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Förderung Kultureller Projekte

Projekt- und Konzeptionsförderung

Im Rahmen der Projekt- und Konzeptionsförderung werden von der Stadt Braunschweig zeitlich und sachlich abgegrenzte kulturelle Vorhaben nichtkommerzieller Veranstalter mit Zuschüssen gefördert. Bei den geförderten Projekten kann es sich um Veranstaltungen des Bühnenwesens, der Bildenden Kunst, der Musik oder einer anderen Kultursparte handeln. Beantragt werden kann die Abdeckung einer verbleibenden Finanzierungslücke, sofern eigene Mittel und Drittmittel nicht ausreichen. Ein städtischer Zuschuss ist immer nachrangig.

Die Konzeptionsförderung, basierend auf der Zuwendungsart Projektförderung, sieht eine Laufzeit von bis zu drei Jahren vor. Dies ermöglicht dem Zuwendungsempfänger Planungssicherheit für Projekte, die über einen Zeitraum von einem Jahr hinausgehen. Außerdem können bei der Konzeptionsförderung auch besondere Eigenleistungen im Sinne von Künstlerhonoraren in angemessener Höhe und innerhalb einer festgelegten Höchstsumme als zuwendungsfähige Ausgabe anerkannt werden. Gleiches gilt für die Anerkennung von Reisekosten, um zur Erweiterung des Wirkungskreises Braunschweiger Künstlerinnen und Künstler und zum Austausch vor Ort beizutragen.

Konzeptionsförderung können Einzelpersonen sowie Gruppen und Institutionen beantragen, die, sofern sie die Rechtsform einer juristischen Person haben, als gemeinnützig anerkannt sind und

  • deren Vorhaben bzw. deren Konzeption, in der Sache begründet über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr laufen bzw. auf stufenweisen Entwicklungen aufgebaut sind und/ oder
  • die ein künstlerisches oder kulturelles Angebot vorhalten, das aufgrund seiner Eigenart zu seiner Realisation unverzichtbar Veranstaltungsreihen bzw. regelmäßig wiederkehrende Veranstaltungen beinhaltet und/ oder
  • die ein künstlerisches oder kulturelles Vorhaben anbieten, das sich als Entwicklungsprozess realisiert ist und / oder
  • die einen Beitrag zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses leisten.

Kontinuitätsförderung

Als Kontinuitätsförderung werden Zuwendungen zur teilweisen Deckung der förderfähigen Gesamtausgaben des Zuwendungsempfängers mit einer Laufzeit von bis zu 5 Jahren bezeichnet. Für den Antragszeitraum kann nur eine konstante jährliche Fördersumme beantragt werden.

Kontinuitätsförderung können Institutionen und Einrichtungen beantragen, die als gemeinnützig anerkannt sind und

  • seit mindestens drei Jahren mit Sitz und Wirkungskreis in der Stadt Braunschweig bestehen und für diesen Zeitrahmen und Arbeitsbereich Kunst- und Kulturangebote mit erkennbarer öffentlicher Resonanz vorweisen können;
  • die Bereitstellung eines kontinuierlichen und / oder ganzjährigen Angebots- oder Veranstaltungsprogramms gewährleisten können;
    ein breites künstlerisches bzw. kulturelles Angebot vorhalten können;
  • mit ihrem Angebot einen Beitrag zur kulturellen Grundversorgung der Stadt leisten;
  • ganzjährig und kontinuierlich kulturelle Infrastruktur bereitstellen bzw. diesen gleichwertige Beratungsangebote vorweisen können.

Information zur Kulturförderung im Rahmen der CoViD-19 Pandemie


Kontinuitätsförderung

Für Kultureinrichtungen, die mittels einer Kontinuitätsförderung durch die Stadt unterstützt werden, ändert sich durch den coronabedingt unterbrochenen Betrieb im Jahr 2020 nichts. Die Folgewirkungen insb. fehlender Einnahmen durch Schließung sollen im Rahmen der Anpassung der Kosten- und Finanzierungspläne verarbeitet werden. Insoweit haushaltsrechtliche Maßgaben wider Erwarten eine Auszahlung im vollen Umfang einschränken sollten (die Prüfungen laufen noch), wird die Kulturverwaltung versuchen, die vorhandenen Mittel 1:1 auf andere Weise zur Verfügung zu stellen. Ziel: Die bereits zugesagte Förderhöhe soll faktisch vollständig aufrechterhalten werden.

