versorgt die Tiere oder zieht sich in einen Wohnwagen zurück, um Tagebuch zu schreiben. Denn sonst hat sie niemanden, dem sie erzählen kann, wie sie sich fühlt, worüber sie nachdenkt und wovon sie träumt. Als Thom, ein Stadtkind, für eine Woche auf den Hof kommt, hat sie endlich einen Freund, mit dem sie sich über die geheimnisvolle Sage von Änziloch, die sich die Dorfbewohner seit Generationen erzählen, austauschen kann. Mit einem großen Fernglas und stundenlangem Liegen auf der Wiese beobachtet und hört Laura ihre Welt: Schritte überm Waldboden, Strohrascheln, Sommerfliegen, ein Kaninchen, dem das Fell abgezogen wird, der Landfrauenchor in der Wirtschaft: Für Laura ist all das nicht schön oder brutal, sondern der unspektakulär normale Werdegang des Lebens.

Der Dokumentarfilm besticht mit großartigen Naturaufnahmen und einer kommentarlosen Erzählweise, mit der Alice Schmid das dörfliche Allgemeinwissen um die Sage gegen die subjektiven Beobachtungen und Gedanken der Zwölfjährigen setzt und sich so dem Innenleben des Mädchens annähert.

European Children’s Film Association 2017: ECFA Doc Award Filem‘on, ECFA-Award
LUCAS Film Festival della Lessinia 2017: Bester Dokumentarfilm
European Film Academy 2017: Nominiert für den EFA Young Audience Award
Albert Koechlin Stiftung: Innerschweizer Filmpreis 2017

 

Trailer zum Film