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Friedrich-Wilhelm-Viertel

© Stadt Braunschweig

2007 und 2008 wurde das Friedrich-Wilhelm Viertel aus Landesmitteln im Rahmen der Quartiersinitiative Niedersachsen (QIN) gefördert. Im Ergebnis hatten sich zwei Quartiersvereine gegründet und eine städtebauliche Studie wurde in Auftrag gegeben.

Eine weitere Förderung folgte 2009/2010. In diesem Zeitraum wurde mit der TU Braunschweig ein Studentenwettbewerb zum Friedrich-Wilhelm-Platz durchgeführt und die Planung für die Umgestaltung des Wendehammers Wallstraße erarbeitet. Ein Architekturbüro hat einen Entwurf erarbeitet, der in Abhängigkeit von den verfügbaren Haushaltsmitteln umgesetzt werden soll.

Im Rahmen des Forschungsprojektes Kooperation im Quartier (KiQ) von 2012 bis 2015 aus Bundesmitteln des experimentellen Wohnungs-und Städtebaus (ExWoSt) wurden verschiedene Formen der Kommunikation mit Bewohnern, Immobilienbesitzern und Geschäftsleuten erfolgreich durchgeführt, die sich inzwischen auch nach Ablauf des Projektes bewähren. Wer sich auf einem Quartiersforum kennen gelernt hat, spricht auch morgen noch miteinander und teilt das Interesse und Engagement für ein Quartier. 

Heute ist der Trading Down Prozess auch mit Hilfe des Steuerungskonzepts Vergnügungsstätten mindestens verlangsamt worden und das Quartier zeigt Ansätze für eine positive Entwicklung. Die Entwicklung bedarf auch weiterhin einen kontinuirlichen Einsatz aller Betroffenen.

 

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Derzeit befinden sich bereits einige Spielhallen in der der Friedrich-Wilhelm-Straße. Eine weitere Ausbreitung von Vergnügungsstätten dieser Art auf den Friedrich-Wilhelm-Platze ist aus städtebaulichen Gründen nicht wünschenswert.

Der höherwertige Geschäftsbesatz ist daraufhin immer mehr der Ansiedlung von Vergnügungsstätten und Sexshops gewichen. Dies hing selbstverständlich mit der nahegelegenen Bruchstraße zusammen. Es kam zu einem Abwertungsprozess, der durch den Bebauungsplan IN 195 mit seinen Aufnahmeregelungen aufgehalten werden sollte. Der Bebauungsplan hat seine Wirkung gezeigt, und eine weitere Ansiedlung von Sexshops und Spielhallen konnte verhindert werden. Die Zahl der Sexshops ist zwar in den letzten Jahren zurückgegangen, ein Aufwertungsprozess ist aber immer noch nicht ersichtlich. Dies wird durch die Ansiedlung von Telekommunikationsshops, Wettanbietern und einem Leerstand dokumentiert.

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