Die Geförderten wurden bereits darüber informiert, dass Abschlagszahlungen zur Liquiditätssicherung ab sofort vorgezogen werden können.

Projektförderung 

Für Kulturschaffende, die einen Antrag auf Projektförderung gestellt bzw. bereits bewilligt bekommen haben, wird seitens der Kulturförderberatung folgendes Verfahren im bilateralen Austausch angewendet:

Ziel Nr. 1: Verschiebung der Projektumsetzung

Projekte, für die Fördermittel für eine Umsetzung im Jahr 2021 beantragt worden sind und die aufgrund von coronabedingten Einschränkungen nicht wie geplant im Jahr 2021 stattfinden können, dürfen flexibel auch bis Ende des Jahres 2022 durchgeführt werden. Hierfür ist formlos entweder bereits im Rahmen der Antragstellung eine Änderung des Projektzeitraumes mitzuteilen bzw. nach Erhalt des Bewilligungsbescheides ein Antrag auf Verlängerung des Bewilligungszeitraumes zu stellen. 

Von der Stadt geförderte Projekte, die im Jahr 2020 aufgrund von coronabedingten Einschränkungen nicht stattfinden konnten, durften flexibel auch bis Ende des Jahres 2021 durchgeführt werden. Hierfür war ein formloser Antrag auf Verlängerung des Bewilligungszeitraumes zu stellen. Sollten diese Projekte auch 2021 coronabedingt nicht stattfinden können, ist nunmehr auch eine Umsetzung bis Ende bis 2022 möglich. Hierfür ist erneut ein formloser Antrag auf Verlängerung des Bewilligungszeitraumes zu stellen.

Ziel Nr. 2: Änderung des Projektinhalts

Sofern ein fristgerecht beantragtes und bewilligtes Projekt coronabedingt nicht im Jahr 2021 umgesetzt werden kann und eine Verschiebung aus inhaltlichen oder sonstigen schlüssig dargelegten Gründen nicht möglich ist, kann der Projektinhalt ausgetauscht oder verändert und das Projekt bis Ende 2022 durchgeführt werden. Die Fördersumme bleibt bestehen.

Konzeptionsförderung

Kultureinrichtungen und Kulturschaffende, die mittels einer Konzeptionsförderung durch die Stadt Braunschweig unterstützt werden und deren Projekte sich coronabedingt verzögern, werden individuell durch die Kulturverwaltung beraten und begleitet.
 
Bei allen anfallenden Fragen in Bezug auf die Verschiebung bzw. Änderung von Anträgen wird die Kulturverwaltung beraten und unterstützen.

Bei Fragen und Unsicherheiten können alle Geförderten und Antragsteller mit der Kulturförderberatung telefonisch oder mittels E-Mail Kontakt aufnehmen.



Förderrichtlinien der Stadt Braunschweig

Am 1. Januar 1999 traten die „Richtlinien über die Gewährung von Zuwendungen aus Haushaltsmitteln der Stadt Braunschweig“ in ihrer letzten Fassung in Kraft. Mit ihnen ist ein einheitliches Vorgehen bei der formalen Abwicklung der Vergabe von Fördermitteln der Stadt Braunschweig geregelt.

Antragsformular

Eine kommunale Förderung erfolgt auf schriftlichen Antrag des Zuwendungsempfängers. Dafür ist das vom Fachbereich Kultur und Wissenschaft aufgelegte Formular zu verwenden.

Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht. Es werden nur Projekte gefördert, die einen unmittelbaren Bezug zu Braunschweig haben.

Fristen

Förderanträge für Projekte, deren Realisierung im 1. Kalenderhalbjahr erfolgen soll, müssen bis zum 30. November des Vorjahres gestellt werden. Für Projekte im 2. Kalenderhalbjahr muss der Antrag bis zum 31. Mai des laufenden Jahres gestellt werden.

Kontaktadresse

Stadt Braunschweig

Fachbereich Kultur und Wissenschaft

Anschrift

Schlossplatz 1
38100 Braunschweig

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