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Ägidienmarkt

© Stadt Braunschweigvorheriger Zustand
© Stadt BraunschweigBaustellenbeginn Mai 2016

Der Ägidienmarkt, einst Marktplatz und verbindendes Element des Weichbildes Altewiek, stellt heute eine vom Verkehr dominierte Barriere dar. Durch diese, in der Wiederaufbauphase der Innenstadt entstandene Unterbrechung geriet das mittelalterliche Magniviertel auf der östlichen Seite in eine Insellage.

© Stadt BraunschweigBaustelle Stobenstraße August 2016

Die Verbindung zum angrenzenden Viertel rund um die Ägidienkirche und wichtige Wegebeziehungen nach Westen schienen unwiederbringlich zerstört. Diese „Bruchstelle“ der einst zusammenhängenden Bereiche Magniviertel und Klosterbezirk St. Ägidien – Ägidienmarkt, Stobenstraße und Auguststraße wurde im Zusammenhang mit den notwendigen Umbaumaßnahmen für die Stadtbahn teilweise korrigiert.

© Büro Ackers Partner Städtebau

Planung

Das 2010 entwickelte Konzept wurde mit den Planungen der Braunschweiger Verkehrs GmbH abgeglichen und zu der jetzt vorliegenden Konzeption weiterentwickelt

Wichtigstes Ziel war die Wiederherstellung des historischen Platzraums mit seinen Wegeverbindungen zwischen dem Magniviertel, St. Ägidien und dem Bürgerpark.

© Stadt BraunschweigBüro Ackers Partner Städtebau

Auf der Westseite vor dem mächtigen Kirchenschiff der Ägidienkirche wurden Sitzkuben mit Holzauflage stufenartig angeordnet. Weitere Sitzkuben rahmen die Grantflächen auf der Ostseite des Platzes ein. Diese wurden durch Lichtbänder an beiden Seiten beleuchtet. So wurden die Aufenthaltsqualitäten auch im Sinne der dort angesiedelten Gastronomie gestärkt. Die Neugestaltung des Ägidienkirchplatzes wurde auch Raum für Außenaktivitäten der Ägidien-Gemeinde geschaffen. Der gesamte Platz wurde im Duktus des Magni-Kirchplatzes in heller sandsteinfarbener Optik gestaltet. Angesichts der zu erwartenden intensiven Nutzung der neuen Querungsmöglichkeiten durch Fußgänger und Radfahrer wurde die Geschwindigkeit - wie auch schon im nördlich angrenzenden Streckenabschnitt Bohlweg/Damm - in der Auguststraße/Stobenstraße zukünftig auf 30 km/h begrenzt. Zusätzlich erforderte die Fahrdynamik und die Verringerung der Fahrbahnbreiten ebenfalls die Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit. Die Platzflächen selbst sind, bis auf je zwei Behindertenparkplätze auf jeder Seite, frei von Parkplätzen.

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Stadtgestalterische Aufwertung des Ägidienmarktes

Ägidienmarkt und Ägidienkirchplatz sollen in ihrer Gesamterscheinung als die Einheit, in der sie einst angelegt wurden, wieder erlebbar werden. Ansprechende Materialien,Grandflächen unter den großen Platanen und Sitzmöglichkeiten werden die Einheit des Platzraums wieder visuell erlebbar machen und zum Aufenthalt einladen. Großbäume rahmen schon heute den Ägidienmarkt und den Ägidienkirchplatz und sollten durch die Neupflanzung einer Platane am Kirchenschiff ergänzt werden. Baumtore an der Stoben- bzw. Auguststraße markieren zukünftig den jeweiligen Platzbeginn von Norden und Süden.