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Braunschweiger Karneval "Schoduvel"

Das war der Karnevalsumzug 2014:

Logo zum Braunschweiger Karneval


36. Karnevalsumzug

"Wir freuen uns in Gelb und Blau und rufen laut: BRUNSWIEK - HELAU!"

Sonntag, 2. März 2014

Der Braunschweiger Karnevalsumzug findet traditionell am Sonntag vor Rosenmontag statt. Um 12:40 Uhr startet er am Europaplatz und zieht durch die Innenstadt. Etwa vier Stunden schlängelt  sich der Narrenlindwurm durch die Straßen und „Kamelle“ fliegen in die fröhliche Menge. Der Braunschweiger Umzug ist mit mehr als sechs einhalb Kilometern Länge der größte Karnevalsumzug Norddeutschlands. Mehr als 5.000 aktive Teilnehmer sind dabei. 40 Musik- und Spielmannszüge und mehr als 80 Motivwagen sorgen für Unterhaltung und ausgelassene Stimmung.

Der Zug wird von dem Wagen des Zugmarschalls Gerhard Baller angeführt. Weitere Motivwagen berichten in närrischer Form über Themen aus Bund, Land und Stadt. Allein aus Braunschweig sind 67 Wagen dabei. Zahlreiche Vereine und närrische Gruppen, nicht nur aus Braunschweig, wirken am Umzug mit. Angeführt wird der Umzug von einer Elefantenskulptur. Damit wird an den ersten Umzug angeknüpft, der vor mehr als 700 Jahren von einem Zirkuselefanten angeführt worden sein soll. Ein historischer Block führt die drei Symbolfiguren des Schoduvel: Scheuchteufel, Erbsenbär und  Frühling.

Eine hochkarätige Jury prämiert den besten Wagen und die beste Gruppe der Gesellschaften mit dem „Jeckenpott“.  Auszeichnungen gibt es außerdem für die beste Jugendgruppe, für die drei am schönsten kostümierten Spielmannszüge sowie für drei karnevalistische Zuschauergruppen. 


Fastnachtstreiben von 1293 - der "Schoduvel"

Schoduvel steht für die über 700 Jahre alte Geschichte des Braunschweiger Karnevals. Mit Stolz blicken die Karnevalisten der Löwenstadt auf die lange Tradition närrischen Treibens in ihrer Stadt. Bereits im Jahre 1293 ist der Schoduvel im Braunschweiger Stadtbuch nachweisbar. Der Begriff bezeichnete einen uralten Brauch, dessen Wurzeln in vorchristlicher Zeit zu suchen sind. Durch Lärm, Verkleidung und erschreckendes Gebaren versuchte man die bösen Geister der Kälte, des Todes und der Gefahr zu verscheuchen. So steht der Begriff „duvel“ für Teufel und „Scho“ für scheuen, verscheuchen.

1979 wurde das närrische Treiben mit dem ersten Kinderkarnevalsumzug wieder belebt. Der Umzug fand im Laufe der Jahre regen Zuspruch, so dass sich daraus der größte Karnevalszug Norddeutschlands – der Schoduvel – entwickelte.

Seit 2005 wird der Braunschweiger Karneval mit dem Begriff Schoduvel verbunden. Dessen fester Bestandteil ist neben dem närrischen Dreigestirn (Till, Bauer und Prinz) ein historisches Dreigestirn, bestehend aus dem Schoduvel, dem Erbsenbär und dem Frühling. Der Schoduvel ist eine Teufelsgestalt mit furchterregender Holzmaske und einem Filzhut. Während des Umzugs vertreiben Hexen den „Scheuchteufel“ mit ihren Besen. Der ebenso geschichtlich überlieferte Erbsenbär, ein in Erbsenstroh gewickelter Bär, wird von Mägden am Strick durch die Straßen geführt. Schließlich empfangen die Braunschweiger Jecken den Frühling, der von einer Frau im Blumenkleid und kleinen Maiglöckchen-Kindern dargestellt wird.

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