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Baugenehmigungsverfahren nach § 64 NBauO

Das Baugenehmigungsverfahren nach § 64 Niedersächsische Bauordnung (NBauO) wird für alle Vorhaben durchgeführt, die nicht dem vereinfachten Baugenehmigungsverfahren gem. § 63 NBauO unterliegen.

Die Bauaufsichtsbehörde prüft die Bauvorlagen auf ihre Vereinbarkeit mit dem öffentlichen Baurecht.
Die Vereinbarkeit der Bauvorlagen mit den Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung wird nur geprüft, wenn die Bauherrin oder der Bauherr dies verlangt.

Zur Bearbeitung eines Bauantrages sind alle für die Beurteilung der Baumaßnahme und die Bearbeitung erforderlichen Unterlagen (Bauvorlagen) einzureichen. Diese sind durch die Bauvorlagenverordnung (BauVorlVO) näher bestimmt.

In der Regel sind grundsätzlich mindestens in 2-facher Ausfertigung einzureichen:

 

Für erforderliche Ausnahmen, Befreiungen und Abweichungen ist ein schriftlicher Antrag (Öffnet in einem neuen Tab) einzureichen.

Für sehr umfangreiche Bauvorhaben sind die erforderlichen Bauvorlagen mit der Beratungsstelle Planen - Bauen - Umwelt (Öffnet in einem neuen Tab) abzustimmen.

Weitere Bauvorlagen können nachgefordert werden, wenn sie zur Prüfung des Bauvorhabens erforderlich sind.

Unvollständige Bauvorlagen verursachen Nachforderungen und verzögern damit das Baugenehmigungsverfahren.

Das Einreichen zusätzlicher Ausfertigungen kann das Baugenehmigungsverfahren beschleunigen.

Die Baugenehmigung wird erteilt, wenn das Bauvorhaben dem öffentlichen Baurecht entspricht. Die Baugenehmigung erlischt, wenn nicht innerhalb von 3 Jahren nach ihrer Erteilung mit der Baumaßnahme begonnen wird und wenn die Ausführung 3 Jahre unterbrochen worden ist.
Auf Antrag kann die Gültigkeit der Baugenehmigung verlängert werden. Dieser Antrag muss jedoch vor Ablauf der Dreijahresfrist bei der Bauaufsichtsbehörde gestellt werden.