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Ass 2 Klages

Dorfrundgang Symbol (Heimatpfleger B.Aumann)

Im Rahmen des "Beschilderten historischen Dorfrundgangs in Timmerlah" wurde ein Hinweisschild zu diesem und dem Nachbarhaus "Ass.1" entworfen.
Das Schild befindet sich an der Hausfassade des Hauses Timmerlahstr. 123.

Das Hinweisschild ist am Ende dieses Artikels abgebildet.

Ursprünge

Ass.2 KLages (Plan 1751 Wolfenbuetteler Staatsarchiv)

Bringsitzerstelle No. 2.
Hier war 1772 Dietrich Roche Besitzer. Eine Witwe Roche war es auch, die 1842 Henning Klages aus Vallstedt heiratete, der Hausschlachter und Leineweber war und es seinem Sohn Hennig vererbte der später ein Zimmergeschäft betrieb. Klages hatte gut zu tun und zeitweise 30 Gesellen. Seine Frau war eine geb. Becker aus Wolfenbüttel, die dort ein eigenes Besitztum hatte. Er ist nicht alt geworden, Eine Blutvergiftung, deren Ursache ein in die Hand gerissener Span war, hatte seine Tod zur Folge. Die Frau musste, da die Kinder noch klein waren, das Geschäft aufgeben.
Sie blieb hier wohnen und haben die Erben das kleine Anwesen nach ihrem Tode an die Frau des früheren Postmeisters Schütte verkauft. Dieser hatte in Uefingen das Postamt verwaltet, war wegen Unregelmässigkeiten mit seiner vorgesetzten Dienststelle in Schwierigkeiten geraten und hatte sich deshalb pensionieren lassen. Spannungen zwischen den beiden Eheleuten waren Veranlassung, das Haus zu verpachten.

Jetziger Pächter ist der frühere Eisenbahner Gottfried Volkmann, geb. in Kauten, Kreis Preuss. Holland, 1869, dessen Frau eine geborene König aus Dassensen bei Einbeck ist. Ein Sohn ist Kaufmann, er hat ein flottes Kolonialwaren-Geschäft in Braunschweig. Rührig und aufmerksam.
Durch eine in der Nähe wohnende, und mit uns befreundete Familie hören wir ab und zu davon. Ein zweiter ist ebenfalls Kaufmann und seit Jahren Angestellter bei der Firma Pfeiffer & Schmidt. Länger dort zu sein ist immer eine beste Empfehlung.
Schlosser ist der Dritte; ihre Tochter ist in Braunschweig verheiratet.

Das Anwesen, frisch aufgeputzt, mit seinem gut gehaltenen Garten und dessen alten Kastanienbaum als treuem Wächter gleichsam, macht einen freundlichen und heimeligen Eindruck. Haus und Bewohner passen zu einander. Die beiden Alten können nicht still sitzen, sind „rührige“ Leute und immer bereit auszuhelfen, wo auf den Höfen mal ein Mann fehlt.

Hinweisschild "Brinksitzer Ass. 1 und 2"

 (Heimatpfleger B.Aumann)

 

Hinweis:

Die Informationen zu den Stadtteilen werden von den jeweiligen Heimatpflegerinnen und Heimatpflegern betreut. Für den Inhalt sind diese ausschließlich verantwortlich.